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Klimapaket: Kein Kurswechsel in der Fiskalpolitik

30. September 2019
Ein (grüner) Kursschwenk in der deutschen Fiskalpolitik? Das Klimaschutzprogramm ändert nichts an der grundsätzlichen Ausrichtung der deutschen Fiskalpolitik, da die zusätzlichen Ausgaben für den Klimaschutz größtenteils durch zusätzliche Einnahmen gegenfinanziert werden sollen. Die von dem Paket ausgehenden ökologischen Lenkungswirkungen dürften aufgrund des anfänglich recht niedrigen CO2-Preises begrenzt sein. Die mit dem Klimapaket verknüpften Erwartungen einer massiven Lockerung in der deutschen Fiskalpolitik haben sich letztlich als unrealistisch und übertrieben herausgestellt. Wir halten an unserer Einschätzung fest, dass die Regierung nur im Falle einer schweren Rezession ein antizyklisches Konjunkturpaket schnüren dürfte. Dennoch wird der deutsche Haushaltsüberschuss 2019/20 deutlich abschmelzen. (Außerdem in dieser Ausgabe: Deutscher Arbeitsmarkt, Industriekonjunktur, Automobilindustrie, EZB) [mehr]

Weitere Dokumente zum Thema "Deutschland"

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13. März 2020
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Im Kreditgeschäft mit Unternehmen und Selbstständigen ist 2020 eine erhebliche Verlangsamung zu erwarten. Das vierte Quartal war dagegen noch robust (Kreditvolumen EUR +6,8 Mrd., +4,9% ggü. Vj.). Das zuletzt geringe Einlagenwachstum (+1,1%) sollte sich in der Rezession deutlich beleben. Die Kreditnachfrage dürfte spürbar nachlassen, die Banken die Kreditstandards verschärfen und Margen ausweiten. Offen ist, ob die Zinsen daher wie üblich sinken oder sogar steigen werden. Die deutsche Wirtschaft wird 2020 aufgrund der Coronavirus-Pandemie voraussichtlich um 0,2% schrumpfen. In Q4 2019 verharrte das BIP auf Vorquartalsniveau. Bemerkenswert war der Konsumstreik der privaten Haushalte. Der Löwenanteil der positiven Impulse kam vom Lageraufbau, wenngleich auch Staatskonsum und Bauinvestitionen marginal zum Wachstum beitrugen. Das konnte den negativen Außenbeitrag aber lediglich ausgleichen. [mehr]
9. März 2020
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Preise und Mieten dürften in Frankfurt am Main weiter zulegen. Allerdings sehen wir erste Anzeichen für eine verhaltenere Preis- und Mietdynamik. Die Wohnungsnachfrage erhöht sich sowohl durch natürliches Bevölkerungswachstum als auch durch nationale und internationale Zuwanderung. Das Jahr 2020 wird aufgrund der weiterhin unklaren Situation rund um die künftigen Handelsbeziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU spannend. [mehr]
6. März 2020
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Privatkunden in Deutschland haben bisher relativ wenig Interesse an passiven Anlagealternativen gezeigt, verglichen mit traditionellen Investmentfonds. Robo-Advisors, die vor allem in ETFs investieren, gewinnen jedoch immer mehr Kunden und steigern ihr verwaltetes Vermögen. 2025 könnten sie etwa EUR 25-35 Mrd. verwalten, gegenüber EUR 4 Mrd. heute. Dieser Trend dürfte zu höheren ETF-Investitionen von Privatkunden in Deutschland führen. Robo-Kunden schätzen Effizienz und Autonomie in finanziellen Angelegenheiten. Trotz ihrer Vorliebe für digitale Angebote und ihrer Online-Affinität besuchen sie aber immer noch Filialen. [mehr]
6. März 2020
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Die deutschen Autohersteller fertigten 2019 deutlich mehr Pkw in China als in ihren heimischen Fabriken. Chi-na bleibt der mit Abstand größte ausländische Produktionsstandort der deutschen Autoindustrie. Während die Auslandsproduktion der deutschen Hersteller künftig weiter wachsen dürfte, gibt die jüngste Entwicklung der Autoproduktion in Deutschland Anlass zur Sorge. [mehr]
24. Februar 2020
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German retail clients have shown relatively little interest in passive investment alternatives, compared to traditional mutual funds. Robo-advisors, which primarily invest in ETFs, have seen the number of their clients and AuM grow. German robo-advisors could manage about EUR 25-35 bn in 2025, up from EUR 4 bn today. Their pioneer clients are largely male, middle-aged and high-income. They value full control and autonomy in their financial decisions and deal with financial matters mostly online. Still, they visit bank branches quite frequently. [mehr]
20. Februar 2020
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Die wichtigste Botschaft lautet: Wenn der Mietendeckel verfassungskonform ist, verändert sich die Lage für Investoren erheblich. Die Neuausrichtung der Wohnungspolitik der Stadt Berlin mit dem Mietendeckel ist ein radikaler Versuch, marktwirtschaftliche Mechanismen auszuhebeln. Doch der wirtschaftliche Superzyklus in Berlin wird sich unserer Ansicht nach unvermindert fortsetzen und für langfristig orientierte Investoren ist Berlin weiterhin ein attraktiver Markt. Die negativen Nebenwirkungen des Mietendeckels auf dem Wohnungsmarkt dürften langfristig klar hervortreten. [mehr]
12. Februar 2020
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Deutsche Konjunktur – immer anfälliger. Aufgrund der sehr schwachen Dezember-Daten erscheint ein leichter BIP-Rückgang in Q4 2019 wahrscheinlich. Zudem stellt das Coronavirus ein Risiko für die globale Erholung dar, da die Hoffnungen auf einer Belebung der chinesischen Wirtschaft ruhen. Dieser Faktor dürfte auch das deutsche BIP-Wachstum in Q1 0,2%-Punkte kosten. Eine technische Rezession im Winterhalbjahr erscheint durchaus möglich. (Außerdem in dieser Ausgabe: Deutsche Staatsfinanzen, Arbeitsmarkt, Autokonjunktur, Berliner Wohnungsmarkt, regionale Unterschiede im Bankgeschäft, (politischer) Sturm über Deutschland) [mehr]
10. Februar 2020
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After very weak December data a small drop in Q4 GDP seems likely. Looking forward, the coronavirus provides a substantial risk for the expected global recovery, as hopes were pinned on an improvement of the Chinese economy. We assume that the corona outbreak will shave off 0.2pp of Germany's Q1 GDP, making a technical recession quite probable during the winter half. [mehr]
7. Februar 2020
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Wie im Vorjahr dürfte die Kreditvergabe auch im Jahr 2020 erneut die Preise ankurbeln. Dämpfend wirkt dagegen das regulatorische Umfeld, insbesondere aufgrund des Berliner Mietendeckels. Beide Entwicklungen haben kaum Einfluss auf die Knappheit an Wohnraum. Eine schnelle Ausweitung des Wohnangebots dürfte auch im Jahr 2020 aufgrund zahlreicher Hindernisse ausbleiben. [mehr]
17. Januar 2020
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Die Kreditvergabe an Unternehmen und Selbstständige hat im dritten Quartal den ersten größeren Rückschlag seit Langem erlebt. Das Kreditvolumen stieg nur um EUR 7,3 Mrd. (+4,8% ggü. Vj.). Insbesondere in der Industrie und bei den kurzfristigen Krediten gab es einen Rückgang. Das Einlagenwachstum erhöhte sich dagegen auf 2,5%, während die Zinsen in den meisten Bereichen auf Allzeittiefs absanken. Sehr gut entwickelten sich Anleiheemissionen und das Leasing. Die deutsche Wirtschaft hat in Q3 eine technische Rezession knapp vermieden (BIP +0,1% ggü. Vq.). Während es beim privaten Konsum und dem Außenhandel eine Gegenbewegung zum schwachen Vorquartal gab und die Staatsausgaben weiter deutlich zulegten, gingen die Investitionen zurück. Ein kräftiger Lagerabbau reflektierte zudem die Rezession in der Industrie. 2020 dürfte die Wirtschaftsleistung dank einer höheren Zahl an Arbeitstagen um 1% expandieren. [mehr]
6.4.1