Deutsche Bank Research
Wirtschafts- und Europapolitik
In diesem Bereich geht es um Analysen von und Kommentaren zur europäischen (und insbesondere deutschen) Wirtschafts- und Finanzpolitik. Ein Schwerpunkt bildet die institutionelle Entwicklung der EU, vor allem der Währungsunion, sowie ihrer einzelnen Politikbereiche.
Aktueller Kommentar
Anhaltender Zuwanderungsboom 2014, aber Politik bleibt gefordert
Deutschland war 2014 das fünfte Jahr in Folge ein Magnet für Zuwanderer. Der Wanderungssaldo stieg im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um etwa 20% an und lag zum ersten Mal seit 1992 wieder deutlich über 500,000 Personen. Rund 1,4 Millionen Personen wanderten nach Deutschland, der zweithöchste Wert der vergangenen 65 Jahre (1992: 1,5 Millionen). Seit Beginn der Staatsschuldenkrise in der Eurozone im Jahr 2010 zogen per Saldo 1,7 Millionen zu, so dass trotz einer schrumpfenden heimischen Bevölkerung die Gesamtbevölkerung um etwa eine halbe Million stieg. [weiter]
Aktuelle Grafik
Research Briefing
Privatisierung in der Eurozone: Günstige Bedingungen nutzen
Das Thema Privatisierung hat durch die jüngst beim Gipfel der Eurogruppe getroffenen Vereinbarungen mit Griechenland viel Aufmerksamkeit erhalten. Das Land soll sich entschlossen von Staatsbetrieben trennen und einen Privatisierungsfonds einrichten. Dabei geht es zunächst v.a. darum, die Glaubwürdigkeit des griechischen Reformkurses zu untermauern. Aber auch mit Blick auf andere Länder verdient das Thema Beachtung. Die Übertragung staatlicher Betriebe in private Hände kann nicht nur die Staatskassen entlasten, sondern auch darüber hinaus nachhaltige Wachstumsimpulse setzen. In mehreren Länden bestehen noch nennenswerte Privatisierungspotenziale. Die Zeit, diese zu nutzen, ist günstig. [weiter]
EU-Monitor
Europas Populisten im Profil: Strukturen, Stärken, Potenziale
Populistische Parteien gewinnen in den Ländern Europas an Bedeutung. Ihre Profile sind zwar grundverschieden, Einigkeit besteht jedoch in der Ablehnung weiterer Schritte der europäischen Integration. Trotz der Erfolge auf nationaler Ebene ist auf europäischer Ebene bislang kein nennenswerter Einfluss EU-skeptischer Parteien zu verzeichnen. Dennoch könnten populistische Kräfte mit ihrer Blockadehaltung insbesondere in Politikfeldern, die einen breiten Konsens erfordern, künftig Europapolitik gestalten: Etablierte Parteien könnten sich nämlich gezwungen sehen, einen Kurs einzuschlagen, der stärker auf vermeintlich nationale Interessen ausgerichtet ist. Dies könnte dazu führen, dass Reformen nicht rechtzeitig und in vollem Umfang umgesetzt werden und die notwendige institutionelle Weiterentwicklung der Eurozone blockiert wird. [weiter]
Im Fokus
Frühjahrsbefragung der größten Familienunternehmen in Deutschland 2015
Die Frühjahrsbefragung der größten Familienunternehmen in Deutschland zeigt eine anhaltend positive Stimmung in der Wirtschaft, auch wenn die geopolitischen Risiken Sorgen bereiten. Zwei Drittel der Befragten rechnen mit einer guten bis sehr guten Entwicklung ihres Unternehmens in den kommenden 12 Monaten, was sich auch in positiven Investitionsplänen widerspiegelt. Neun von zehn der Unternhmen sind auf internationalen Märkten tätig, viele nicht nur im Rahmen des Exportgeschäftes, sondern auch mit eigenen Tochtergesellschaften und Produktionsstätten. Die Familienunternehmen gehen davon aus, dass die USA binnen drei Jahren der wichtigste Auslandsmarkt für sie wird. Dementsprechend erwarten sie sich klare Vorteile von dem Transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP. Im internationalen Wettbewerb sehen sich die großen Familienunternehmen gut aufgestellt: 78% der Befragten halten ihre Produkte und Dienstleistungen für überlegen gegenüber ausländischen Konkurrenten. [weiter]
Aktuelles Thema
Zielgruppe Zuwanderer: Welche Rolle spielen Migrationshintergrund und Risikoverhalten in der Geldanlage?
Anleger mit Migrationshintergrund werden im Privatkundengeschäft von Banken immer wichtiger. In Zusammenarbeit mit der Universität Bayreuth haben wir die Risikoeinstellungen dieser Kundengruppe mit Hilfe von Daten des Sozio-Ökonomischen Panels untersucht. Aus den Ergebnissen lassen sich Implikationen für die passgenaue Beratung von Kunden mit Migrationshintergrund ableiten. Banken können so die Qualität der Beratung zum Vorteil des Kunden erhöhen - und zugleich einen wichtigen Wachstumsmarkt erschließen. [weiter]
05.11.2014
Deutsches BIP-Wachstum; Deutsche Industrie; Baugewerbe in Deutschland; Erbschaftsteuer; 25 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer, EZB
30.09.2014
BIP-Prognose 2015, EZB, Haushaltsplan, Russischer Gaslieferstopp, Anlageverhalten deutscher Haushalte
Deutschland im Blick
 
 
Publikationen
Analysen zum Themengebiet Wirtschaftspolitik finden Sie in folgenden Periodika: 
Mittelstand
Data Flash Eurozone
(nur in Englisch) 
    Europawahl 2014
    Copyright © 2015 Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main