Deutsche Bank Research
Makroökonomie
Hier finden Sie Analysen zur deutschen und globalen Wirtschaft und dem nationalen und internationalen Finanzmarktgeschehen. Neben Konjunktur- und Finanzmarktprognosen stellen wir auch Analysen zu strukturellen und langfristigen Fragen vor.
Aktueller Kommentar
Deutsches BIP-Wachstum: Doch nur 1 ½%
Man sagt, Optimisten haben es im Leben leichter. Dies gilt allerdings schon seit einiger Zeit nicht mehr für Prognostiker des deutschen Wirtschaftswachstums. Der gute Start in das Jahr (Q1 +0,8 gg. Vq.) und die damals gute Stimmung bei Unternehmen und Verbrauchern hatte uns im Juni dazu verleitet, unsere Prognose für das Gesamtjahr von 1,5% auf 1,8% anzuheben, womit wir allerdings immer noch unseren Platz am unteren Ende des Consensus, der mittlerweile auf 2% geklettert war, behielten. Hätten wir doch still gehalten! [weiter]
Ausblick Deutschland
Ausblick Deutschland: Nur schwache Konjunkturerholung in H2
Der Wachstumsrückschlag im zweiten Quartal ist wohl kräftiger ausgefallen, als zunächst vermutet. Wir erwarten nunmehr lediglich eine Stagnation, schließen aber auch einen minimalen Rückgang nicht mehr aus. Insgesamt deuten die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht auf eine dynamische Konjunktur in H2 hin. Insbesondere die verschärften Sanktionen gegen Russland und das Risiko einer weiteren Eskalation des Konfliktes sollten trotz des geringen Anteils Russlands an den deutschen Exporten die Stimmung und Investitionstätigkeit dämpfen. Aufgrund der Unsicherheiten bzgl. der Q2-Daten haben wir zunächst noch von einer Abwärtsrevision unser BIP-Prognose von 1,8% für das Gesamtjahr abgesehen. [weiter]
Globaler Ausblick
Die Ruhe vor dem Sturm
Unser globaler Wachstumsausblick ist kaum verändert, trotz beträchtlicher Revisionen bei einigen Ländern. Unser Basisszenario – ein anhaltender weltweiter Aufschwung – bleibt weitgehend unverändert. Wir rechnen weiterhin mit einer Belebung der Weltkonjunktur im Jahr 2014 und einer Annäherung an das Potenzialwachstum im Jahr 2015. Innerhalb dieses Gesamtbilds sollte das Wachstum in den Industrieländern in diesem Jahr nahe der Potenzialrate und im kommenden Jahr deutlich darüber liegen. Die Expansion in den Schwellenländern dürfte sich ebenfalls beleben, aber über diesen Zeithorizont hinweg deutlich unter den Potenzialraten verharren. Unsere Wachstumserwartungen für den Euroraum sind mit 1,1% für 2014 bzw. 1,5% für 2015 im zweiten Quartal in Folge weitgehend unverändert. [weiter]
Neueste Publikationen und Beiträge
04.08.2014
Deutsche Konjunktur, DB Makro-Überraschungsindex Deutschland, Revision der Volkwirtschaftlichen Gesamtrechnungen, EZB-Ausblick
Standpunkt
Temporärer Zuwanderungsboom: Weckruf für die Politik?
Deutschland ist als Zuwanderungsland wieder die Nr. 1 in Europa und hinter den USA die Nr. 2 unter den OECD-Ländern. Diese Trendwende geht auf die Krise in den Peripherieländern der EWU und den Beginn der Freizügigkeit für die 10 osteuropäischen Länder zurück, die der EU 2004 und 2007 beigetreten waren. Die erhöhte Zuwanderung dürfte die negativen Beschäftigungseffekte der Einführung des Mindestlohns und der Rente mit 63 temporär konterkarieren. Allerdings dürfte mit der Erholung in den Peripherieländern die Zuwanderung von dort abebben und der Bedarf des alternden Deutschlands für Arbeitskräfte aus Drittländern steigen. Deutschland muss also dafür sorgen, stärker von Pull-Faktoren getriebene Zuwanderung anzuziehen. Dies wäre mit einer auf die Qualifikation ausgerichteten Immigrationspolitik und höherer Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt und der Unternehmensebene möglich. [weiter]
Welt-Prognosekarte
Prognosen im Überblick
...zu den Prognose-Tabellen
 
BIP (% gg. Vj.)
2013 2014P 2015P
USA 2,2 2,2 3,3
Japan 1,5 1,2 1,5
Euroland -0,4 0,8 1,3
Deutschland 0,4 1,5 1,8
Frankreich 0,4 0,5 1,2
Italien -1,9 -0,1 1,0
Großbritannien 1,7 3,1 2,5
Australien 2,4 3,6 3,5
Russische Föderation 1,3 0,8 2,4
China 7,7 7,8 8,0
Indien 4,4 5,5 6,5
Kanada 2,0 2,5 3,0
Brasilien 2,5 0,9 1,2
 
Markt- und Konjunkturdaten
Deutschland im Blick
 
 
Der DBIX
Deutsche Bank Research kommentiert bei der Deutschen Welle. 
Global Markets
Die folgenden Links sind nur für Kunden der Deutschen Bank verfügbar 
Copyright © 2014 Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main