Deutsche Bank Research
Makroökonomie
Hier finden Sie Analysen zur deutschen und globalen Wirtschaft und dem nationalen und internationalen Finanzmarktgeschehen. Neben Konjunktur- und Finanzmarktprognosen stellen wir auch Analysen zu strukturellen und langfristigen Fragen vor.
Aktueller Kommentar
Im Kaninchenbau
Derzeit findet man in Finanzmarktkommentaren häufig Ausdrücke wie „verkehrte Welt“ oder „Alice im Wunderland“. Jüngst hat sogar der japanische Notenbankchef Kuroda das notwendige bedingungslose Vertrauen in die Inflationswirkung der japanischen Geldpolitik mit einem Zitat aus Peter Pan beschrieben, in dem Peter sagte, dass man (in seiner Welt) seine Fähigkeit zu fliegen in dem Moment verliert, in dem man anfängt daran zu zweifeln. [weiter]
Ausblick Deutschland
Ausblick Deutschland: Höhere Inflationsraten trotz gedämpfter Kerninflation
Während die Kerninflationsrate seit 2011 relativ stabil bei durchschnittlich etwas über 1% gg. Vj. liegt, war der Ölpreiseinbruch der Hauptgrund für den kurzzeitigen Rückgang der Verbraucherpreise Anfang 2015. Der Ölpreisanstieg um rund 30% seit Januar und die Stabilisierung des EUR-Wechselkurses führten aber dazu, dass die deutsche Inflationsrate nur für einen Monat im negativen Bereich war und sich zuletzt auf 0,7% gg. Vj. beschleunigte. Wir erwarten daher einen etwas stärkeren Anstieg der Verbraucherpreise um 0,5% in diesem Jahr und 2,0% im Jahr 2016. Bei unserer Prognose überwiegen die Abwärtsrisiken. So könnte sich der Ölpreis angesichts des globalen Überangebots schwächer als erwartet entwickeln. Zudem hat sich der EUR gg. USD seit seinem Tiefstand Mitte April mittlerweile wieder über 1,10 stabilisiert. In unserer Prognose unterstellen wir eine Abwertung des EUR gg. USD auf Parität zum Jahresende. Weitere Themen in dieser Ausgabe: BIP-Wachstum und Europäische Zentralbank. [weiter]
Globaler Ausblick
Gewinner und Verlierer der Dollar-Aufwertung
Nach den ersten drei Monaten des Jahres 2015 sieht es so aus, als ob die Weltwirtschaft 2015 etwa im selben Tempo expandieren wird wie 2014. Dabei dürften die Industrieländer ein stärkeres und die Schwellenländer ein etwas schwächeres Wachstum verzeichnen. Im Vergleich zu unseren Dezember-Prognosen ist die US-Konjunktur langsamer als erwartet ins Jahr gestartet. Andere Industrieländer, vor allem der Euroraum, haben unsere Annahmen dagegen übertroffen. Die Dollar-Aufwertung ist für den Euroraum und Japan ganz klar als positive Entwicklung anzusehen, denn eine Wechselkursabwertung ist ein wichtiger Übertragungskanal für die dort vor kurzem eingeleitete bzw. ausgeweitete QE-Politik zur Anhebung der heimischen Inflation von einem unangenehm niedrigen Niveau aus. [weiter]
Standpunkt
Falsche Wohnungspolitik erhöht Blasengefahr
Die Politik sollte sich auf die Ausweitung der Bauaktivität in den Großstädten und Ballungsräumen konzentrieren, um den Preisdruck auf Wohnimmobilien zu reduzieren. In den letzten Monaten deutete sich eine nachlassende Baudynamik an. Falls sich diese Entwicklung manifestiert, steigt der Druck auf die Hauspreise abermals. Eine mögliche Ursache sind Kapazitätsrestriktionen, insbesondere ein Mangel an geeigneten Arbeitskräften im Ausbaugewerbe. Ein Zuwanderungsgesetz, welches gezielt auf Engpässe im Arbeitsmarkt ausgerichtet ist, könnte hier Abhilfe schaffen. Wird in den nächsten Monaten offensichtlich, dass die Baudynamik dauerhaft träge bleibt, sollte die Mietpreisbremse in den Ballungszentren nicht implementiert werden. [weiter]
Welt-Prognosekarte
Prognosen im Überblick
...zu den Prognose-Tabellen
 
BIP (% gg. Vj.)
2013 2014P 2015P
USA 2,2 2,4 2,3
Japan 1,6 -0,1 1,1
Euroland -0,4 0,9 1,4
Deutschland 0,1 1,6 1,6
Frankreich 0,7 0,2 1,2
Italien -1,7 -0,4 0,7
Großbritannien 1,7 2,8 2,5
Australien 2,1 2,7 2,5
Russische Föderation 1,3 0,6 -3,2
China 7,7 7,4 7,0
Indien 6,9 7,1 7,5
Kanada 2,0 2,4 1,8
Brasilien 2,7 0,1 -1,4
 
Markt- und Konjunkturdaten
Deutschland im Blick
 
 
Der DBIX
Deutsche Bank Research kommentiert bei der Deutschen Welle. 
Global Markets
Die folgenden Links sind nur für Kunden der Deutschen Bank verfügbar 
Copyright © 2015 Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main