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Deutschland-Monitor Baufinanzierung Q4/2017

9. Oktober 2017
Wohneigentum bleibt erschwinglich. Aktuell könnte jedoch aufgrund der hohen Preisdynamik (9,0% gg. Vj.) die bundesweite Erschwinglichkeit erstmals wieder auf über 50 Indexpunkte steigen (zuletzt Ende 2014, 2005=100). Angesichts unserer Zinsprognosen und des voraussichtlich anhaltend hohen Preisdrucks dürfte die Erschwinglichkeit auch im Jahr 2018 abnehmen. [mehr]

Weitere Dokumente zum Thema "Deutschland"

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8. Februar 2018
73
The four-month deadlock following the inconclusive German federal elections was brought closer to its end with the coalition agreement between the CDU/CSU and the SPD. The last hurdle to Merkel's re-election is now the SPD membership ballot which is expected to give its approval, though at a thin margin. The agreement foresees significant investment in infrastructure and education but caters too much to permanent spending on social and pension policy given the largely cyclical nature of the budgetary leeway. Europe is supposed to take centre stage in the would-be coalition's policy – a signal which matters for Martin Schulz but less so for the member ballot and the German voter. The coalition commits itself to the transformation of the ESM and more spending on Europe but the red lines will only emerge when the details will be tabled. Surprisingly, the SPD will hold most of the major portfolios in the cabinet. With the foreign and the finance ministry the SPD got hold on the key portfolios for shaping the European policy course, although the key decisions will still be left to the chancellor. [mehr]
5. Februar 2018
74
Die Konjunktur hat im Winterhalbjahr kaum an Schwung verloren. Der enge Arbeitsmarkt und prall gefüllte Auftragsbücher der Unternehmen bescheren den Gewerkschaften eine hervorragende Verhandlungsposition, wenngleich die diesjährigen Abschlüsse wohl letztlich nicht ganz so hoch ausfallen dürften, wie sich mancher Arbeitnehmer und die EZB erhoffen. Gleichzeitig werden bei den Verhandlungen über eine Neuauflage der Groko die fiskalischen Überschüsse komplett ausgegeben. Gerade so, als gäbe es keine demografischen Herausforderungen und gerade so, als seien „Nullzinsen“ und eine boomende Wirtschaftsentwicklung ein Normalzustand. Wie intonieren die Narren, wenn das Ende der Karnevalszeit naht? „Am Aschermittwoch ist alles vorbei.“ [mehr]
15. Januar 2018
75
Deutschlands Metropolen boomen. Im aktuellen Immobilienzyklus, der im Jahr 2009 begann, sind die Haus- und Wohnungspreise in vielen Städten kräftig gestiegen. Die Wohnungspreise haben sich in einigen Städten sogar verdoppelt. Die Nachfrage wird vielerorts von einem hohen Einwohner- und Beschäftigungswachstum und fallenden Arbeitslosenraten getrieben. Die Angebotselastizität ist durchweg niedrig. Die Überbewertungen und das Risiko einer ausgewachsenen Preisblase im deutschen Häusermarkt steigen. Doch bis der Preisgipfel erreicht wird, dürften - zumindest in den meisten deutschen Metropolen - noch einige Jahre vergehen. [mehr]
21. Dezember 2017
77
Im aktuellen Hauspreiszyklus haben wir kräftige Preis- und Mietsteigerungen beobachtet. Von allen Warengruppen haben die Mieten den größten Einfluss auf die Inflation. Während die aktuellen Zeitungsberichte und die Marktmiete die Mietdynamik widerspiegeln, findet sie in der amtlichen Statistik anscheinend nicht statt. Dies gilt insbesondere für Berlin. Folglich dürfte dort, und weniger ausgeprägt auch bundesweit, die offiziell gemessene Preisentwicklung die tatsächliche Inflation insgesamt unterschätzen. [mehr]
20. Dezember 2017
78
Das Kreditvolumen mit Unternehmen und Selbstständigen nahm im dritten Quartal deutlich um 0,8% zu und lag damit 3,3% höher als vor einem Jahr – der beste Wert seit der Finanzkrise. Das Wachstum wurde einmal mehr vom Dienstleistungssektor getragen. Kreditgenossenschaften und Sparkassen gewannen erneut Marktanteile, für Letztere war es sogar das stärkste Vierteljahr seit fast 20 Jahren. Bei den Einlagen nahm die Dynamik dagegen ab. Die Finanzierungsalternativen schnitten durchwachsen ab. Die deutsche Volkswirtschaft ist auch in Q3 kräftig expandiert (BIP +0,8% ggü. Vq.). Der Außenbeitrag trug dazu ebenso bei wie der Lageraufbau und die Unternehmensinvestitionen, wohingegen privater Konsum und Bauinvestitionen nach zuletzt starken Zuwächsen eine Verschnaufpause einlegten. Für den privaten Konsum endete damit nach 12 Quartalsanstiegen in Folge die längste Wachstumsphase seit der Deutschen Einheit. Die BIP-Prognose für 2018 wurde nochmals auf 2,3% angehoben. [mehr]
14. Dezember 2017
79
Die deutsche Wirtschaft ist in 2017 um rund 2,3% gewachsen und lieferte damit die positive Überraschung unter den Industrieländern. In 2018 dürfte das BIP nochmals um 2,3% steigen. Dies wäre das fünfte Jahr in Folge, in dem Deutschland über Potenzial wächst. Die anstehende Lohnrunde, insbesondere aber die hohe Nachfrage bei global abschmelzenden freien Kapazitäten, könnten zu einer stärkeren zugrundeliegenden Preisdynamik führen, als von uns derzeit prognostiziert. Wir haben schon im Vorfeld der Bundestagswahl unsere Sorge geäußert, dass eine neue Regierung aufgrund der aktuellen (vorübergehenden!) Idealkonstellationen am Arbeitsmarkt und im Staatsaushalt den immer drängenderen Herausforderungen durch Digitalisierung, Demografie und Globalisierung – ähnlich wie ihre Vorgängerin – nicht genügend Aufmerksamkeit schenken wird. Die unerwarteten Schwierigkeiten bei der Regierungsbildung haben diese Sorgen nochmals erhöht. [mehr]
12. Dezember 2017
80
Wir haben unsere BIP-Wachstumsprognosen für 2017 bzw. 2018 um etwa einen halben Prozentpunkt auf 2,3% angehoben, da die Investitionstätigkeit durch die günstigen Aussichten für die Exportwirtschaft angekurbelt wird. Letztere sind ihrerseits auf den globalen Investitionszyklus zurückzuführen. Dass sich die Regierungsbildung als schwierig erweist, ist zwar mit Blick auf die längerfristigen Herausforderungen für Deutschland nicht gerade ermutigend, dürfte aber kurzfristig nur begrenzte Auswirkungen haben. [mehr]
11. Dezember 2017
81
Wahlen, Referenden und die daraus folgende Politik waren zuletzt für einige Überraschungen gut. Zwar eint Wähler das Gefühl, dass die Dinge insgesamt in die falsche Richtung laufen, allerdings wird „falsch“ dabei sehr individuell interpretiert. Die Ergebnisse jüngster Wahlen dürften wohl wenig dazu beigetragen haben, diese generelle Unzufriedenheit zu reduzieren. Ein Grund für die weitverbreitete Frustration dürfte in der zunehmenden Komplexität der debattierten Themen liegen. Einfache Antworten der Populisten bieten hier keine Lösungen. Allerdings lechzen Menschen nach einfachen Antworten, waren sie doch in der Evolution auch deshalb so erfolgreich, weil es ihnen gelang, Komplexität durch Erfahrungen zu reduzieren. [mehr]
20. November 2017
82
Deutschland hat seine Emissionen von Treibhausgasen (THG) zwischen 1990 und 2016 um 27,6% reduziert. Lässt man die Effekte der ersten Jahre nach der Wiedervereinigung außer Acht, ergibt sich zwischen 1995 und 2016 immerhin eine Reduktion um gut 19%. Das ist beachtlich, gerade im internationalen Vergleich. Denn auf globaler Ebene sind im gleichen Zeitraum die energiebedingten CO₂-Emissionen um mehr als 50% gestiegen. [mehr]
20. November 2017
83
Der Dax hat am 3. November ein neues Allzeithoch erreicht und sich seit 2010 mehr als verdoppelt. Allerdings ist der gängige Performanceindex international nicht vergleichbar. Zudem ist der Dax mit seiner Dominanz von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes nicht repräsentativ für die deutsche Volkswirtschaft, für die der Dienstleistungssektor eine wesentlich größere Bedeutung hat. Trotz der jüngsten Zuwächse bleibt der Aktienmarkt hierzulande unterentwickelt und Deutschland mit einer Marktkapitalisierung von 57% des BIP Schlusslicht unter den großen Ländern Europas. Gründe dafür sind nicht zuletzt ein kapitalmarktfernes Rentensystem, risikoscheue Privatanleger und ein hoher Anteil von Unternehmen in Familienbesitz. [mehr]
3. November 2017
84
Angestrebte Jamaika-Koalition: Nach der Sondierung ist vor den Verhandlungen. Es zeichnet sich ab, dass die Kanzlerwahl erst im Januar erfolgen könnte. Nachdem in der ersten Runde der Sondierungsgespräche bei vielen Themen entscheidende Details offen geblieben sind, stehen in den nächsten Wochen weitere herausfordernde Runden an. Erst danach sollen die eigentlichen Koalitionsverhandlungen erfolgen. Der gesamtwirtschaftliche Impuls einer schwarz-gelb-grünen Fiskalpolitik dürfte anfänglich, d.h. im Jahr 2018, eher begrenzt sein. Gleichwohl sind Schritte in die richtige Richtung einer Stärkung des Standortes Deutschland zu erwarten. (Weitere Themen in dieser Ausgabe: November-Steuerschätzung, deutscher Leistungsbilanzüberschuss, Industrie in der EU, EZB-Politik) [mehr]
2.6.7