Deutsche Bank Research
Makroökonomie
Hier finden Sie Analysen zur deutschen und globalen Wirtschaft und dem nationalen und internationalen Finanzmarktgeschehen. Neben Konjunktur- und Finanzmarktprognosen stellen wir auch Analysen zu strukturellen und langfristigen Fragen vor.
Aktueller Kommentar
Mindestlohn: Erste negative Effekte werden sichtbar
Seit der Einführung des Mindestlohns sind mittlerweile etwa 100 Tage vergangen und Arbeitsministerin Andrea Nahles spricht bereits von einer Erfolgsgeschichte. Wir mahnen allerdings aufgrund erheblicher Wirkungsverzögerungen des Mindestlohns von EUR 8,50 je Stunde zur Vorsicht: Mittelfristig rechnen wir infolge der im internationalen Vergleich hohen Eingriffsintensität und nur weniger Ausnahmen unverändert mit deutlich negativen Effekten auf die Beschäftigung und einer Verfehlung der angestrebten Ziele einer gerechteren Einkommensverteilung und einer fiskalischen Entlastung. Mittelfristig gehen wir weiter von einem negativen Beschäftigungseffekt in Höhe von 800.000 Personen aus, wie wir ausführlich in unserer ex-ante Studie "Mindestlohn von EUR 8,50 je Stunde: Große Koalition auf dem Holzweg" darlegten. [weiter]
Ausblick Deutschland
Ausblick Deutschland: Deutsches Sparverhalten vor QE-Herausforderungen
Die Vermögenssituation der deutschen Haushalte hat sich 2014 weiter deutlich verbessert. Dank der guten Einkommenssituation konnten sie EUR 160 Mrd. neu anlegen. Zudem betrugen die Bewertungsgewinne existierender Geldanlagen EUR 53 Mrd. Insgesamt erhöhte sich das Bruttogeldvermögen der Haushalte dadurch von EUR 5 Bill. auf EUR 5,2 Bill. (180% des BIP). An der geringen Risikobereitschaft deutscher Anleger hat sich zwar grundsätzlich nichts geändert; risikotragende Anlagen machen weiterhin weniger als ein Viertel des Geldvermögens aus. Allerdings stieg der Anteil an den Neuanlagen auf 11%. Zudem wurden 2014 EUR 20,5 Mrd. Schulden neu aufgebaut. Beide Entwicklungen dürften vom Niedrigzinsumfeld geprägt sein und sich angesichts der geldpolitischen Aussichten 2015 fortsetzen. [weiter]
Globaler Ausblick
Gewinner und Verlierer der Dollar-Aufwertung
Nach den ersten drei Monaten des Jahres 2015 sieht es so aus, als ob die Weltwirtschaft 2015 etwa im selben Tempo expandieren wird wie 2014. Dabei dürften die Industrieländer ein stärkeres und die Schwellenländer ein etwas schwächeres Wachstum verzeichnen. Im Vergleich zu unseren Dezember-Prognosen ist die US-Konjunktur langsamer als erwartet ins Jahr gestartet. Andere Industrieländer, vor allem der Euroraum, haben unsere Annahmen dagegen übertroffen. Die Dollar-Aufwertung ist für den Euroraum und Japan ganz klar als positive Entwicklung anzusehen, denn eine Wechselkursabwertung ist ein wichtiger Übertragungskanal für die dort vor kurzem eingeleitete bzw. ausgeweitete QE-Politik zur Anhebung der heimischen Inflation von einem unangenehm niedrigen Niveau aus. [weiter]
Neueste Publikationen und Beiträge
30.04.2015
Anlageverhalten deutscher Haushalte, EZB-Politik
02.03.2015
Deutsches BIP-Wachstum, Tariflöhne, Sparquote, EZB
02.02.2015
Deutsches BIP-Wachstum, Deutsche Industrieproduktion, Stimmungsindikatoren, EZB
Standpunkt
Mehr Infrastrukturinvestitionen – trotz fragwürdiger "Lückenanalyse"
Deutschland sieht sich immer wieder Vorwürfen ausgesetzt, es würde zu wenig investieren. Damit schade sich das Land selbst und anderen. Diese These findet breite Unterstützung bei (medial stark präsenten) Wirtschaftsforschern, internationalen Institutionen wie dem IWF und vielen Interessenvertretern der deutschen Wirtschaft. Der Investitionsmehrbedarf wird bei bis zu 3% des BIP (pro Jahr!) gesehen, wofür sich der prägnante Begriff „Investitionslücke“ etabliert hat. Insbesondere der Staat wird aufgefordert, seine Investitionen in die Infrastruktur merklich zu erhöhen. Nicht zuletzt die in den letzten Monaten enttäuschenden Konjunkturzahlen und gesenkte Wachstumserwartungen werden nun ebenfalls herangezogen, um Forderungen nach einem raschen Hochfahren der (öffentlichen) Investitionen zu rechtfertigen. Die Hoffnung auf konjunkturelle Impulse für die europäischen Nachbarländer spielen bei vielen – vor allem den hohen – Forderungen eine wichtige Rolle. [weiter]
Welt-Prognosekarte
Prognosen im Überblick
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BIP (% gg. Vj.)
2013 2014P 2015P
USA 2,2 2,4 2,4
Japan 1,6 -0,1 0,8
Euroland -0,4 0,9 1,4
Deutschland 0,1 1,6 1,6
Frankreich 0,7 0,2 1,1
Italien -1,7 -0,4 0,6
Großbritannien 1,7 2,8 2,4
Australien 2,1 2,7 2,2
Russische Föderation 1,3 0,6 -3,2
China 7,7 7,4 7,0
Indien 6,9 7,2 7,5
Kanada 2,0 2,5 2,5
Brasilien 2,7 0,1 -1,4
 
Markt- und Konjunkturdaten
Deutschland im Blick
 
 
Der DBIX
Deutsche Bank Research kommentiert bei der Deutschen Welle. 
Global Markets
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