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Finanzvermögen der Privathaushalte in Deutschland: Stärker diversifiziert als ihr Ruf

19. Oktober 2018
Die privaten Haushalte in Deutschland halten einen größeren Teil ihrer Ersparnisse in Form von Bankeinlagen als ihre Pendants in Frankreich oder Großbritannien. Aber ihre Portfolios sind stärker diversifiziert als allgemein angenommen wird, wenn man alle risikoarmen Investitionen mit niedriger Rendite berücksichtigt. Die deutschen Haushalte investieren in erheblichem Umfang direkt und indirekt am Aktienmarkt, wobei der jüngste Anstieg vor allem auf das Niedrigzinsumfeld zurückzuführen sein dürfte. In Q2 legte die Kreditvergabe an Privathaushalte in Deutschland weiter dynamisch zu um 3,8% ggü. Vj., ausschließlich getragen vom Anstieg der Immobilienkredite. Die Wachstumsrate hat allerdings zuletzt trotz der wirtschaftlich guten Situation und dem Immobilienboom nur wenig zugenommen. Konsumentenkredite sanken zum ersten Mal seit fünf Jahren. Die Bankeinlagen der privaten Haushalte nahmen ungewöhnlich stark zu, was mit einer weiteren Verkürzung der Laufzeit einherging. [mehr]

Weitere Dokumente zum Thema "Deutschland"

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30. August 2017
97
Die deutsche Industriepolitik fiel in den vergangenen Jahrzehnten zurückhaltend aus, gerade im Vergleich zu einigen anderen europäischen Ländern. Dies hat sich bewährt. Auch künftig sollte sich die Bundesregierung mit aktiver Industriepolitik zurückhalten. Dennoch halten wir es in einzelnen Bereichen für notwendig, dass sich der Staat mehr engagiert bzw. seine bisherige Politik neu ausrichtet. Handlungsbedarf sehen wir z.B. bei den Netzinfrastrukturen. Bei der Energiewende sollte das politisch Wünschenswerte stärker an tatsächlich Machbare angeglichen werden. [mehr]
23. August 2017
98
In den letzten vier Jahren sind die Wohnungspreise bundesweit um rund 30% und die Mieten um 15% gestiegen. Die Wohnungspolitik hat den Neubau bisher eher gehemmt als gefördert. Kurz vor der nächsten Bundestagswahl analysieren wir deshalb, inwieweit die Wahlprogramme der sechs größten Parteien Impulse für den Neubau implizieren. Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, um den Wählern, insbesondere Familien mit Kindern, den Erwerb eines Eigenheims zu erleichtern. Zusätzliche politik-induzierte Nachfrageimpulse, die auf ein wenig elastisches Angebot treffen, können aber potenziell die Preise erhöhen. Die Wahlgeschenke kämen dann letztlich nicht den Familien zugute, sondern den Immobilienverkäufern. [mehr]
22. August 2017
99
Seit 2010 ist das Steueraufkommen in Deutschland um ein Drittel auf EUR 706 Mrd. gestiegen. Wenn Deutschland im internationalen Vergleich mit einer Aufkommensquote von 22,9% des BIP gleichwohl als Niedrigsteuerland erscheint, trügt das Bild, weil der deutsche Sozialstaat weitgehend über zusätzliche Abgaben finanziert wird. Bei der Gesamtbelastung liegt Deutschland über dem OECD-Durchschnitt und die Steuerstruktur ist ungünstig. Es erscheint sinnvoll, v.a. die steile Progression der Einkommensteuer bei geringeren und mittleren Einkommen abzuflachen. Mit Reformvorschlägen für die Einkommensteuer werben die Parteien um die Medianwähler und die eigene Klientel. Unter dem Strich ergeben sich unterschiedliche Entlastungseffekte. [mehr]
22. August 2017
100
In Germany, the number of successful technology start-ups with a novel product is lagging behind in an international context. Considering the key role of start-ups in innovative entrepreneurship and their contribution to the real economy, reasons and key points of action to increase start-up activity should be identified. Excessive red-tape is a major hindrance and mainstream political parties are aiming to reduce excessive bureaucracy in start-up creation. Improved access to bank lending and venture capital investments are necessary to broaden post-launch funding alternatives. Brexit could be boon especially for the start-up scene in Berlin if relocation formalities are lowered. Enhancing a “can-do” culture and taking entrepreneurship among immigrants into account in policymaking have paramount importance, too. The Nordic start-up ecosystem provides important takeaways to boost start-up creation. [mehr]
8. August 2017
101
Defence policy and defence expenditures have moved into the light of public attention ahead of September parliamentary elections, fuelled by US criticism of Europe’s NATO spending, the experience of the refugee crisis but also regained momentum for European integration. While NATO membership and EU defence integration is supported by the German public, a majority rejects an increase in the military budget. To reach NATO’s 2% of GDP target by 2024, defence expenditures would have to more than double within seven years. Mainstream parties agree that a more holistic security framework is required but they are divided on the details, in particular when it comes to the question on how much to spend for it. [mehr]
8. August 2017
102
Prognose für das deutsche BIP-Wachstum in Q2 auf 0,8% angehoben. Starker privater Konsum belebt den Einzelhandel. Deutscher Fiskalausblick: Idealzustand währt nicht ewig! EZB: Zwei Schritte vorwärts, einer zurück. [mehr]
3. August 2017
103
Die Ergebnisse des gestrigen Diesel-Gipfels dürften nur eine Zwischenlösung sein. Angesichts der aktuellen Stimmungslage dürfte der Diesel-Antrieb mittel- bis langfristig nur dann eine Chance haben, wenn es der Automobilindustrie glaubhaft gelingt, die Schadstoffemissionen auch im realen Fahrbetrieb und bei (nahezu) allen meteorologischen Bedingungen unter dem festgesetzten Grenzwert zu halten. Gelingt dies nicht, dürften sich immer mehr Kunden vom Diesel abwenden, weil sie übermäßig hohe Wertverluste oder strengere Regulierungen befürchten müssen. [mehr]
17. Juli 2017
104
Die sozialpolitische Debatte in Deutschland ist erscheint paradox. Trotz steigender Sozialausgaben konstatieren manche Kritiker eine soziale Schieflage. Aber der Sozialschutz wirkt weithin, während die Sozialsystem profitieren von der guten Konjunktur. Auch für die Zukunft scheint eine weitere Expansion des Sozialstaates angelegt, wenn man an die demografische Entwicklung denkt und zugleich die Vorschläge der Parteien im Wahlkampf betrachtet. Zukunftsvorsorge der Sozialsysteme spielt nur die zweite Geige, obwohl den Steuer- und Beitragszahlern schon jetzt vermeidbare Belastungen aufgebürdet werden [mehr]
12. Juli 2017
105
Wohneigentum bleibt erschwinglich. In Q3 2017 allerdings könnte aufgrund der hohen Preisdynamik die bundesweite Erschwinglichkeit erstmals wieder über 50 Indexpunkte steigen (zuletzt Ende 2014). Angesichts unserer Prognose von seitwärts laufender und im Jahr 2018 leicht höherer Hypothekenzinsen dürfte die Erschwinglichkeit also abnehmen. [mehr]
10. Juli 2017
106
Die deutschen Staatsfinanzen stehen derzeit im internationalen Vergleich sehr gut da, dank starker Konjunktur und Nullzinsen. Die günstige Entwicklung der deutschen Staatsfinanzen dürfte kurz- bis mittelfristig aufgrund dynamisch wachsender Staatseinnahmen – und trotz hohem Ausgabenwachstum – andauern. Die Staatsfinanzen profitieren derzeit sehr stark von einer brummenden Wirtschaft, Niedrigzinsen und einer „demografischen Atempause“. Steigende Zinsen und eine alternde Gesellschaft dürften die öffentlichen Finanzen ab Mitte der nächsten Dekade erheblich unter Druck setzen. Doch die langfristigen Risiken für die Staatsfinanzen scheinen im aktuellen Bundestagswahlkampf keine größere Rolle zu spielen. [mehr]
7. Juli 2017
107
2017 BIP-Prognose +1,6%, Überhitzungsrisiken steigen in 2018. Die deutsche Wirtschaft dürfte auch im zweiten Quartal ihr kräftiges Wachstumstempo beibehalten haben. Insbesondere der Konsum entwickelt sich dank zuletzt wieder sinkender Ölpreise und weiter kräftig steigender Beschäftigung günstiger als erwartet. Wir haben unsere BIP-Prognose für das Gesamtjahr auf 1,6% (1,3%) angehoben, was einer kalenderbereinigten Rate von 2% entspricht. Kräftige Hauspreisanstiege in 2017 und 2018. Stärkere Vermögenseffekte? EZB: Allmählicher taubenhafter Ausstieg [mehr]
6. Juli 2017
108
Kürzlich hat der deutsche Maschinenbau seine Wachstumsprognose für 2017 von real 1% auf 3% verdreifacht. Ein wichtiger Wachstumsmotor ist der Maschinenbaufachzweig Robotik und Automation, der seine Fertigung mit voraussichtlich 7% mehr als doppelt so stark ausweiten dürfte wie die Obergruppe. Für diesen großen Erfolg ist das Megathema Industrie 4.0 ein entscheidender Treiber. Da das Thema in Deutschland und der Welt immer wichtiger wird, bleiben auch die mittelfristigen Perspektiven des Fachzweigs überdurchschnittlich günstig. [mehr]
2.6.7