Deutsche Bank Research
Makroökonomie
Hier finden Sie Analysen zur deutschen und globalen Wirtschaft und dem nationalen und internationalen Finanzmarktgeschehen. Neben Konjunktur- und Finanzmarktprognosen stellen wir auch Analysen zu strukturellen und langfristigen Fragen vor.
Aktueller Kommentar
Renminbi-Effekt für Deutschland gering, chinesische Konjunkturrisiken aber nicht
Dass das sprichwörtliche Umfallen eines Sacks Reis in China für die deutsche Wirtschaft schon lange nicht mehr irrelevant ist, ist hinlänglich bekannt. Die unerwartet schwachen chinesischen Konjunkturindikatoren sowie die Ausschläge am chinesischen Aktienmarkt haben in den letzten Monaten die Skepsis erhöht, ob China in diesem Jahr das von der Regierung vorgegebene Wachstumsziel von rund 7 % erreichen wird. Unser Chinaökonom ist weiterhin zuversichtlich, dass sich die chinesische Wirtschaft nach erwartetem BIP-Wachstum von knapp unter 7% gg. Vj. in Q3 dank der von der Regierung eingeleiteten Unterstützungsmaßnahmen stabilisieren wird. Allerdings sehen sich die deutschen Exporteure bereits derzeit mit einer deutlichen Abschwächung der Nachfrage aus China konfrontiert. [weiter]
Ausblick Deutschland
Ausblick Deutschland: Solides BIP, Haushaltsüberschüsse, aber neue Herausforderungen
Das BIP-Wachstum beschleunigte sich in Q2 etwas auf +0,4% gg. Vq, wobei die Details enttäuschten. Die Binnenwirtschaft dämpfte das Wachstum durch den Rückgang der Investitionen und eines Lagerabbaus. Sogar das zuvor robuste Konsumwachstum verlangsamte sich. Hauptwachstumstreiber waren die Nettoexporte. Die deutschen Exporte profitierten von der Euroschwäche sowie der starken Nachfrage insbesondere aus den USA. Wir senken unsere Q3-Prognose minimal auf 0,4% gg. Vq. Trotz dieser Abwärtsrevision erhöhen wir unsere Prognose für das BIP-Wachstum 2015 moderat auf 1,7%, da es eine marginale Aufwärtsrevision für das 1. Hj. 2015 gab, die auch zu leichten Veränderungen beim Wachstumsmix führte. [weiter]
Globaler Ausblick
Globale Konjunktur bereit für den ersten Fed-Zinsschritt
Wir gehen jetzt davon aus, dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr, in dem es bereits unter dem Trend lag, etwas verlangsamen wird. 2016 sollte es sich dann beschleunigen und mit 3,8% moderat über der Trendrate liegen. Die enttäuschende Entwicklung zum Jahresbeginn – vor allem in den USA – ist weitgehend überwunden. In den meisten wichtigen Regionen der Welt (abgesehen von Asien ohne Japan) sollte sich die Konjunktur in der nächsten Zeit spürbar beleben. Die Fed dürfte in diesem Herbst, wahrscheinlich im September, den ersten Zinsschritt einleiten. Es gibt erste Anzeichen für eine Belebung des US-Konsums nach der Winterpause und der US-Arbeitsmarkt entwickelt sich mit einer anhaltend hohen Dynamik. Die Arbeitslosenquote nähert sich der NAIRU an und die Lohninflation beginnt anzuziehen. [weiter]
Neueste Publikationen und Beiträge
Standpunkt
Falsche Wohnungspolitik erhöht Blasengefahr
Die Politik sollte sich auf die Ausweitung der Bauaktivität in den Großstädten und Ballungsräumen konzentrieren, um den Preisdruck auf Wohnimmobilien zu reduzieren. In den letzten Monaten deutete sich eine nachlassende Baudynamik an. Falls sich diese Entwicklung manifestiert, steigt der Druck auf die Hauspreise abermals. Eine mögliche Ursache sind Kapazitätsrestriktionen, insbesondere ein Mangel an geeigneten Arbeitskräften im Ausbaugewerbe. Ein Zuwanderungsgesetz, welches gezielt auf Engpässe im Arbeitsmarkt ausgerichtet ist, könnte hier Abhilfe schaffen. Wird in den nächsten Monaten offensichtlich, dass die Baudynamik dauerhaft träge bleibt, sollte die Mietpreisbremse in den Ballungszentren nicht implementiert werden. [weiter]
Welt-Prognosekarte
Prognosen im Überblick
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BIP (% gg. Vj.)
2013 2014 2015P
USA 2,2 2,4 2,6
Japan 1,6 -0,1 0,6
Euroland -0,4 0,9 1,4
Deutschland 0,1 1,6 1,7
Frankreich 0,7 0,2 1,2
Italien -1,7 -0,4 0,7
Großbritannien 1,7 2,8 2,5
Australien 2,1 2,7 2,5
Russische Föderation 1,3 0,6 -3,8
China 7,7 7,4 7,0
Indien 6,9 7,1 7,5
Kanada 2,0 2,4 1,8
Brasilien 2,7 0,1 -2,3
 
Markt- und Konjunkturdaten
Deutschland im Blick
 
 
Der DBIX
Deutsche Bank Research kommentiert bei der Deutschen Welle. 
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