Deutsche Bank Research
Makroökonomie
Hier finden Sie Analysen zur deutschen und globalen Wirtschaft und dem nationalen und internationalen Finanzmarktgeschehen. Neben Konjunktur- und Finanzmarktprognosen stellen wir auch Analysen zu strukturellen und langfristigen Fragen vor.
Aktueller Kommentar
Deutsche BIP-Prognose für 2015: Halbiert
Nach dem überraschenden Rückgang um 0,2% im zweiten Quartal dürfte die deutsche Wirtschaft um Haaresbreite einer technischen Rezession, also einer weiteren Schrumpfung in Q3, entgangen sein. Allerdings zeigt die deutliche Verschlechterung der Vertrauensindikatoren, abgesehen von dem leichten Anstieg des Index der Einkaufsmanager im Oktober, dass die Grunddynamik der Wirtschaft sich zuletzt fast auf Stagnationsniveau abgeschwächt hat. [weiter]
Ausblick Deutschland
Ausblick Deutschland: Weitere Enttäuschungen
Infolge des schwächeren internationalen Umfelds haben wir unsere BIP-Prognose für Deutschland von 1,5% auf 1,3% für 2014 und von 1,5% auf 0,8% für das Jahr 2015 gesenkt. Wir rechnen nicht damit, dass Deutschland im dritten Quartal in eine technische Rezession fällt. Der sechste Rückgang in Folge des ifo-Index hat das Risiko, dass wir im vierten Quartal 2014 oder im ersten Quartal 2015 ein negatives BIP-Quartalswachstum sehen, erhöht. Weitere Themen in dieser Ausgabe: Deutsche Industrie zunächst schwach; Deutsche Baukonjunktur: Robuste Investitionen und Preise steigen weiter; Erbschaftsteuer: Bundesverfassungsgerichtsurteil dürfte Firmenerben stärker belasten; 25 Jahre nach dem Mauerfall: Nur teilweise „blühende Landschaften“; EZB: Verbale Interventionen reichen nicht aus. [weiter]
Globaler Ausblick
Globale Inflation: Moderat, aber stabil
Die Inflation könnte in weiten Teilen der Welt auf ein zu niedriges Niveau fallen. Vor allem in Europa sind die Risiken hierfür beträchtlich. Unsere Analyse ergibt aber, dass die globale Entwicklung der Verbraucherpreise stabil ist und sich in den nächsten Jahren langsam beschleunigen dürfte. Dies geht – nach dem weitgehend schwachen BIP-Wachstum im Jahr 2014 – vor allem auf die erwartete Beschleunigung des globalen Wirtschaftswachstums auf seine historische Trendrate im Jahr 2015 zurück. Im Jahr 2016 dürfte das globale Wachstum noch einmal leicht steigen. In den Industrieländern dürfte das Wachstum über und in den Schwellenländern weiter unter dem Trend liegen. Im Vergleich zum Juni ist unsere globale BIP-Prognose nahezu unverändert. Für den Euroraum haben wir die Prognosen aber gesenkt und für einige Schwellenländer erhöht. [weiter]
Neueste Publikationen und Beiträge
05.11.2014
Deutsches BIP-Wachstum; Deutsche Industrie; Baugewerbe in Deutschland; Erbschaftsteuer; 25 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer, EZB
30.09.2014
BIP-Prognose 2015, EZB, Haushaltsplan, Russischer Gaslieferstopp, Anlageverhalten deutscher Haushalte
02.09.2014
Deutsches BIP-Wachstum, Investitionslücke, Immobilienmäkte, EZB
Standpunkt
Temporärer Zuwanderungsboom: Weckruf für die Politik?
Deutschland ist als Zuwanderungsland wieder die Nr. 1 in Europa und hinter den USA die Nr. 2 unter den OECD-Ländern. Diese Trendwende geht auf die Krise in den Peripherieländern der EWU und den Beginn der Freizügigkeit für die 10 osteuropäischen Länder zurück, die der EU 2004 und 2007 beigetreten waren. Die erhöhte Zuwanderung dürfte die negativen Beschäftigungseffekte der Einführung des Mindestlohns und der Rente mit 63 temporär konterkarieren. Allerdings dürfte mit der Erholung in den Peripherieländern die Zuwanderung von dort abebben und der Bedarf des alternden Deutschlands für Arbeitskräfte aus Drittländern steigen. Deutschland muss also dafür sorgen, stärker von Pull-Faktoren getriebene Zuwanderung anzuziehen. Dies wäre mit einer auf die Qualifikation ausgerichteten Immigrationspolitik und höherer Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt und der Unternehmensebene möglich. [weiter]
Welt-Prognosekarte
Prognosen im Überblick
...zu den Prognose-Tabellen
 
BIP (% gg. Vj.)
2013 2014P 2015P
USA 2,2 2,3 3,5
Japan 1,5 0,5 1,4
Euroland -0,4 0,7 0,8
Deutschland 0,1 1,4 0,8
Frankreich 0,4 0,4 0,7
Italien -1,9 -0,4 0,3
Großbritannien 1,7 3,1 2,5
Australien 2,3 3,1 2,7
Russische Föderation 1,3 0,5 -0,2
China 7,7 7,3 7,0
Indien 4,4 5,5 6,5
Kanada 2,0 2,5 3,2
Brasilien 2,5 0,2 0,9
 
Markt- und Konjunkturdaten
Deutschland im Blick
 
 
Der DBIX
Deutsche Bank Research kommentiert bei der Deutschen Welle. 
Global Markets
Die folgenden Links sind nur für Kunden der Deutschen Bank verfügbar 
Copyright © 2014 Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main