Deutsche Bank Research
Makroökonomie
Hier finden Sie Analysen zur deutschen und globalen Wirtschaft und dem nationalen und internationalen Finanzmarktgeschehen. Neben Konjunktur- und Finanzmarktprognosen stellen wir auch Analysen zu strukturellen und langfristigen Fragen vor.
Aktueller Kommentar
Trotz fallender Ölpreise läuft die Weltwirtschaft nicht wie geschmiert
Die Weltwirtschaft hat, gemessen an globalen Aktivitätsindikatoren, in den letzten Monaten an Dynamik verloren. Allerdings dürfte der Absturz der Ölpreise auf zuletzt nur noch USD 60 pro Barrel oder um 45% gegenüber Vorjahr (Brent Blend) der Weltwirtschaft insgesamt – zumindest temporär – kräftigen Rückenwind verschaffen. Durch den massiven Anstieg der Erdölproduktion in den USA – mittlerweile der größte Produzent der Welt – und die fehlende Bereitschaft der OPEC, ihre Förderquoten zu senken, hat sich das Überangebot am globalen Ölmarkt deutlich vergrößert. Selbst wenn, wie von uns erwartet, in den nächsten Monaten die Ölproduktion in der OPEC und anderswo angesichts des Preiseinbruchs gedrosselt werden dürfte, rechnen wir damit, dass der Durchschnittspreis für die Sorte Brent in 2015 bei USD 72,5 pro Barrel und damit um knapp 30 % unter Vorjahr liegen wird. [weiter]
Globaler Ausblick
Rückenwind durch Ölpreisfall
Der stetige Anstieg des weltweiten Ölangebots hat die Preise für Ölprodukte auf ein Niveau sinken lassen, das die Konjunktur in zahlreichen Weltregionen moderat ankurbelt. Da die Ölpreise zunächst weiter zurückgehen sollten, bevor sie wieder langsam ansteigen, dürfte sich das Wachstum der Weltwirtschaft 2015 auf moderate 3,6% und 2016 noch etwas stärker beschleunigen. In Europa und Japan dürfte das Wachstum in den kommenden beiden Jahren anziehen, wobei es aber in Europa relativ schwach bleiben und in Japan etwas über der Trendrate liegen dürfte. In unserem Basisszenario für die USA gehen wir für 2015 davon aus, dass die Realwirtschaft um über 3% wachsen wird, wozu die deutlich günstigere finanzielle Situation der privaten Haushalte ebenso beitragen sollte wie ein beträchtlicher Anstieg der Unternehmensinvestitionen und verstärkte Aktivitäten im Wohnungsbau. [weiter]
Ausblick Deutschland
Ausblick Deutschland: Strukturelle Verlangsamung des Welthandels belastet deutsches BIP-Wachstum
Nach durchschnittlichen Wachstumsraten von etwa 0,3% gg. Vq. in den vorherigen sechs Quartalen wuchs die deutsche Wirtschaft in Q3 2014 nur um 0,1%. Im Winterhalbjahr dürfte die Wirtschaft in etwa stagnieren und es besteht das Risiko eines leicht rückläufigen BIPs in einem der Quartale, da sich die Stimmungsindikatoren zuletzt weiter abgeschwächt haben. Die wenig dynamische Entwicklung des Welthandels seit dem Jahr 2012 deutet auf strukturelle Veränderungen hin, die insbesondere die deutschen Exporte treffen. Die deutschen Exporte dürften daher auch in den nächsten Jahren relativ verhalten steigen. Wir rechnen mit einem durchschnittlichen Wachstum der realen deutschen Exporte im unteren Bereich des Korridors von 4% bis 6% im Zeitraum von 2014 bis 2019, das durch eine Abwertung des Euro unterstützt werden dürfte. [weiter]
Neueste Publikationen und Beiträge
05.11.2014
Deutsches BIP-Wachstum; Deutsche Industrie; Baugewerbe in Deutschland; Erbschaftsteuer; 25 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer, EZB
Standpunkt
Mehr Infrastrukturinvestitionen – trotz fragwürdiger "Lückenanalyse"
Deutschland sieht sich immer wieder Vorwürfen ausgesetzt, es würde zu wenig investieren. Damit schade sich das Land selbst und anderen. Diese These findet breite Unterstützung bei (medial stark präsenten) Wirtschaftsforschern, internationalen Institutionen wie dem IWF und vielen Interessenvertretern der deutschen Wirtschaft. Der Investitionsmehrbedarf wird bei bis zu 3% des BIP (pro Jahr!) gesehen, wofür sich der prägnante Begriff „Investitionslücke“ etabliert hat. Insbesondere der Staat wird aufgefordert, seine Investitionen in die Infrastruktur merklich zu erhöhen. Nicht zuletzt die in den letzten Monaten enttäuschenden Konjunkturzahlen und gesenkte Wachstumserwartungen werden nun ebenfalls herangezogen, um Forderungen nach einem raschen Hochfahren der (öffentlichen) Investitionen zu rechtfertigen. Die Hoffnung auf konjunkturelle Impulse für die europäischen Nachbarländer spielen bei vielen – vor allem den hohen – Forderungen eine wichtige Rolle. [weiter]
Welt-Prognosekarte
Prognosen im Überblick
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BIP (% gg. Vj.)
2013 2014P 2015P
USA 2,2 2,4 3,5
Japan 1,6 0,5 1,4
Euroland -0,4 0,8 1,0
Deutschland 0,1 1,4 1,0
Frankreich 0,4 0,4 0,9
Italien -1,9 -0,4 0,3
Großbritannien 1,7 3,0 2,5
Australien 2,1 2,8 2,6
Russische Föderation 1,3 0,5 -0,9
China 7,7 7,3 7,0
Indien 4,7 5,5 6,5
Kanada 2,0 2,5 3,2
Brasilien 2,5 0,1 0,7
 
Markt- und Konjunkturdaten
Deutschland im Blick
 
 
Der DBIX
Deutsche Bank Research kommentiert bei der Deutschen Welle. 
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