Deutsche Bank Research
Makroökonomie
Hier finden Sie Analysen zur deutschen und globalen Wirtschaft und dem nationalen und internationalen Finanzmarktgeschehen. Neben Konjunktur- und Finanzmarktprognosen stellen wir auch Analysen zu strukturellen und langfristigen Fragen vor.
Aktueller Kommentar
Ende der goldenen Zeiten für Ölstaaten dämpft auch 2016 das deutsche Exportwachstum
2015 sanken die deutschen Warenausfuhren in die Ölstaaten um 7,4%; dies war der dritte Rückgang in Folge. Steigende Exporte in die Vereinigten Arabischen Emirate (vor allem Flugzeuge) sowie nach Saudi-Arabien verhinderten ein noch schlechteres Ergebnis. Aufgrund der vorerst niedrigen Ölpreise dürften die deutschen Ausfuhren in die Ölstaaten auch 2016 sinken. Unser Exportindikator deutet auf einen Rückgang in der Größenordnung von 5% hin. Unter den großen deutschen Industriesektoren dürfte der Maschinenbau – wie schon 2015 – am stärksten unter der sinkenden Nachfrage aus den Ölstaaten leiden. Insgesamt wird die Bedeutung der Ölstaaten als Absatzmarkt für die deutsche Industrie 2016 weiter an Bedeutung verlieren. [weiter]
Ausblick Deutschland
Ausblick Deutschland: Wie die Rente finanzieren?
Deutschlands Auslandsvermögen und -schulden nehmen weder in Relation zur Wirtschaftskraft noch von ihrer jeweiligen Struktur her eine internationale Sonderstellung ein. Zwar ist die Nettoauslandsposition sehr groß, aber sie ist immer noch geringer als in dem ebenfalls mit dem demografischen Wandel konfrontierten Japan und den Niederlanden. Das Auslandsvermögen stellte eine lohnende Anlage dar. Seit 2004 betrug die durchschnittliche Rendite auf das Auslandsvermögen 3,2% und übertraf damit konsistent die gezahlte Rendite auf die Auslandsschulden (2,7%). Dies gilt über Anlageklassen hinweg. Insbesondere Direktinvestitionen trugen dank hoher Renditen stabil zur Gesamtrendite bei. Weiteres Thema in dieser Ausgabe: Gedämpftes Welthandelswachstum hält an. [weiter]
Globaler Ausblick
Globaler Ausblick 2016: Nachlassender Liquiditätsschub
Das Wachstum der Weltwirtschaft dürfte dieses Jahr die Talsohle erreicht haben und sich bis 2017 allmählich in Richtung der Trendrate beschleunigen, wozu vor allem die anziehende Konjunktur in den Schwellenländern beitragen sollte. In den kommenden beiden Jahren dürfte das Wachstum der Weltwirtschaft praktisch vollständig von der Entwicklung in den Schwellenländern abhängen. Im kommenden Jahr sollte sich das Wachstum allmählich beleben, wenn die tiefen Rezessionen in Russland und Brasilien abklingen. In den Industrieländern dürfte das Wachstum 2016 stabil bei knapp 2% verharren, denn die Konjunkturverlangsamung in den USA dürfte durch die sich mehr als verdoppelnde Wachstumsrate in Japan und die leichte Belebung im Euroraum kompensiert werden. 2017 ist mit einem weiteren Anstieg der weltweiten Wachstumsraten zu rechnen, weil sich die Lage in Russland und Brasilien weiter verbessern sollte und ein Aufschwung in Indien sowie stabile Wachstumsraten in China für eine leichte Konjunkturbeschleunigung in den asiatischen Schwellenländern sprechen. In den Industrieländern sollte das Wachstum auch 2017 bei knapp 2% verharren, obwohl sich die Expansionsrate in Japan halbieren dürfte. [weiter]
Neueste Publikationen und Beiträge
28.01.2016
Deutsches BIP-Wachstum, Lohnrunde 2016, EZB
05.11.2015
Binnenkonjunktur, Budgetprognose, Anlageverhalten, Europäische Zentralbank
02.10.2015
Wachstum 2016, Metropolregionen, Europas Wohnungspreise, EZB
Standpunkt
Flüchtlingszustrom: Eine Chance für Deutschland
Der Flüchtlingsstrom hebt die Nettozuwanderung nach Deutschland auf den Höchstwert von über 1 Million. Damit könnte Deutschland unter den OECD-Ländern die USA als traditionell größtes Einwanderungsland ablösen. Dies stellt Deutschland vor die schwierige und mit erheblichen Kosten verbundene Herkulesaufgabe, die Flüchtlinge zu integrieren und den Angebotsschock am Arbeitsmarkt abzufedern. Gleichzeitig sind die Flüchtlinge eine Chance für das alternde Deutschland, in dem Arbeitskräfte knapp werden und die wirtschaftliche Dynamik zu erodieren droht. In einem von uns skizzierten Win-Win-Szenario könnte Deutschland seine Position als wirtschaftliches Powerhouse Europas festigen und als Einwanderungsland deutlich an Attraktivität gewinnen. Eine anhaltend hohe Nettozuwanderung dämpft den demografisch bedingten Rückgang der Trendwachstumsrate deutlich. Anstatt sich der Stagnation zu nähern, könnte das Trendwachstum auch in 10 bis 15 Jahren noch 1% betragen. Davon profitierten auch Sozialsysteme. [weiter]
Welt-Prognosekarte
Prognosen im Überblick
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BIP (% gg. Vj.)
2014 2015P 2016P
USA 2,4 2,4 1,4
Japan -0,1 0,6 0,2
Euroland 0,9 1,5 1,5
Deutschland 1,6 1,7 1,7
Frankreich 0,2 1,2 1,2
Italien -0,3 0,8 1,1
Großbritannien 2,9 2,3 1,7
Australien 2,6 2,5 2,8
Russische Föderation 0,7 -3,7 -0,7
China 7,3 6,9 6,7
Indien 7,3 7,5 7,5
Kanada 2,5 1,2 1,5
Brasilien 0,1 -3,8 -4,0
 
Data Flash Germany
Aktuelle deutsche Konjunkturdaten kurz kommentiert (nur in Englisch)

 
Deutschland im Blick
 
 
Der DBIX
Deutsche Bank Research kommentiert bei der Deutschen Welle. 
Global Markets
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