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International

Nach Jahrzehnten der Globalisierung sind die nationalen Volkswirtschaften und Finanzsysteme heute so vernetzt wie nie zuvor. Gleichzeitig werden offene Märkte und freier Wettbewerb zunehmend kritisiert und auch eingeschränkt. Daher ist ein Schwerpunkt der Arbeit von Deutsche Bank Research, wie Europa im internationalen Vergleich aufgestellt ist, wie sich ändernde Strukturen und der regulatorische Rahmen die Entwicklung von Finanzdienstleistern, ihre Kunden und die Finanzmärkte weltweit beeinflussen, und welche Chancen und Risiken sich aus langfristigen Megatrends wie dem Klimawandel, dem demografischen Wandel, der Digitalisierung oder neuen Formen der Mobilität ergeben.

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31. Juli 2014
Die kürzlich in Aussicht gestellten Pläne für ein Freihandelsabkommen zwischen China und der EU stellen eine bedeutende Entwicklung dar. Schon jetzt ist China die Nummer Eins unter den Zulieferern der EU sowie ihr drittgrößter Absatzmarkt. Umgekehrt ist die EU der größte Handelspartner Chinas. Ausgehend von aktuellen Trends könnte der bilaterale Handel zwischen der EU und China innerhalb der nächsten zehn Jahre um das 1,5-fache wachsen. Nicht nur der Warenhandel, auch der Austausch von Dienstleistungen bieten Potenzial. Bei den Investitionen ist Chinas Präsenz in Europa noch in den Anfängen begriffen. Verhandlungen über ein Investitionsabkommen sowie steigendes Interesse chinesischer Investoren an europäischen Firmen versprechen aber rasante Zuwächse (wie unsere Zusammenstellung chinesischer M&A-Deals in der EU und China zeigt). Spielraum besteht auch für eine bedeutendere Rolle des chinesischen Renminbi zur Abwicklung von Handel und Investitionen. Doch Vorsicht: Handelsstreitigkeiten stellen ein Risiko für die EU-chinesischen Beziehungen dar, das wohl auch in der nahen Zukunft bestehen wird (nur in Englisch verfügbar). [mehr]
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19. Mai 2014
Bis jetzt war der Westen in seinem Versuch, Russlands Übergriffe auf die Ukraine einzudämmen, relativ zurückhaltend und hat von ökonomisch bzw. finanziell schmerzhaften Sanktionen abgesehen. Die Ukrainekrise und weitere Sanktionen sind nicht unerheblich für das Profil der europäischen Konjunkturerholung. Aber angesichts der Verteilung der Kosten, sollte sich der Westen ein härteres Vorgehen gegenüber Moskau leisten können. Die ökonomischen Kosten wären zweifelsohne höher, wenn die russischen Energielieferungen an den Westen gefährdet wären. Dies hätte jedoch einen sehr hohen Preis für Russland selbst. [mehr]
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18. Februar 2014
Substantielle Veränderungen im globalen Wirtschaftsgefüge über die letzten Jahrzehnte, insbesondere der Aufstieg Chinas und Indiens, haben den wirtschaftlichen Fokus der Golfstaaten zunehmend in Richtung des asiatischen Kontinents verschoben. Dieser Trend wird zusätzlich durch massive Veränderungen der globalen Energiemärkte – die „Shale-Gas-Revolution” in den USA - verstärkt. Asien ist mittlerweile der wichtigste Handelspartner der Golfstaaten, sowohl im Bezug auf Öl- und Gasexporte als auch für Importe von Maschinen, Industriegütern und Lebensmitteln. Die wachsenden Handelsbeziehungen gehen einher mit einer vertieften bilateralen Investitionstätigkeit. Diese Verschiebungen versprechen den Golfstaaten besseren Zugang zu den stark wachsenden asiatischen Märkten, nicht nur im Energiebereich, sondern auch in Sektoren wie Telekommunikation und „Islamic Finance“. Dies sollte den Golfstaaten auch in ihren Bestrebungen helfen, ihre Wirtschaften zu diversifizieren. Arbeitskräfte aus Asien leisten einen maßgeblichen Beitrag zu wirtschaftlichem Wohlstand und Fortschritt in den Golfmonarchien. Allerdings stellen die sozio-ökonomischen Implikationen einer rapiden Zuwanderung die Region auch zunehmend vor Herausforderungen (auf Englisch verfügbar) [mehr]
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31. Januar 2014
Corporate bond markets in Asia have expanded rapidly. Since the global financial crisis, Asian corporates have made increasing use of bond issuance for their funding needs, complementing traditional channels such as bank lending. While the bond markets of Hong Kong, Singapore and Korea are comparatively advanced and liquid, markets in China, India, Indonesia and Thailand are still at an early stage of development. Considerable variation exists in terms of bond issuances' structural characteristics by sector, currency, issuing volume and the use of funds. Fast growth in bond markets has provided an effective source of financing for the corporate sector, but its development is far from complete. [mehr]
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26. September 2013
Five years after the global financial crisis hit both the US and Europe, banks across the Atlantic are in very different shapes. US banks have returned to record profit levels, while their European peers are struggling to stay above the zero line at all. The differences are mainly driven by diverging trends in revenues, corporate lending growth and loan loss provisions all of which have developed much more favourably in America than in Europe. This may have been caused largely by three underlying factors: i) the better macroeconomic performance of the US, ii) European banks' less aggressive dealing with problematic legacy assets and their greater need to deleverage and shrink, and iii) differences in the institutional setup - in Europe at times triggering doubts over the very survival of the Monetary Union, in the US allowing the Fed to massively intervene in financial markets. As the US economic recovery gains strength and Europe emerges from the debt crisis and recession, banks face improvements on an operating level, with EU financial institutions likely to narrow but not close the gap to their US competitors. [mehr]
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18. September 2013
Die Derivatemärkte sind ein wichtiger Punkt auf der Reformagenda der Regulierungsbehörden. Wesentliche Eckpunkte der Reformen sind bereits festgelegt, aber einige wichtige Fragen sind noch offen: Wie sind standardisierte Derivatekontrakte genau definiert? Wie ist mit grenzüberschreitenden Transaktionen zu verfahren? Und inwieweit erhalten CCPs Zugang zu Zentralbankliquidität? Der Rückgang des Handelsvolumens am Derivatemarkt lässt sich weitgehend durch die „Trade Compression“ erklären. Wir beobachten zwar eine Verschiebung der Kontraktabwicklung von Dealern hin zu CCPs – in deutlichem Umfang bei Zinsderivaten und in geringerem Umfang bei Kreditderivaten – aber die tatsächliche Kapazität des Clearing-Marktes ist deutlich größer. Der regulatorische Druck in Richtung einer stärkeren Standardisierung scheint bislang kaum zu wirken, und die Inanspruchnahme von Börsenplattformen bleibt vorerst überschaubar. Durch die neuen Sicherheitenanforderungen würde sich der Handel wohl für alle Marktteilnehmer verteuern, ganz besonders aber für nichtfinanzielle Gegenparteien. Einige wenige CCPs beherrschen den Markt, was Konzentrationsrisiken mit sich bringen könnte. [mehr]
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8. August 2013
Die Ankündigung der Fed, Anleihekäufe zukünftig einzuschränken (Tapering), hat zu neuer Volatilität an den Finanzmärkten und steigenden High-Yield-Spreads geführt – eine bedeutende Entwicklung für Private Equity, denn Kredit ist einer der wichtigsten Treiber für diese Anlageklasse. Der Anstieg mag ein kurzlebiges Phänomen sein, bis die Marktteilnehmer von der Liquiditätsschwemme entwöhnt sind. Auf mittlere Sicht sollte eine geldpolitische Normalisierung mit einem besseren Ausblick für Private Equity einhergehen. Das liegt freilich nicht daran, dass die Marktteilnehmer ein knapperes Liquiditätsangebot bejubeln würden. Vielmehr dürften sie die graduelle wirtschaftliche Erholung begrüßen, die eine Normalisierung der Geldpolitik überhaupt erst möglich macht. [mehr]
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16. Juli 2013
Frontier CIS economies have grown at a robust rate of 8% yoy on average since the turn of the century. Growth prospects for 2013-14 remain fairly positive at around 5% p.a., with stronger growth expected in the Central Asian CIS economies. Trade links with Russia have diminished significantly, although they remain substantial. China and emerging Asia are becoming increasingly important trade partners for the region. Some of the countries have been implementing structural reforms, but much needs to be done to strengthen institutional and policy frameworks, develop financial markets, diversify away from commodities and improve the business climate and governance more generally. [mehr]
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16. Juli 2013
Die Studie analysiert, wie japanische Banken auf das schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld der vergangenen 20 Jahre reagiert haben. Dabei könnten die japanischen Erfahrungen wertvolle Aufschlüsse darüber geben, wie sich langanhaltend niedrige Zinsen auf die Bilanzen und die Profitabilität von Banken auswirken. So zeigt die Studie auf, wie die japanischen Finanzinstitute sowohl auf der Kosten- als auch auf der Ertragsseite ihre Geschäftsmodelle entsprechend angepasst haben. Die Rentabilitäts- und Effizienzsteigerungen waren allerdings begrenzt. Während der Abbau von Problemkrediten und die Konsolidierung halfen, haben die japanischen Banken mit dem stark zugenommenen Engagement bei heimischen Staatsanleihen neue Risiken erworben. [mehr]
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2.7.1