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Industrie 4.0 – Digitalisierung mildert demografische Lasten

29. Oktober 2018
Die deutsche Industrie wird dank der Digitalisierung der Wertschöpfungskette in den kommenden Jahren ein höheres Wachstumspotenzial generieren. Der Wachstumsimpuls dürfte im Zeitraum 2018 bis 2025 zu einer zusätzlichen Bruttowertschöpfung im deutschen Verarbeitenden Gewerbe in Höhe von kumuliert etwa EUR 70 bis 140 Mrd. führen. Grundsätzlich hat die Industrie im Vergleich zu vielen Dienstleistungen bessere Voraussetzungen, die positiven Effekte der Digitalisierung zu nutzen. Die klassischen Investitionsgüterbranchen wie die Automobilindustrie, der Maschinenbau oder die Elektrotechnik werden nach unserer Einschätzung stärker für die zusätzliche Bruttowertschöpfung durch Digitalisierung sorgen als etwa die Metall- oder die Chemieindustrie. [mehr]

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33 Dokumente
6. November 2019
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In Deutschland bleibt Erdgas durch die politisch veranlassten Ausstiege aus der Kernenergie, Stein- und Braunkohle die letzte Säule der konventionellen Stromerzeugung. Da die heimische Politik bis 2050 Klimaneutralität anstrebt, ist Erdgas für Deutschland nicht mehr, aber auch nicht weniger als eine Übergangsenergie. Die Gewichtung der energiepolitischen Ziele spricht für die Fertigstellung und Inbetriebnahme von Nord Stream II. Die Versorgungssicherheit wird durch Nord Stream II erhöht und Pipelinegas, wie das von Nord Stream II, hat im Vergleich zu LNG-Anlieferungen per Saldo gewisse Umweltvorteile. [mehr]
29. Oktober 2019
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Die deutschen Nettoenergieimporte sind zwischen 2000 und 2018 um knapp 12% gesunken. Während bei Mineralöl wegen der geringeren Bedeutung im Wärmemarkt und bei der Kernenergie wegen des Ausstiegsbeschlusses starke Rückgänge zu verzeichnen sind, nehmen die Nettoimporte von Erdgas tendenziell zu. Bei Steinkohle sinken die Nettoimporte erst seit 2016. Sie lagen 2018 aber noch deutlich über dem Niveau von 2000, weil die heimische Steinkohlenförderung zurückgefahren wurde. Deutschlands Importabhängigkeit von Energierohstoffen hat im langfristigen Vergleich kaum abgenommen. Sie betrug 2018 knapp 71% (2000: 72,6%). [mehr]
16. September 2019
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Infolge der steigenden Klimagefahren fokussierte sich die Debatte in den letzten Jahren weltweit immer mehr auf die fossilen Energieträger, insbesondere Kohle. Die große Ausnahme sind die USA, da die amtierende Regierung Zweifel am Anteil der Menschen am Klimawandel hat. Während in Deutschland die heimische Steinkohle im Jahr 2018 nur noch auf einen Anteil von 6% am Aufkommen kam, entstammte das Braunkohleaufkommen zu 99,9% den deutschen Fördergebieten Rheinland, Lausitz und Mitteldeutschland. Das Ende der Braunkohle in Deutschland wurde von manchen Marktbeobachtern bisher vor allem aufgrund der negativen Beschäftigungseffekte kritisch bis ablehnend gesehen. Das ist wohl der Hauptgrund, weshalb die Politik den Ausstieg nun bis zum Jahr 2038 mit sogenannten Struktur- und Wirtschaftshilfen in Höhe von bis zu EUR 40 Mrd. fördert bzw. subventioniert. [mehr]
20. August 2019
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Unseres Erachtens befindet sich die deutsche Wirtschaft in einer technischen Rezession: Wir erwarten für Q3 eine Kontraktion des BIP um ¼%. Außerdem haben wir unsere Prognose für 2019 auf 0,3% zurückgenommen. Da keine Hinweise auf eine Belebung in den kommenden Quartalen zu erkennen sind, haben wir die Prognose für 2020 auf 0,7% gesenkt. Angesichts des zunehmend fragilen Zustands der Weltwirtschaft könnte eine grundlegendere Änderung des Szenarios erforderlich werden, wenn eines oder mehrere der zuletzt immer deutlicher in den Blick gerückten Risiken eintreten sollte. Dann würden Prognosekorrekturen um einige Zehntelprozentpunkte nicht mehr ausreichen. (Außerdem in dieser Ausgabe: Deutsche Automobilkonjunktur, Chemieindustrie, Hauspreise und Mieten, Unternehmensfinanzierung in Deutschland, Digitalpolitik, EZB.) [mehr]
5. Juni 2019
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Die Kapazitätsauslastung im deutschen Stromsektor ist in den letzten Jahren stetig gesunken und lag 2017 nur noch bei 34%. Hierfür ist vor allem der Ausbau der erneuerbaren Energien maßgeblich. Gerade Windkraft und Fotovoltaik haben wegen ihrer Wetterabhängigkeit systembedingt eine sehr geringe Auslastung. Gleichzeitig verdrängen sie durch ihre extrem niedrigen Grenzkosten und den Einspeisevorrang (temporär) die Stromproduktion durch andere Energieträger, weshalb auch dort die Auslastung gesunken ist. Die Politik präferiert für die kommenden Jahre Gas als Übergangsenergie für die Kompensation von Kernenergie- und Kohleausstieg. Für die Betreiber bzw. aus Investorensicht existieren gleichwohl Risiken. [mehr]
17. Mai 2019
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Diese Ausgabe des Ausblicks Deutschland besteht aus einer Reihe eher kurzer Beiträge. Wir fühlen den Pulsschlag der deutschen Konjunktur nach dem überraschend starken ersten Quartal. Dieser ist weiterhin flach, das BIP dürfte im zweiten Quartal stagnieren und auch im zweiten Halbjahr dürfte das Wachstum eher kraftlos bleiben. Dieser Befund wird durch weitere detaillierte Analysen der Automobilindustrie und des Maschinenbaus bestätigt. Wir beschreiben das Trilemma der deutschen Fiskalpolitik bestehend aus Forderungen nach Steuersenkungen sowie nach höheren Sozialausgaben bei gleichzeitiger Einhaltung der „Schwarzen Null“ und werfen einen Blick auf die Probleme, mit denen Finanzminister in der Digitalwirtschaft konfrontiert werden. Außerdem stellen wir unseren neuen „Financial Conditions Index“ für Deutschland vor und schauen auf die Zinspolitik der EZB. [mehr]
2. April 2019
Region:
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Der 3D-Druck von Maschinen- und sonstigen Industriebauteilen, auch additive Fertigung genannt, hat das Potenzial, den digitalen Wandel weiter zu beschleunigen. Das größte 3D-Wachstumstempo dürften die Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt sowie der Einzelhandel erzielen. 3D beschränkt sich vorerst oftmals auf Anwendungen in der Nische, aber mittels 3D könnten zum Beispiel Autoproduzenten in einigen Jahren kundenindividuelle Fahrzeuge direkt am Auslieferungsort fertigen. Risiken wie Produkthaftung oder Schutz geistigen Eigentums verdienen infolge der steigenden 3D-Marktpenetration mehr Beachtung. Per Saldo ist aber ein dynamischer 3D-Fortschritt zu erwarten. [mehr]
3. Juli 2018
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Der Sommerbeginn war geprägt von zahlreichen politischen Irritationen, die auch nicht ohne Einfluss auf Konjunktur und Märkte bleiben. Der anhaltende Handelskonflikt zwischen den USA und der EU droht sich über die Zölle auf Stahl und Aluminium hinaus auf die EU-Autoexporte in die USA auszuweiten. Davon wäre insbesondere die exportorientierte deutsche Autoindustrie betroffen. Im Asylstreit haben sich die Koalitionsparteien CDU und CSU auf einen Kompromiss geeinigt, der im Einklang mit den Beschlüssen des EU-Gipfels aus der letzten Woche steht. Damit sollte nun die Rückkehr zu einer konstruktiven Regierungsarbeit möglich sein. Mit Blick auf die Unsicherheiten im wirtschaftspolitischen und konjunkturellen Umfeld sehen wir unsere jüngste Anpassung der deutschen BIP-Wachstumsprognose für 2018 auf 2,0% (zuvor 2,3%) als wohlbegründet an. [mehr]
29. Mai 2018
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Die digitale Transformation von Gesellschaft und Arbeitswelt erfordert dringend eine Aufwertung der Bildungspolitik. Sie beugt einer digitalen Spaltung der Gesellschaft vor, indem sie den Nutzen des digitalen Fortschritts für alle spürbar macht, also für jeden Einzelnen, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Dafür sind rasch höhere Bildungsinvestitionen auf allen Ebenen nötig. Mittelfristig dürfte sich wohl kaum ein Investment für alle Teilnehmer so gut verzinsen wie Bildungsengagements. [mehr]
24. Mai 2018
Region:
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Der soeben gestartete Bau des dritten und vierten Pipelinestrangs für russische Gaslieferungen durch die Ostsee nach Greifswald/Deutschland, unter dem Terminus „Nord Stream 2“ bekannt, verdoppelt die bisherige Transitkapazität von Nord Stream 1. Noch immer ist das Projekt äußerst umstritten, gilt als möglicher Spaltpilz in Europa, findet Ablehnung seitens der USA und stellt eine ernste Herausforderung für das Zieldreieck der Energie-, Umwelt- und Sicherheitspolitik dar. Der sich – auch aufgrund deutscher Initiative – abzeichnende Weitertransport russischer Gasmengen nach Auslaufen der Altverträge 2019 durch die Ukraine ist ein Fortschritt, der die Akzeptanz von Nord Stream 2 fördern könnte. Angesichts der zuletzt neuformierten globalen Gashandelswelt läge das im Interesse (fast) aller Beteiligten. [mehr]
5. März 2018
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Von Anfang an standen die Verhandlungen unter einem ungünstigen Stern. Dazu hat zunächst die Verweigerung einer Neuauflage der Groko seitens der SPD-Führung beigetragen. Dann führten die teilweise diametral entgegengesetzten Interessenlagen der Beteiligten, vermeintlich üppige finanzielle Spielräume und das Desinteresse der Bevölkerung an grundlegenden Reformen zu einem in vielen Teilen widersprüchlichen Maßnahmenkatalog, der insgesamt den Einfluss des Staates in Wirtschaft und Gesellschaft zu Lasten individueller Freiräume weiter erhöht. Doch derzeit überwiegt die Erleichterung darüber, dass Deutschland wieder eine „ordentliche“ Regierung hat. Allerdings könnten sich wohl nicht nur die Koalitionäre bald fragen, ob der Preis nicht doch zu hoch war. [mehr]
23. Februar 2018
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Der aktuelle Tarifabschluss der Metall- und Elektroindustrie stellt vor allem den Kern des Maschinenbaus, die vielen Mittelstandsunternehmen, vor große Herausforderungen und birgt Risiken. Da die seit Jahren günstige Entwicklung des sehr zyklischen Maschinenbaus keineswegs ad infinitum fortgeschrieben werden kann, sollten im Zuge künftiger Tarifverhandlungen die Spezifika der Mittelständler stärker als zuletzt gewichtet werden. [mehr]
2.6.7