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Deutschland

Deutschland ist gut durch die globale Finanz- und Eurokrise gekommen. Um auch die künftigen Herausforderungen zu meistern, bedarf es eines nachhaltigen Ausgleichs von Wirtschaftswachstum und gesellschaftlicher Teilhabe. Das Erreichen dieser Ziele erfordert weitere Reformen und eine Verbesserung der makroökonomischen Rahmenbedingungen. Hier sind Politik, Wirtschaft und Bürger gefordert. DB Research analysiert die ökonomischen und politischen Zielkonflikte und zeigt Lösungswege sowie Perspektiven für Wirtschaft und Politik auf. Diese basieren auf nationalen Branchenanalysen, globalen Finanzmarkt- und Konjunkturprognosen bis hin zur Einschätzung internationaler politischer Entscheidungen.

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4. Dezember 2020
Germany's main stock market index, the Dax, is undergoing its biggest rule makeover so far. The number of constituents will rise from 30 to 40, trading volume will be dropped as a selection criterion, and new members must have been profitable for two years before first-time admission. Governance standards have also been tightened. While the index will become more diversified and slightly "younger" as a result, the enlargement is unlikely to reduce the massive overweight of the manufacturing sector. In our view, the new profitability requirement creates a questionable bias against young and rising start-ups. Furthermore, index rules cannot solve the fundamental problems hindering a stronger stock market (culture) in Germany – in our view, only policymakers can and should. Germany's share in global market cap is only about half of its weight in the global economy, and the most valuable company in the world is worth more than the entire future Dax 40 combined. [mehr]
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3. Dezember 2020
Mankind has survived all kinds of pandemics, even the plague. However, humans are ill-equipped when confronted with an invisible danger. Moreover, the COVID-19 pandemic has four important features which almost certainly overstretch the human analytical capacity: Time-lags, external effects, nonlinearities and complexity. We cannot escape our biases when deliberating COVID-19 . But being aware of them might yield more cautious and less apodictic views. Our evolutionary success can be traced to the fact that we became “social animals” with these biases often enhancing a smooth cooperation. Now it is on the society and its institutions to make sure that they do not cause people turning against society. [mehr]
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3. Dezember 2020
Es ist nicht zu übersehen, dass der Haushalt in eine immer größere Schieflage geraten ist. Auch wenn es richtig war, die Corona-Hilfszahlungen weiter zu lockern und um außerordentliche Hilfen zu ergänzen, muss jetzt gleichzeitig verhindert werden, über das Ziel hinauszuschießen. Um den absehbaren Konsolidierungsdruck in Grenzen zu halten, müssen alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, die fiskalischen Ressourcen über einen effizienteren Mitteleinsatz zu schonen. Auf die neue Bundesregierung kommen schwere Herausforderungen zu. Sie muss es letztlich schaffen, die öffentlichen Finanzen wieder auf ein tragfähiges Fundament zu stellen, ohne dabei der Wirtschaft über noch höhere Steuer- und Beitragsbelastungen die Luft zum Atmen zu nehmen. Ein großer Kassensturz nach der Bundestagswahl im nächsten Herbst wird wohl unausweichlich sein. [mehr]
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2. Dezember 2020
Zahl der Arbeitslosen sinkt im November um 39.000 gg. Vormonat, liegt aber um 519.000 über dem Vorjahr. Arbeitslosenquote sinkt auf 5,9%. * Minimaler Anstieg der Erwerbstätigkeit im Oktober gg. Vormonat. Erwerbstätigkeit liegt nur um 1,3% unter dem Vorjahreswert. * Leichter Anstieg des ifo-Beschäftigungsbarometers. Relative Besserung in der Industrie, im Bau und sogar bei den Dienstleistungen. Aber leichte Eintrübung im Handel. * Aber: ifo berichtet von Anstieg der Kurzarbeit im November. * Weniger Betriebsgründungen im bisherigen Jahresverlauf von 2020. * Politische Debatte über etwaige weitere Hilfszahlungen im Januar wird intensiver. Andere Berechnung eventueller Entschädigungen für Unternehmen wird diskutiert (Orientierung an Fixkosten statt an entgangenen Umsätzen). * Zwei Unternehmen haben Zulassung ihres Impfstoffs in der EU beantragt. * Leicht rückläufige Zahl der Neuinfektionen in Deutschland. [mehr]
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26. November 2020
Die Evolution hat uns Menschen schlecht dafür ausgestattet, mit Gefahren umzugehen, die wir nicht unmittelbar durch unsere Sinne wahrnehmen. Stefan Schneider, Chefvolkswirt für Deutschland, erklärt, warum es für die Politik extrem schwer ist, ihre Entscheidungen und Maßnahmen den sogenannten Corona-Skeptikern zu vermitteln und sie zu sozial verantwortlichem Verhalten zu bewegen. Eine neue Deutsche Bank-Umfrage zeigt glücklicherweise, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung die politischen Maßnahmen in Deutschland zur Eindämmung und Bewältigung der Krise für mehr oder weniger adäquat hält. Allerdings dürfe es eher unwahrscheinlich sein, dass sogar Corona-Skeptiker irgendwann ihre Einschätzungen revidieren werden.
Dies ist die gekürzte Aufzeichnung des Beitrags von Stefan Schneider anlässlich der Vorstellung der neuen Umfrage.
https://www.db.com/newsroom_news/2020/deutsche-bank-studie-de-11717.htm [mehr]
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25. November 2020
Nächste Runde der Bund-Länder-Beratungen. Aktuell gültige einschränkende Maßnahmen (November-Lockdown) sollen mindestens bis zum 20. Dezember verlängert werden. Noch fehlen Aussagen, wie es über die Wintermonate grundsätzlich weitergehen soll, wenn 7-Tage-Inzidenz nicht unter 50 sinkt. * Detaillierte BIP-Zahlen zu Q3 veröffentlicht. Zuwachs um 8,5% gg. Vorquartal. Rebound-Effekte bei Ausrüstungsinvestitionen (+16%), Exporten (+18%) privatem Verbrauch (+11%) nach schwachem Q2. * ifo-Geschäftsklima sinkt im November erneut. Erwartungskomponente geht stärker zurück als Beurteilung der aktuellen Lage. Dienstleistungen und Handel rutschen (wieder) deutlicher ins Minus (Lockdown Light ohne kurzfristige Öffnungsperspektive). * Neuinfektionen in Deutschland verharren auf hohem Niveau. * Nächster Impfstoffkandidat wohl preiswerter und leichter zu lagern. [mehr]
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23. November 2020
Um einen drohenden Wirtschaftskollaps in der Corona-Krise abzuwenden, musste der deutsche Staat im Frühjahr in Windeseile riesige Rettungs- und Hilfspakete schnüren. Tatsächlich lagen die Mittelabflüsse bei den Sofort- bzw. Überbrückungshilfen bisher deutlich unter den Erwartungen, sodass die dafür budgetierten Haushaltsmittel nicht annähernd ausgeschöpft wurden. Angesichts des November-Teillockdowns hat die Regierung beschlossen, die Dosis der staatlichen Hilfen weiter zu erhöhen. So könnte schließlich auch bei den vielen kleinen und mittleren Betrieben sowie den Soloselbstständigen aus dem dort vielfach wahrgenommenen Wümms’chen noch ein kräftiger Wumms werden. Die im weiteren Krisenverlauf bereitgestellten Hilfen sollten weiterhin strikt an den Punkten Notwendigkeit, Zielgenauigkeit und Angemessenheit ausgerichtet werden, da die fiskalischen Ressourcen endlich sind und der Staat keine Vollkaskoversicherung sein kann. [mehr]
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6. November 2020
Die Warnungen vor Engpässen in deutschen Krankenhäusern werden angesichts steigender COVID-19-Fallzahlen lauter. Zwar dürften auch 25.000 Neuinfektionen pro Tag zu verkraften sein. Regional könnte qualifiziertes Personal aber zum Knappheitsfaktor werden. Wie im Frühjahr sollten die Krankenhäuser in Regionen mit intensivem Infektionsgeschehen damit beginnen, freie Kapazitäten vorzuhalten und – falls notwendig – nicht notwendige OPs verschieben. Dafür bedarf es wieder einer Entschädigung durch den Staat. [mehr]
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6. November 2020
Die Unternehmen in Deutschland und insbesondere KMUs sind mit Blick auf ihre Finanzierung widerstandsfähiger geworden, was ihnen helfen sollte, den Corona-Schock zu überstehen. Auch die Finanzierungsbedingungen sind weiterhin günstig: Banken haben die Kreditvergabestandards kaum verschärft, die Regierung hat beispiellose Kreditgarantien gewährt und die EZB kauft eifrig Unternehmensanleihen. Trotzdem werden die Unternehmensinsolvenzen infolge der schweren Rezession zunehmen. Da die Bundesregierung vorübergehend die Insolvenzantragspflicht für Unternehmen ausgesetzt hat, sind die Insolvenzzahlen bisher weiter gesunken. Aber das dürfte sich bald ändern. Steigende Kreditausfälle werden erhebliche Auswirkungen auf die deutschen Banken haben, die bereits jetzt gezeichnet sind von Jahren mit Nullzinsen und niedrigem strukturellem Wachstum. Die Kreditrisikovorsorge wird sich nun möglicherweise verdreifachen, sodass die Bankenbranche dieses Jahr wahrscheinlich einen Nettoverlust verzeichnen wird. [mehr]
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4. November 2020
Der Blick in den Rückspiegel zeigt in Deutschland überraschende Q3 BIP-Stärke, aber Hindernisse direkt vor der Haube. Vom Lockdown im November sind direkt lediglich rund 2% der Bruttowertschöpfung betroffen. Zusammen mit indirekten Effekten dürfte dies wohl zu einer BIP-Kontraktion um rund ½% in Q4 führen, falls die Einschränkungen Ende November wieder vollständig aufgehoben werden. Das deutsche Gesundheitswesen muss sich auf Engpässe vorbereiten – und mehr Schutz der Risikogruppen schaffen. Die Zahl der freien Krankenhauskapazitäten ist als Indikator ebenso wichtig wie die Neuinfektionen. Wir schätzen, dass 400.000 akut Infizierte zu deutlichen Engpässen in den Intensivstationen führen. (Außerdem in dieser Ausgabe: Inflationsausblick 2020-22, deutscher Arbeitsmarkt, Unternehmensinsolvenzen, deutsche Autoindustrie, Baukonjunktur, deutsche Corona-Politik, offene Grenzen in der EU, EZB-Geldpolitik) [mehr]
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