Deutsche Bank Research
Makroökonomie
Hier finden Sie Analysen zur deutschen und globalen Wirtschaft und dem nationalen und internationalen Finanzmarktgeschehen. Neben Konjunktur- und Finanzmarktprognosen stellen wir auch Analysen zu strukturellen und langfristigen Fragen vor.
Aktueller Kommentar
Weltwirtschaft – auch in 2016 nur mit begrenztem Schwung
Auch nach der Zinserhöhung der Fed – der ersten nach neun Jahren – werden die Notenbanken insgesamt die Weltwirtschaft in 2016 weiterhin reichlich mit Liquidität versorgen. Denn auch im kommenden Jahr bleibt das weltwirtschaftliche Wachstum mit 3,3% nach 3,1% in 2015 unterdurchschnittlich und unrund. Das Wachstum wird angesichts einer nur moderaten Ölpreisnormalisierung – der Ölpreisrückgang in 2015 dürfte zwischen ¼% und ½% zum globalen Wachstum beigetragen haben – und moderat anziehender Löhne – Ausnahme könnte die USA sein, wo angesichts der nahezu erreichten Vollbeschäftigung diesmal wohl mit Recht eine deutliche Beschleunigung der Lohninflation erwartet wird – erneut überwiegend vom privaten Verbrauch getrieben werden. Allerdings bleiben trotz der extrem niedrigen Zinsen kreditgetriebene Konsumexzesse, die Mitte der letzten Dekade zum Ausbruch der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise beitrugen, wohl auch in 2016 aus. [weiter]
Ausblick Deutschland
Ausblick Deutschland: Wachstum über Potenzial, keine Lohnexzesse
Nach drei Jahren mit hoher BIP-Prognose-Genauigkeit lagen wir 2015 ein ganzes Stück daneben. Die Diskrepanz kann größtenteils mit unseren Annahmen zur Ölpreisentwicklung, dem US-Dollar und dem Ausmaß des Flüchtlingsandrangs erklärt werden. Aber auch ein ungünstiges Timing der Erstellung unserer 2015er Prognose, kurz vor massiven Dollar- und Ölpreiskorrekturen, trug zu der erheblichen Abweichung bei. Die Faktoren mit den größten Unwägbarkeiten im letzten Jahr dürften auch dieses Jahr die größten Prognose-Risiken darstellen. Weitere Themen in dieser Ausgabe: Lohnrunde 2016 und EZB-Politik. [weiter]
Globaler Ausblick
Globaler Ausblick 2016: Nachlassender Liquiditätsschub
Das Wachstum der Weltwirtschaft dürfte dieses Jahr die Talsohle erreicht haben und sich bis 2017 allmählich in Richtung der Trendrate beschleunigen, wozu vor allem die anziehende Konjunktur in den Schwellenländern beitragen sollte. In den kommenden beiden Jahren dürfte das Wachstum der Weltwirtschaft praktisch vollständig von der Entwicklung in den Schwellenländern abhängen. Im kommenden Jahr sollte sich das Wachstum allmählich beleben, wenn die tiefen Rezessionen in Russland und Brasilien abklingen. In den Industrieländern dürfte das Wachstum 2016 stabil bei knapp 2% verharren, denn die Konjunkturverlangsamung in den USA dürfte durch die sich mehr als verdoppelnde Wachstumsrate in Japan und die leichte Belebung im Euroraum kompensiert werden. 2017 ist mit einem weiteren Anstieg der weltweiten Wachstumsraten zu rechnen, weil sich die Lage in Russland und Brasilien weiter verbessern sollte und ein Aufschwung in Indien sowie stabile Wachstumsraten in China für eine leichte Konjunkturbeschleunigung in den asiatischen Schwellenländern sprechen. In den Industrieländern sollte das Wachstum auch 2017 bei knapp 2% verharren, obwohl sich die Expansionsrate in Japan halbieren dürfte. [weiter]
Neueste Publikationen und Beiträge
28.01.2016
Deutsches BIP-Wachstum, Lohnrunde 2016, EZB
05.11.2015
Binnenkonjunktur, Budgetprognose, Anlageverhalten, Europäische Zentralbank
02.10.2015
Wachstum 2016, Metropolregionen, Europas Wohnungspreise, EZB
Standpunkt
Flüchtlingszustrom: Eine Chance für Deutschland
Der Flüchtlingsstrom hebt die Nettozuwanderung nach Deutschland auf den Höchstwert von über 1 Million. Damit könnte Deutschland unter den OECD-Ländern die USA als traditionell größtes Einwanderungsland ablösen. Dies stellt Deutschland vor die schwierige und mit erheblichen Kosten verbundene Herkulesaufgabe, die Flüchtlinge zu integrieren und den Angebotsschock am Arbeitsmarkt abzufedern. Gleichzeitig sind die Flüchtlinge eine Chance für das alternde Deutschland, in dem Arbeitskräfte knapp werden und die wirtschaftliche Dynamik zu erodieren droht. In einem von uns skizzierten Win-Win-Szenario könnte Deutschland seine Position als wirtschaftliches Powerhouse Europas festigen und als Einwanderungsland deutlich an Attraktivität gewinnen. Eine anhaltend hohe Nettozuwanderung dämpft den demografisch bedingten Rückgang der Trendwachstumsrate deutlich. Anstatt sich der Stagnation zu nähern, könnte das Trendwachstum auch in 10 bis 15 Jahren noch 1% betragen. Davon profitierten auch Sozialsysteme. [weiter]
Welt-Prognosekarte
Prognosen im Überblick
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BIP (% gg. Vj.)
2014 2015P 2016P
USA 2,4 2,4 1,2
Japan -0,1 0,7 0,9
Euroland 0,9 1,5 1,6
Deutschland 1,6 1,7 1,9
Frankreich 0,2 1,1 1,4
Italien -0,4 0,7 1,4
Großbritannien 2,9 2,2 2,3
Australien 2,6 2,3 2,9
Russische Föderation 0,6 -3,7 -0,7
China 7,3 6,9 6,7
Indien 7,1 7,3 7,5
Kanada 2,5 1,3 1,8
Brasilien 0,1 -3,8 -2,8
 
Deutschland im Blick
 
 
Der DBIX
Deutsche Bank Research kommentiert bei der Deutschen Welle. 
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