Deutsche Bank Research
Wirtschafts- und Europapolitik
In diesem Bereich geht es um Analysen von und Kommentaren zur europäischen (und insbesondere deutschen) Wirtschafts- und Finanzpolitik. Ein Schwerpunkt bildet die institutionelle Entwicklung der EU, vor allem der Währungsunion, sowie ihrer einzelnen Politikbereiche.
Aktueller Kommentar
Keine Entwarnung bei der Demografie
Die neuen Bevölkerungsprojektionen des Statistischen Bundesamtes zeigen erneut die Herkulesaufgabe, die bei der Bewältigung des demografischen Wandels ansteht. Am Arbeitsmarkt droht die Schönwetterlage steigender Arbeitskräftezahlen schon im kommenden Jahrzehnt umzuschlagen, wenn die Zuwanderung ihr gegenwärtiges Zwischenhoch hinter sich lässt. Bei der Alterssicherung und der Pflege erfordern die steigende Lebenserwartung und die voraussichtliche Verdoppelung der Zahl Hochbetagter konsistente politische Antworten. [weiter]
Aktuelle Grafik
Research Briefing
Einheit in Vielfalt? Trends & Treiber von Immobilienbesteuerung in Europa und Deutschland
Die Besteuerung von Immobilien hat hohe volkswirtschaftliche Bedeutung, da sie Angebot, Nachfrage und Transaktionskosten auf Immobilienmärkten beeinflusst und hierbei auf Kapitalallokation, Vermögensbildung, Immobilienfinanzierung sowie Marktstabilität wirkt. Auch sind Immobiliensteuern besonders für subnationale Gebietskörperschaften eine wichtige Einnahmequelle. In Europa gestaltet sich Immobilienbesteuerung teils sehr unterschiedlich. Es gibt aber einige parallele Entwicklungen: Neben Einschränkungen der steuerlichen Abzugsfähigkeit von Schuldzinsen in einigen Ländern ist fiskalischer Konsolidierungsdruck ein wichtiger Treiber für Anpassungen. Das gilt europaweit und auch in Deutschland, wo dies vor allem die Entwicklungen von Grund- und und Grunderwerbsteuer in den letzten Jahren zeigen. [weiter]
EU-Monitor
Europas Populisten im Profil: Strukturen, Stärken, Potenziale
Populistische Parteien gewinnen in den Ländern Europas an Bedeutung. Ihre Profile sind zwar grundverschieden, Einigkeit besteht jedoch in der Ablehnung weiterer Schritte der europäischen Integration. Trotz der Erfolge auf nationaler Ebene ist auf europäischer Ebene bislang kein nennenswerter Einfluss EU-skeptischer Parteien zu verzeichnen. Dennoch könnten populistische Kräfte mit ihrer Blockadehaltung insbesondere in Politikfeldern, die einen breiten Konsens erfordern, künftig Europapolitik gestalten: Etablierte Parteien könnten sich nämlich gezwungen sehen, einen Kurs einzuschlagen, der stärker auf vermeintlich nationale Interessen ausgerichtet ist. Dies könnte dazu führen, dass Reformen nicht rechtzeitig und in vollem Umfang umgesetzt werden und die notwendige institutionelle Weiterentwicklung der Eurozone blockiert wird. [weiter]
Im Fokus
Frühjahrsbefragung der größten Familienunternehmen in Deutschland 2015
Die Frühjahrsbefragung der größten Familienunternehmen in Deutschland zeigt eine anhaltend positive Stimmung in der Wirtschaft, auch wenn die geopolitischen Risiken Sorgen bereiten. Zwei Drittel der Befragten rechnen mit einer guten bis sehr guten Entwicklung ihres Unternehmens in den kommenden 12 Monaten, was sich auch in positiven Investitionsplänen widerspiegelt. Neun von zehn der Unternhmen sind auf internationalen Märkten tätig, viele nicht nur im Rahmen des Exportgeschäftes, sondern auch mit eigenen Tochtergesellschaften und Produktionsstätten. Die Familienunternehmen gehen davon aus, dass die USA binnen drei Jahren der wichtigste Auslandsmarkt für sie wird. Dementsprechend erwarten sie sich klare Vorteile von dem Transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP. Im internationalen Wettbewerb sehen sich die großen Familienunternehmen gut aufgestellt: 78% der Befragten halten ihre Produkte und Dienstleistungen für überlegen gegenüber ausländischen Konkurrenten. [weiter]
Aktuelles Thema
Ausblick Deutschland: Weitere Enttäuschungen
Infolge des schwächeren internationalen Umfelds haben wir unsere BIP-Prognose für Deutschland von 1,5% auf 1,3% für 2014 und von 1,5% auf 0,8% für das Jahr 2015 gesenkt. Wir rechnen nicht damit, dass Deutschland im dritten Quartal in eine technische Rezession fällt. Der sechste Rückgang in Folge des ifo-Index hat das Risiko, dass wir im vierten Quartal 2014 oder im ersten Quartal 2015 ein negatives BIP-Quartalswachstum sehen, erhöht. Weitere Themen in dieser Ausgabe: Deutsche Industrie zunächst schwach; Deutsche Baukonjunktur: Robuste Investitionen und Preise steigen weiter; Erbschaftsteuer: Bundesverfassungsgerichtsurteil dürfte Firmenerben stärker belasten; 25 Jahre nach dem Mauerfall: Nur teilweise „blühende Landschaften“; EZB: Verbale Interventionen reichen nicht aus. [weiter]
30.09.2014
BIP-Prognose 2015, EZB, Haushaltsplan, Russischer Gaslieferstopp, Anlageverhalten deutscher Haushalte
04.06.2014
BIP-Wachstum, Mindestlohn, Handelsbilanz, Europawahlen
02.05.2014
Privater Konsum, Löhne, Bundeshaushalt
Deutschland im Blick
 
 
Publikationen
Analysen zum Themengebiet Wirtschaftspolitik finden Sie in folgenden Periodika: 
Mittelstand
Data Flash Eurozone
(nur in Englisch) 
    Europawahl 2014
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