Deutsche Bank Research
Makroökonomie
Hier finden Sie Analysen zur deutschen und globalen Wirtschaft und dem nationalen und internationalen Finanzmarktgeschehen. Neben Konjunktur- und Finanzmarktprognosen stellen wir auch Analysen zu strukturellen und langfristigen Fragen vor.
Aktueller Kommentar
Trotz fallender Ölpreise läuft die Weltwirtschaft nicht wie geschmiert
Die Weltwirtschaft hat, gemessen an globalen Aktivitätsindikatoren, in den letzten Monaten an Dynamik verloren. Allerdings dürfte der Absturz der Ölpreise auf zuletzt nur noch USD 60 pro Barrel oder um 45% gegenüber Vorjahr (Brent Blend) der Weltwirtschaft insgesamt – zumindest temporär – kräftigen Rückenwind verschaffen. Durch den massiven Anstieg der Erdölproduktion in den USA – mittlerweile der größte Produzent der Welt – und die fehlende Bereitschaft der OPEC, ihre Förderquoten zu senken, hat sich das Überangebot am globalen Ölmarkt deutlich vergrößert. Selbst wenn, wie von uns erwartet, in den nächsten Monaten die Ölproduktion in der OPEC und anderswo angesichts des Preiseinbruchs gedrosselt werden dürfte, rechnen wir damit, dass der Durchschnittspreis für die Sorte Brent in 2015 bei USD 72,5 pro Barrel und damit um knapp 30 % unter Vorjahr liegen wird. [weiter]
Globaler Ausblick
Gewinner und Verlierer der Dollar-Aufwertung
Nach den ersten drei Monaten des Jahres 2015 sieht es so aus, als ob die Weltwirtschaft 2015 etwa im selben Tempo expandieren wird wie 2014. Dabei dürften die Industrieländer ein stärkeres und die Schwellenländer ein etwas schwächeres Wachstum verzeichnen. Im Vergleich zu unseren Dezember-Prognosen ist die US-Konjunktur langsamer als erwartet ins Jahr gestartet. Andere Industrieländer, vor allem der Euroraum, haben unsere Annahmen dagegen übertroffen. Die Dollar-Aufwertung ist für den Euroraum und Japan ganz klar als positive Entwicklung anzusehen, denn eine Wechselkursabwertung ist ein wichtiger Übertragungskanal für die dort vor kurzem eingeleitete bzw. ausgeweitete QE-Politik zur Anhebung der heimischen Inflation von einem unangenehm niedrigen Niveau aus. [weiter]
Ausblick Deutschland
Ausblick Deutschland: Kräftiger Gegenwind für deutsche Exportwirtschaft trotz Euroabwertung
Das Zusammenspiel von strukturell langsamerem Wachstum des Welthandels, zunehmender Lokalisierung der Produktion, demografischem Wandel, den von politischer Seite veränderten Rahmenbedingungen und einem sich weiter verschärfenden internationalen Wettbewerb dürfte auf mittlere Sicht eine erhebliche Herausforderung für die deutsche Exportwirtschaft darstellen. Die Binnenwirtschaft dürfte daher künftig wieder eine größere Rolle spielen. Die Politik kann helfen, diesen Wandel zu gestalten. Die deutschen Exporteure könnten dadurch mittelfristig noch stärker zu global agierenden Unternehmen werden, wobei die Reaktion auf Branchenebene unterschiedlich ausfallen dürfte. Die generierten Gewinne könnten für eine alternde, stärker binnenorientierte Volkswirtschaft in den nächsten Dekaden ein Segen sein. [weiter]
Neueste Publikationen und Beiträge
Standpunkt
Mehr Infrastrukturinvestitionen – trotz fragwürdiger "Lückenanalyse"
Deutschland sieht sich immer wieder Vorwürfen ausgesetzt, es würde zu wenig investieren. Damit schade sich das Land selbst und anderen. Diese These findet breite Unterstützung bei (medial stark präsenten) Wirtschaftsforschern, internationalen Institutionen wie dem IWF und vielen Interessenvertretern der deutschen Wirtschaft. Der Investitionsmehrbedarf wird bei bis zu 3% des BIP (pro Jahr!) gesehen, wofür sich der prägnante Begriff „Investitionslücke“ etabliert hat. Insbesondere der Staat wird aufgefordert, seine Investitionen in die Infrastruktur merklich zu erhöhen. Nicht zuletzt die in den letzten Monaten enttäuschenden Konjunkturzahlen und gesenkte Wachstumserwartungen werden nun ebenfalls herangezogen, um Forderungen nach einem raschen Hochfahren der (öffentlichen) Investitionen zu rechtfertigen. Die Hoffnung auf konjunkturelle Impulse für die europäischen Nachbarländer spielen bei vielen – vor allem den hohen – Forderungen eine wichtige Rolle. [weiter]
Welt-Prognosekarte
Prognosen im Überblick
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BIP (% gg. Vj.)
2013 2014P 2015P
USA 2,2 2,4 3,1
Japan 1,6 -0,1 0,9
Euroland -0,4 0,9 1,4
Deutschland 0,1 1,6 2,0
Frankreich 0,4 0,4 1,1
Italien -1,7 -0,4 0,6
Großbritannien 1,7 2,8 2,4
Australien 2,1 2,7 2,7
Russische Föderation 1,3 0,6 -5,2
China 7,7 7,4 7,0
Indien 6,9 7,2 7,5
Kanada 2,0 2,5 2,5
Brasilien 2,7 0,1 -1,4
 
Markt- und Konjunkturdaten
Deutschland im Blick
 
 
Der DBIX
Deutsche Bank Research kommentiert bei der Deutschen Welle. 
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