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3. Dezember 2020
Es ist nicht zu übersehen, dass der Haushalt in eine immer größere Schieflage geraten ist. Auch wenn es richtig war, die Corona-Hilfszahlungen weiter zu lockern und um außerordentliche Hilfen zu ergänzen, muss jetzt gleichzeitig verhindert werden, über das Ziel hinauszuschießen. Um den absehbaren Konsolidierungsdruck in Grenzen zu halten, müssen alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, die fiskalischen Ressourcen über einen effizienteren Mitteleinsatz zu schonen. Auf die neue Bundesregierung kommen schwere Herausforderungen zu. Sie muss es letztlich schaffen, die öffentlichen Finanzen wieder auf ein tragfähiges Fundament zu stellen, ohne dabei der Wirtschaft über noch höhere Steuer- und Beitragsbelastungen die Luft zum Atmen zu nehmen. Ein großer Kassensturz nach der Bundestagswahl im nächsten Herbst wird wohl unausweichlich sein. [mehr]
2. Dezember 2020
Zahl der Arbeitslosen sinkt im November um 39.000 gg. Vormonat, liegt aber um 519.000 über dem Vorjahr. Arbeitslosenquote sinkt auf 5,9%. * Minimaler Anstieg der Erwerbstätigkeit im Oktober gg. Vormonat. Erwerbstätigkeit liegt nur um 1,3% unter dem Vorjahreswert. * Leichter Anstieg des ifo-Beschäftigungsbarometers. Relative Besserung in der Industrie, im Bau und sogar bei den Dienstleistungen. Aber leichte Eintrübung im Handel. * Aber: ifo berichtet von Anstieg der Kurzarbeit im November. * Weniger Betriebsgründungen im bisherigen Jahresverlauf von 2020. * Politische Debatte über etwaige weitere Hilfszahlungen im Januar wird intensiver. Andere Berechnung eventueller Entschädigungen für Unternehmen wird diskutiert (Orientierung an Fixkosten statt an entgangenen Umsätzen). * Zwei Unternehmen haben Zulassung ihres Impfstoffs in der EU beantragt. * Leicht rückläufige Zahl der Neuinfektionen in Deutschland. [mehr]
30. November 2020
Angesichts der Lockdowns in vielen Ländern wird aktuell jede Konjunkturzahl mit Argusaugen betrachtet. Daher werden die Einkaufsmanagerindizes und der US-Arbeitsmarktbericht diese Woche wohl im Mittelpunkt stehen. Die Unsicherheit ist groß. Einerseits dürfte die Industrie und der Bau von der Corona-Krise nur wenig betroffen sein, weshalb auch die globalen Wertschöpfungsketten stabil bleiben sollten. Andererseits sind viele Dienstleistungssektoren massiv von den Lockdowns betroffen. Daher dürfte das Wachstum vieler Länder im vierten Quartal schrumpfen. Wenn es keine klare Verbesserung an der Corona-Front gibt oder gar im Nachgang an Weihnachten sogar eine Verschlechterung folgt, droht zudem eine weitere Kontraktion im ersten Quartal 2021. Neben den Konjunkturdaten werden diese Woche wohl auch die Brexit-Verhandlungen und die Anhörung im US-Kongress von Finanzminister Mnuchin und Fed-Präsident Powell Schlagzeilen machen. [mehr]
26. November 2020
Die Evolution hat uns Menschen schlecht dafür ausgestattet, mit Gefahren umzugehen, die wir nicht unmittelbar durch unsere Sinne wahrnehmen. Stefan Schneider, Chefvolkswirt für Deutschland, erklärt, warum es für die Politik extrem schwer ist, ihre Entscheidungen und Maßnahmen den sogenannten Corona-Skeptikern zu vermitteln und sie zu sozial verantwortlichem Verhalten zu bewegen. Eine neue Deutsche Bank-Umfrage zeigt glücklicherweise, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung die politischen Maßnahmen in Deutschland zur Eindämmung und Bewältigung der Krise für mehr oder weniger adäquat hält. Allerdings dürfe es eher unwahrscheinlich sein, dass sogar Corona-Skeptiker irgendwann ihre Einschätzungen revidieren werden.
Dies ist die gekürzte Aufzeichnung des Beitrags von Stefan Schneider anlässlich der Vorstellung der neuen Umfrage.
https://www.db.com/newsroom_news/2020/deutsche-bank-studie-de-11717.htm [mehr]
25. November 2020
Nächste Runde der Bund-Länder-Beratungen. Aktuell gültige einschränkende Maßnahmen (November-Lockdown) sollen mindestens bis zum 20. Dezember verlängert werden. Noch fehlen Aussagen, wie es über die Wintermonate grundsätzlich weitergehen soll, wenn 7-Tage-Inzidenz nicht unter 50 sinkt. * Detaillierte BIP-Zahlen zu Q3 veröffentlicht. Zuwachs um 8,5% gg. Vorquartal. Rebound-Effekte bei Ausrüstungsinvestitionen (+16%), Exporten (+18%) privatem Verbrauch (+11%) nach schwachem Q2. * ifo-Geschäftsklima sinkt im November erneut. Erwartungskomponente geht stärker zurück als Beurteilung der aktuellen Lage. Dienstleistungen und Handel rutschen (wieder) deutlicher ins Minus (Lockdown Light ohne kurzfristige Öffnungsperspektive). * Neuinfektionen in Deutschland verharren auf hohem Niveau. * Nächster Impfstoffkandidat wohl preiswerter und leichter zu lagern. [mehr]
23. November 2020
Diese Woche dürften die Märkte weiter zwischen Hoffen und Bangen schwanken. Bangen mit Blick auf das Winterhalbjahr, für das wir in der EWU aufgrund der aktuellen Lockdowns einen spürbaren Rückgang des BIP erwarten. Hoffen mit Blick auf den weiteren Konjunkturverlauf im Jahr 2021, für den die positiven Nachrichten bei der Impfstoffentwicklung eine deutlichere Belebung erwarten lassen. [mehr]
23. November 2020
Um einen drohenden Wirtschaftskollaps in der Corona-Krise abzuwenden, musste der deutsche Staat im Frühjahr in Windeseile riesige Rettungs- und Hilfspakete schnüren. Tatsächlich lagen die Mittelabflüsse bei den Sofort- bzw. Überbrückungshilfen bisher deutlich unter den Erwartungen, sodass die dafür budgetierten Haushaltsmittel nicht annähernd ausgeschöpft wurden. Angesichts des November-Teillockdowns hat die Regierung beschlossen, die Dosis der staatlichen Hilfen weiter zu erhöhen. So könnte schließlich auch bei den vielen kleinen und mittleren Betrieben sowie den Soloselbstständigen aus dem dort vielfach wahrgenommenen Wümms’chen noch ein kräftiger Wumms werden. Die im weiteren Krisenverlauf bereitgestellten Hilfen sollten weiterhin strikt an den Punkten Notwendigkeit, Zielgenauigkeit und Angemessenheit ausgerichtet werden, da die fiskalischen Ressourcen endlich sind und der Staat keine Vollkaskoversicherung sein kann. [mehr]
16. November 2020
In Deutschland und seinen Nachbarländern ist eine erste Stabilisierung der COVID-19-Neuinfektionen zu erkennen. Die weitere Ausgestaltung der Eindämmungsmaßnahmen wird dennoch im Fokus bleiben. Mit der Videokonferenz der Staats- und Regierungschefs der EU gehen die Brexit-Verhandlungen am kommenden Donnerstag in eine weitere Runde. In Asien hat sich derweil die bislang größte Freihandelszone (RCEP) formiert, deren Staaten für rund ein Drittel der globalen Wirtschaftsleistung stehen. Ein starkes handelspolitisches Signal für Europa und die USA. [mehr]
11. November 2020
Region:
Der europäische Grüne Deal skizziert das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 als Wachstumsstrategie, bei der niemand auf der Strecke bleiben soll. Das gleicht einer Quadratur des Kreises. In den nächsten Jahren wird sich zeigen, ob wir bereit sind für eine ehrliche demokratische Debatte über das Ziel der Klimaneutralität. Wir werden uns unbequeme Fragen stellen und unbequeme Realitäten anerkennen müssen. Findet eine solche Debatte nicht statt, bleibt Klimaneutralität weiter Gegenstand politischer Sonntagsreden, die Schönes versprechen, ohne jemandem wirklich wehtun zu müssen. [mehr]
6. November 2020
Die Warnungen vor Engpässen in deutschen Krankenhäusern werden angesichts steigender COVID-19-Fallzahlen lauter. Zwar dürften auch 25.000 Neuinfektionen pro Tag zu verkraften sein. Regional könnte qualifiziertes Personal aber zum Knappheitsfaktor werden. Wie im Frühjahr sollten die Krankenhäuser in Regionen mit intensivem Infektionsgeschehen damit beginnen, freie Kapazitäten vorzuhalten und – falls notwendig – nicht notwendige OPs verschieben. Dafür bedarf es wieder einer Entschädigung durch den Staat. [mehr]
12.1.0