Deutsche Bank Research
Makroökonomie
Hier finden Sie Analysen zur deutschen und globalen Wirtschaft und dem nationalen und internationalen Finanzmarktgeschehen. Neben Konjunktur- und Finanzmarktprognosen stellen wir auch Analysen zu strukturellen und langfristigen Fragen vor.
Aktueller Kommentar
Iranisches Atomabkommen: Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft
Wenn alles gut geht, könnte Anfang 2016 die iranische Wirtschaft beginnen, sich wieder in die Weltwirtschaft zu integrieren. Dies birgt Chancen insbesondere für das Land selbst und seine 80 Millionen Bewohner. Es sollte aber auch dem Welthandel und den deutschen Exporten einen moderaten Schub geben. Zudem könnte eine erstarkende iranische Ölproduktion den Ölpreis dämpfen und damit das Wachstum der realen Einkommen der deutschen Haushalte stützen. [weiter]
Globaler Ausblick
Globale Konjunktur bereit für den ersten Fed-Zinsschritt
Wir gehen jetzt davon aus, dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr, in dem es bereits unter dem Trend lag, etwas verlangsamen wird. 2016 sollte es sich dann beschleunigen und mit 3,8% moderat über der Trendrate liegen. Die enttäuschende Entwicklung zum Jahresbeginn – vor allem in den USA – ist weitgehend überwunden. In den meisten wichtigen Regionen der Welt (abgesehen von Asien ohne Japan) sollte sich die Konjunktur in der nächsten Zeit spürbar beleben. Die Fed dürfte in diesem Herbst, wahrscheinlich im September, den ersten Zinsschritt einleiten. Es gibt erste Anzeichen für eine Belebung des US-Konsums nach der Winterpause und der US-Arbeitsmarkt entwickelt sich mit einer anhaltend hohen Dynamik. Die Arbeitslosenquote nähert sich der NAIRU an und die Lohninflation beginnt anzuziehen. [weiter]
Ausblick Deutschland
Ausblick Deutschland: Höhere Inflationsraten trotz gedämpfter Kerninflation
Während die Kerninflationsrate seit 2011 relativ stabil bei durchschnittlich etwas über 1% gg. Vj. liegt, war der Ölpreiseinbruch der Hauptgrund für den kurzzeitigen Rückgang der Verbraucherpreise Anfang 2015. Der Ölpreisanstieg um rund 30% seit Januar und die Stabilisierung des EUR-Wechselkurses führten aber dazu, dass die deutsche Inflationsrate nur für einen Monat im negativen Bereich war und sich zuletzt auf 0,7% gg. Vj. beschleunigte. Wir erwarten daher einen etwas stärkeren Anstieg der Verbraucherpreise um 0,5% in diesem Jahr und 2,0% im Jahr 2016. Bei unserer Prognose überwiegen die Abwärtsrisiken. So könnte sich der Ölpreis angesichts des globalen Überangebots schwächer als erwartet entwickeln. Zudem hat sich der EUR gg. USD seit seinem Tiefstand Mitte April mittlerweile wieder über 1,10 stabilisiert. In unserer Prognose unterstellen wir eine Abwertung des EUR gg. USD auf Parität zum Jahresende. Weitere Themen in dieser Ausgabe: BIP-Wachstum und Europäische Zentralbank. [weiter]
Standpunkt
Falsche Wohnungspolitik erhöht Blasengefahr
Die Politik sollte sich auf die Ausweitung der Bauaktivität in den Großstädten und Ballungsräumen konzentrieren, um den Preisdruck auf Wohnimmobilien zu reduzieren. In den letzten Monaten deutete sich eine nachlassende Baudynamik an. Falls sich diese Entwicklung manifestiert, steigt der Druck auf die Hauspreise abermals. Eine mögliche Ursache sind Kapazitätsrestriktionen, insbesondere ein Mangel an geeigneten Arbeitskräften im Ausbaugewerbe. Ein Zuwanderungsgesetz, welches gezielt auf Engpässe im Arbeitsmarkt ausgerichtet ist, könnte hier Abhilfe schaffen. Wird in den nächsten Monaten offensichtlich, dass die Baudynamik dauerhaft träge bleibt, sollte die Mietpreisbremse in den Ballungszentren nicht implementiert werden. [weiter]
Welt-Prognosekarte
Prognosen im Überblick
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BIP (% gg. Vj.)
2013 2014P 2015P
USA 2,2 2,4 2,3
Japan 1,6 -0,1 1,1
Euroland -0,4 0,9 1,4
Deutschland 0,1 1,6 1,6
Frankreich 0,7 0,2 1,2
Italien -1,7 -0,4 0,7
Großbritannien 1,7 2,8 2,5
Australien 2,1 2,7 2,5
Russische Föderation 1,3 0,6 -3,2
China 7,7 7,4 7,0
Indien 6,9 7,1 7,5
Kanada 2,0 2,4 1,8
Brasilien 2,7 0,1 -1,7
 
Markt- und Konjunkturdaten
Deutschland im Blick
 
 
Der DBIX
Deutsche Bank Research kommentiert bei der Deutschen Welle. 
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