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10 Jahre nach der Globalen Finanzkrise

18. September 2018
Am 15. September 2008, also vor genau 10 Jahren, hat die Investmentbank Lehman Brother Insolvenz beantragt und damit Schockwellen an den Finanzmärkten ausgelöst, die schließlich in der Globalen Finanzkrise mündeten. Es folgte ein Jahrzehnt, das außergewöhnlich war – für die Geldpolitik und damit auch für die Finanzmärkte. Haben wir aus der Globalen Finanzkrise gelernt? Bisher zumindest mag man das durchaus bezweifeln. So kamen wir in unserer 2017 veröffentlichten Langzeitstudie „The Next Financial Crisis” zu dem Ergebnis, dass das globale Finanzsystem seit dem Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems nicht nur weiterhin anfällig für Krisen ist, sondern dass deren Häufigkeit seither sogar zugenommen hat. Nie zuvor kam es so oft zu Verwerfungen wie in den vergangenen Dekaden. Ohne Zweifel war die Globale Finanzkrise ein Extremereignis, das sich in dieser Form kaum so bald wiederholen dürfte. Um diese in den Griff zu bekommen, haben wir uns aber – trotz hoher Schuldenberge zu Beginn der Finanzkrise – massiv weiter verschuldet, und unsere Zentralbanken haben uns ein ganzes Jahrzehnt lang unkonventionelle Maßnahmen auferlegt, aus denen bisher nur wenige den Ausstieg geschafft haben. [mehr]

Weitere Dokumente zum Thema "International"

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8. Mai 2017
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Im Jahr 2016 war das Wachstum des Welthandels mit +1,3% schwach und in manchen Monaten sogar rückläufig. Im Winterhalbjahr aber nahm der Welthandel mit einem Plus von rund 3% gegenüber den Vorjahresmonaten wieder Fahrt auf. Unser Modell prognostiziert allerdings nur ein moderates Wachstum von etwas mehr als 2% im Jahr 2017 und rund 3% im Jahr 2018. Aufgrund der aktuellen Wachstumsdynamik und struktureller Unsicherheiten beschreibt dies wohl eher den unteren Rand des Prognosekorridors. Die insgesamt vorsichtige Prognose steht allerdings auch mit den zunehmenden globalen Handelsrestriktionen im Einklang, denn trotz gegenteiliger Beteuerungen auf G20-Gipfeln steigt die Zahl der Handelshemmnisse an. (Weitere Beiträge in dieser Ausgabe: Deutsches Beschäftigungswunder; EZB-Geldpolitik) [mehr]
25. April 2017
98
Politics remain a key focus for markets, but the latest developments in Europe are positive. In France, the first round of the presidential election ruled out the least market-friendly ‎outcome, and although eurosceptic Marine Le Pen is in the run-off as expected, polls suggest reformist Macron should win. The snap election called in Britain for June is a material positive game-changer for Brexit negotiations. [mehr]
12. Januar 2017
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Obwohl der Zahlungsverkehr zunehmend digital wird, wächst in Europa die Nachfrage nach Bargeld. Der Euro-Bargeldumlauf ist mittlerweile auf 1,1 Billionen Euro gestiegen – eine Verdreifachung im Vergleich zu 2003. Bargeld setzt der Macht der Zentralbanken Grenzen, es gewährleistet Datenschutz und kann somit dazu beitragen, Bürgerrechte zu sichern. Andererseits geht eine intensive Nutzung von Bargeld häufig mit einer stärkeren Schattenwirtschaft einher. Der Wechsel zu bargeldlosen Zahlungen scheint dagegen zu einem Anstieg des Kartenbetrugs zu führen. [mehr]
18. Oktober 2016
101
Wirtschaftsexperten, Politiker und Kommentatoren sprechen sich einhellig für ein großangelegtes Investitionsprogramm für die US-Infrastruktur aus, selbst die beiden Präsidentschaftskandidaten stimmen in diesem Punkt überein. Im Sinne einer ausgewogeneren Debatte widmet sich unser Leitartikel der Frage, was gegen eine solche Investitionsoffensive spricht. [mehr]
30. Juni 2016
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Eine lahmende Wirtschaft, die massive Flüchtlingskrise und ein wenig vertrauenerweckendes Bankensystem – allem Anschein nach steht Europa vor unlösbaren Problemen. Zwar existieren vernünftige Lösungen. Umsetzen lassen sich diese jedoch nur, wenn althergebrachte und liebgewonnene Ansichten und die ökonomischen Dogmen der vergangenen Jahrzehnte über Bord geworfen werden. Politische Entscheidungsträger müssen mutig und entschlossen neue Wege gehen, wenn sie Europas Zukunft sichern wollen. [mehr]
24. Mai 2016
104
The tremendous growth momentum in high-frequency trading seems to have reached its limits in recent years. The increasing cost of infrastructure and relentless competition within the industry are probably the first to blame. In addition, high-frequency trading firms are hardly participating in those dark pools where large block transactions are executed. Both trends are challenging their business model and trading strategies as high-frequency traders have seen their revenues and profits erode. Furthermore, forthcoming tighter prudential regulatory oversight may lead to an overhang of capacity in the high-frequency trading industry. [mehr]
21. April 2016
105
Einige Faktoren wie der Rückgang der Rohstoffpreise, die hohe Fremdwährungsverschuldung der Unternehmen, der USD-Anstieg und die Erwartung eines Zinsanstiegs in den USA belasten die wirtschaftlichen und finanziellen Perspektiven in den Emerging Markets (EM). Der relative Mangel an Reformen sowie die Abschwächung einiger struktureller wachstumsfördernder Faktoren haben Bedenken bezüglich der mittelfristigen Aussichten in vielen, aber nicht allen Schwellenländern ausgelöst. [mehr]
3. Februar 2016
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Mitte Januar hat die neu gegründete multilaterale Finanzinstitution, die Asian Infrastructure Investment Bank (AIIB), offiziell ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen. Die ersten Kredite sollen laut Aussage des chinesischen Finanzministers Lou Jiwei Mitte des Jahres ausgegeben werden. Die Ausweitung der Finanzierung von Infrastrukturprojekten betrifft ein Kernthema in Asien, denn der Infrastrukturbedarf ist monumental. Auch weil die schwache Weltkonjunktur und der Nachfragerückgang aus China die Wachstumsaussichten dämpfen, setzen viele asiatische Regierungen auf den Infrastrukturausbau. Die Strategie könnte aufgehen – aber nicht jede Finanzierungsmöglichkeit scheint für jedes Land oder Projekt geeignet. Es gibt einige potenzielle Risiken zu beachten. [mehr]
26. Januar 2016
108
Der Marktanteil von so genannten Light Trucks (u.a. Pickups und schwere SUVs) am gesamten Fahrzeugabsatz ist in den USA zuletzt spürbar gestiegen und erreichte Ende 2015 mit mehr als 60% einen neuen Rekordwert. Dies ging zu Lasten von klassischen Pkw. Der massive Rückgang der Öl- und damit Benzinpreise begünstigt ganz offensichtlich diese Präferenzverschiebung, denn die Kraftstoffkosten werden für den Autofahrer weniger relevant. Für die deutschen Automobilhersteller ist diese Entwicklung nicht günstig. Denn ihr Marktanteil in den USA lag bei den Light Trucks lediglich bei 4,7%. Im Pkw-Segment kommen die deutschen Automobilhersteller dagegen auf einen Anteil von 12,3%. [mehr]
4.4.1