Deutsche Bank Research
Makroökonomie
Hier finden Sie Analysen zur deutschen und globalen Wirtschaft und dem nationalen und internationalen Finanzmarktgeschehen. Neben Konjunktur- und Finanzmarktprognosen stellen wir auch Analysen zu strukturellen und langfristigen Fragen vor.
Aktueller Kommentar
Deutschland: Über dem Trend, aber kein Preisdruck
Deutschland dürfte aufgrund der guten Inlandskonjunktur das höchste Wachstum der EWU-Länder aufweisen. Trotz des aus makroökonomischer Sicht zu niedrigen Zinsniveaus und des festen Arbeitsmarktes gibt es keine Zeichen für Ungleichgewichte – vielleicht mit Ausnahme der Wohnimmobilienmärkte in einigen Ballungszentren. [weiter]
Ausblick Deutschland
Ausblick Deutschland: Solides Wachstum, wenig Inflation (trotz EZB)
Die deutsche Industrieproduktion dürfte im Gesamtjahr um real etwa 4% wachsen. Zwar haben sich am aktuellen Rand die Geschäftserwartungen eingetrübt, sie befinden sich aber nach wie vor im positiven Bereich. Trotz der guten Arbeitsmarktlage in Deutschland hat sich die Inflation spürbar verlangsamt. Die Erholung der Weltwirtschaft, der abwertende Euro sowie die Einführung des flächendeckenden Mindestlohns in Deutschland führen in unserer Prognose dazu, dass der Tiefpunkt der Inflation erreicht ist. Nach 1,1% im laufenden Jahr könnte sie 2015 auf 1,6% steigen. Die EZB hat am 5. Juni ein umfangreiches Maßnahmenpaket aufgelegt. Dabei handelte sie aus Sorge über die niedrige Inflation sowie ein Absinken der langfristigen Inflationserwartungen, was sich negativ auf die Kreditvergabe und die Schuldentragfähigkeit auswirken würde. Wir erwarten dass die EZB im ersten Halbjahr 2015 mit einem auf private Kreditforderungen abzielenden quantitativen Lockerungsprogramm nachlegen wird. Vorsichtige Zinserhöhungen sehen wir erst gegen Ende 2016. [weiter]
Globaler Ausblick
Die Ruhe vor dem Sturm
Unser globaler Wachstumsausblick ist kaum verändert, trotz beträchtlicher Revisionen bei einigen Ländern. Unser Basisszenario – ein anhaltender weltweiter Aufschwung – bleibt weitgehend unverändert. Wir rechnen weiterhin mit einer Belebung der Weltkonjunktur im Jahr 2014 und einer Annäherung an das Potenzialwachstum im Jahr 2015. Innerhalb dieses Gesamtbilds sollte das Wachstum in den Industrieländern in diesem Jahr nahe der Potenzialrate und im kommenden Jahr deutlich darüber liegen. Die Expansion in den Schwellenländern dürfte sich ebenfalls beleben, aber über diesen Zeithorizont hinweg deutlich unter den Potenzialraten verharren. Unsere Wachstumserwartungen für den Euroraum sind mit 1,1% für 2014 bzw. 1,5% für 2015 im zweiten Quartal in Folge weitgehend unverändert. [weiter]
Neueste Publikationen und Beiträge
04.06.2014
BIP-Wachstum, Mindestlohn, Handelsbilanz, Europawahlen
02.05.2014
Privater Konsum, Löhne, Bundeshaushalt
Standpunkt
Macht Hollande den Schröder – und wird es funktionieren?
Es war ein neuer Hollande, der sich Mitte Januar an die Presse wandte und ankündigte, ein neues Frankreich zu schaffen. Allerdings waren die meisten seiner Ankündigungen nicht mehr als eine Bestätigung des Kurswechsels, den er bereits im letzten Jahr eingeleitet hatte. François Hollande versprach, Wirtschaftsreformen entschlossener auf die politische Tagesordnung zu rücken. Die Reformen werden aber nur langsam vorangehen, und die Anpassung wird das Wirtschaftswachstum spürbar bremsen. Dies wird die politische Energie des Landes für eine Reform der Europäischen Union auf Jahre hinaus erschöpfen. Die strukturellen Hürden für Reformen sind in Frankreich höher als vor gut 10 Jahren in Deutschland. Es dürfte länger dauern als seinerzeit in Deutschland, bis sich die Anpassungen spürbar im Potenzialwachstum niederschlagen, und die strukturelle Konvergenz der beiden Länder wird nur langsam voranschreiten. [weiter]
Welt-Prognosekarte
Prognosen im Überblick
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BIP (% gg. Vj.)
2013 2014P 2015P
USA 1,9 1,9 3,5
Japan 1,5 1,2 1,5
Euroland -0,4 1,1 1,5
Deutschland 0,4 1,8 2,0
Frankreich 0,4 0,7 1,3
Italien -1,9 0,3 1,3
Großbritannien 1,7 3,1 2,5
Australien 2,4 3,6 3,5
Russische Föderation 1,3 0,8 2,4
China 7,7 7,8 8,0
Indien 4,4 5,5 6,5
Kanada 2,0 2,5 3,0
Brasilien 2,5 0,9 1,2
 
Markt- und Konjunkturdaten
Deutschland im Blick
 
 
Der DBIX
Deutsche Bank Research kommentiert bei der Deutschen Welle. 
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