Deutsche Bank Research
Makroökonomie
Hier finden Sie Analysen zur deutschen und globalen Wirtschaft und dem nationalen und internationalen Finanzmarktgeschehen. Neben Konjunktur- und Finanzmarktprognosen stellen wir auch Analysen zu strukturellen und langfristigen Fragen vor.
Aktueller Kommentar
Negative Leitzinsen – die Zweifel nehmen zu
Die Debatte, ob negative Leitzinsen (Negative Interest Rate Policy, NIRP) den geldpolitischen Transmissionsmechanismus unterstützen oder ihn belasten, wogt weiter. Nachdem die BIZ und viele andere – unter anderem auch wir – schon lange vor der ungebremsten Öffnung der geldpolitischen Schleusen und den Nebenwirkungen negativer Notenbankzinsen warnen, hat jetzt auch der Chef der englischen Zentralbank, Mark Carney, negativen Zinsen eine klare Absage erteilt, obwohl er nach dem Brexit-Schock mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln versucht, ein Abgleiten der britischen Wirtschaft in die Rezession zu verhindern. Sein im August auf den Weg gebrachtes Maßnahmenpaket hat die Markterwartungen deutlich übertroffen, Minuszinsen hat Carney aber mit Hinweis auf die negativen Auswirkungen auf die Kapitalmärkte ausgeschlossen. [weiter]
Ausblick Deutschland
Ausblick Deutschland: EZB hilft Industrien und treibt Immobilienpreise
EZB-Präsident Draghi zeigte sich bei der letzten Pressekonferenz zuversichtlich darüber was seine Geldpolitik erreicht hat und noch erreichen kann – falls nötig. Er forderte mehr Aktivitäten im strukturellen Bereich. Beispielsweise würde ein Markt für notleidende Kredite (NPLs) helfen, dass NPL-Problem zu lösen, auch staatliche Kapitalspritzen könnten hier hilfreich sein. Unsere Erwartungen sind unverändert. Nach dem Brexit-Referendum sind die Abwärtsrisiken für die konjunkturelle Erholung und die Normalisierung der Inflation zwar gestiegen. Eine Absenkung des Einlagezinssatzes würde den Druck auf die Gewinnmargen der Banken aber weiter erhöhen. Das Vertrauen der EZB in ihr QE-Programm ist unerschüttert. Für September erwarten wir eine Ausweitung des Programms um 9-12 Monate sowie Maßnahmen zur Erweiterung des Pools berechtigter Wertpapiere. Weitere Themen in dieser Ausgabe: Insolvenzen in Deutschland, Hypothekenkredite und der deutsche Wohnungsmarkt. [weiter]
Globaler Ausblick
Die Welt nach dem Brexit
Allmählich legt sich der Staub, den der Brexit weltweit aufgewirbelt hat, und wir können so unsere Konjunkturprognosen für das kommende Jahr unter den neuen Vorzeichen überarbeiten. Trotzdem sind unsere Einschätzungen mit noch größeren Unsicherheiten als üblich behaftet, und wir müssen hinter alle unsere Zahlen große Fragezeichen setzen. Insgesamt gehen wir jedoch davon aus, dass der überraschende Ausgang des Referendums im kommenden Jahr nur sehr begrenzte negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben wird. Im Vergleich zu unserem Ausblick von Dezember 2015 haben wir unsere Wachstumsprognosen für das laufende und das kommende Jahr um einige Zehntelprozentpunkte nach unten genommen, was aber nur zum Teil auf den Brexit zurückzuführen ist. [weiter]
Neueste Publikationen und Beiträge
27.07.2016
Weniger Insolvenzen in deutscher Industrie, Hypothekenkredite, Wohnungsmarkt, EZB
28.01.2016
Deutsches BIP-Wachstum, Lohnrunde 2016, EZB
Standpunkt
Die EZB muss Kurs ändern
Im vergangenen Jahrhundert haben sich die Zentralbanken zu den Hütern unserer wirtschaftlichen und finanziellen Sicherheit entwickelt. Doch auch Notenbanker können auf Abwege geraten. Das passiert ihnen meist dann, wenn sie zu sehr auf das gerade populäre ökonomische Dogma vertrauen. Und wenn sie irren, kann das katastrophale Folgen haben.Auch derzeit legt das Verhalten der EZB nahe, dass sie falschen Überzeugungen folgt. Nach sieben Jahren immer aggressiverer geldpolitischer Maßnahmen, wird es zunehmend deutlich, dass sie die langfristige Stabilität der Eurozone riskiert, wenn sie weiter der aktuellen Lehrmeinung folgt und auf eine breite quantitative Lockerung und negative Zinsen setzt. [weiter]
Welt-Prognosekarte
Prognosen im Überblick
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BIP (% gg. Vj.)
2014 2015P 2016P
USA 2,4 2,6 1,3
Japan -0,1 0,6 0,5
Euroland 0,9 1,6 1,6
Deutschland 1,6 1,7 1,9
Frankreich 0,7 1,2 1,5
Italien -0,3 0,8 0,8
Großbritannien 3,1 2,2 1,7
Australien 2,7 2,5 3,1
Russische Föderation 0,7 -3,7 -1,8
China 7,3 6,9 6,6
Indien 7,0 7,2 7,5
Kanada 2,5 1,2 1,0
Brasilien 0,1 -3,8 -3,2
 
Deutschland im Blick
 
 
Der DBIX
Deutsche Bank Research kommentiert bei der Deutschen Welle. 
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