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25. Oktober 2021
Mit den in Deutschland steigenden Corona-Neuinfektionen rückt die Pandemieentwicklung wieder stärker in den Vordergrund. Vor allem die jüngeren Altersgruppen sind betroffen, da ihre Impfquote noch gering ist. Die Wirtschaftsnachrichten dürften in dieser Woche wieder von der Diskussion um vorübergehende und anhaltendere Inflationstreiber geprägt sein. Daher wird der EZB-Sitzung am Donnerstag besondere Aufmerksamkeit zuteil. Wie stark die angebotsseitigen Engpässe das Wachstum in der Eurozone, in Deutschland und in den USA bereits gebremst haben, werden die Erstmeldungen zum BIP-Wachstum in Q3 zeigen. Zudem erörtern wir den Ausblick auf die weiteren spannenden Konjunkturindikatoren, die in dieser Woche veröffentlicht werden. [mehr]
14. Oktober 2021
Deutschlands Potenzialwachstum wird in den kommenden Jahren zunehmend unter demografischen Druck geraten, es dürfte auf knapp ein ¾% absinken. Nachlassendes Potenzialwachstum beeinträchtigt die konjunkturelle Resilienz und schwächt tendenziell die Schuldentragfähigkeit. Daher sollte das Potenzialwachstum noch stärker in den Mittelpunkt politischer Debatten rücken. Es ist das große bindende Thema zwischen effizientem und zugleich klimagerechtem Wirtschaften, dem demografischen Wandel und dem Megatrend der Digitalisierung. Kurzfristig wirken steigende Energiekosten und die regulatorische Verkürzung der Nutzungszeiten von Anlagen wie ein negativer Angebotsschock. Das gilt umso mehr, wenn es mittelfristig nicht gelingt, die Chancen für Neuinvestitionen zu nutzen und adäquaten Ersatz zu installieren. [mehr]
12. Oktober 2021
Das zuletzt kräftige Wachstum während der Sommermonate dürfte sich über den Winter abschwächen. Bis Frühling 2022 dürften die dämpfenden Einflussfaktoren nachgelassen haben und Nachholeffekte sollten das Wachstum erneut ankurbeln. Für die Jahre 2021 und 2022 erwarten wir ein BIP-Wachstum von 3,1% und 4,3%. Im Jahresdurchschnitt 2021 erwarten wir eine Inflation von 3,0%. Steigende Kapitalmarktzinsen erhöhen tendenziell die Hypothekenzinsen; für das Jahresende 2021 erwarten wir 1,25% und einen weiteren Anstieg auf 1,45% bis Ende 2022. Wohneigentum bleibt zinsseitig weiterhin erschwinglich. [mehr]
11. Oktober 2021
Diese Woche werden sich die Märkte weiterhin im Spannungsfeld zwischen etwas schwächeren Konjunkturdaten (Lieferengpässe, in einigen Ländern Deltavariante) und steigenden Inflationsraten, die durch die bis zuletzt kräftig steigenden Öl- und Gaspreise weiteren Auftrieb erhalten haben, bewegen. Die Debatten über die Rückführung der Ankaufprogramme, aber auch den Zeitpunkt des ersten Zinsschritts, dürfte auf beiden Seiten des Atlantiks an Fahrt gewinnen. [mehr]
6. Oktober 2021
Ganz aktuell: Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe sinkt im August um 7,7% gg. Vormonat. Korrektur nach zuletzt kräftigen Anstiegen. * Deutscher Automarkt weiter in der Krise: Pkw-Neuzulassungen sinken im September um 26% gg. Vorjahr. Pkw-Exporte (-43%) und Produktion (-44%) schrumpfen sogar noch stärker. Mangel an Halbleitern weiterhin der wesentliche Grund. * ifo Geschäftsklima in der Automobilindustrie im September deutlich zurückgegangen. * Derweil verschärft sich Materialmangel in der Industrie im September weiter. * Umsatz im deutschen Einzelhandel steigt im August um 1,1% gg. Vormonat und liegt damit um 6% über dem Niveau des Vorkrisenniveaus von Februar 2020. * Kurzarbeit dürfte im September weiter zurückgegangen sein. * Inflationsrate im September in Deutschland voraussichtlich bei 4,1%. * Leichter Anstieg bei Neuinfektionen (7-Tage-Inzidenz: 62,3), aber weniger Intensivpatienten und Todesfälle. * Heute letzte Ausgabe unseres Newsletters in dieser Form. [mehr]
4. Oktober 2021
Die wirtschaftliche Entwicklung wird weiterhin von Preissteigerungen sowie Materialengpässen geprägt. So stiegen die deutschen Einfuhrpreise im August um 16,5% gg. Vorjahr. Die Inflationsrate kletterte im September in Deutschland auf 4,1% und in der Eurozone auf immerhin 3,4%. Derweil klagen 77% der deutschen Industrieunternehmen über Materialengpässe – ein neuer Rekordwert. In der deutschen Industrie wurde die Lücke zwischen den nach oben gerichteten Auftragseingängen und der tendenziell stagnierenden Produktion zuletzt immer größer. Für beide Indikatoren stehen in dieser Woche neue Werte an. In den USA wurde ein Shutdown der Bundesbehörden verhindert. Gleichwohl muss bis Mitte Oktober die Schuldenobergrenze angehoben werden. [mehr]
28. September 2021
Noch nie seit der Wiedervereinigung haben Industrieunternehmen in Deutschland so sehr über Materialengpässe geklagt wie aktuell. Neben den physischen Knappheiten von Vorprodukten sind für die Unternehmen aktuell auch steigende Preise problematisch. Dies spiegelt sich in den Erzeugerpreisen wider, die im August 2021 um etwa 12% über dem Vorjahreswert lagen – der kräftigste Anstieg seit Dezember 1974. Die jüngste Entwicklung ist kein deutsches Phänomen. In vielen Ländern der Welt wird die aktuelle Konjunkturerholung durch Lieferengpässe und höhere Preise gedämpft. Lieferengpässe und steigende Preise für Vorleistungsgüter beeinträchtigen die konjunkturelle Erholung im Verarbeitenden Gewerbe. Hier übertraf der Auftragseingang im Juli 2021 das Produktionsniveau um 24%. Insgesamt erwarten wir, dass uns die Störungen der Lieferkette noch ins Jahr 2022 beschäftigen werden, auch wenn der Tiefpunkt in der Lieferkrise hinter uns liegen könnte. [mehr]
21. September 2021
Weltweit hat sich die Konjunktur im Sommer deutlich belebt, allerdings führte die Delta-Variante dazu, dass die Erwartungen zunehmend häufiger verfehlt wurden. Daher haben wir unsere kurzfristigen Wachstumsprognosen für die USA nach unten korrigiert. Gleichzeitig stellt sich wegen der hohen Inflationsraten verstärkt die Frage, wann die Zentralbanken wohl mit der Drosselung ihrer Wertpapierkäufe („Tapering“) beginnen. Die Inflationsbefürchtungen konzentrierten sich zunächst auf die USA. Inzwischen wird jedoch auch im Euroraum die höchste Inflationsrate seit knapp einem Jahrzehnt verzeichnet. Vorerst sind die Anleger nach wie vor davon überzeugt, dass es sich um eine vorübergehende Inflationsspitze handelt und dass die Rate von selbst wieder zurückgeht. So ist es auch eingepreist.  [mehr]
8. September 2021
Wegen der anhaltenden Knappheit an Halbleitern wird 2021 erneut ein schwaches Jahr für den Automobilstandort Deutschland. Zwar könnte in der aktuellen Konjunktur- und Lieferkrise der Tiefpunkt erreicht sein, eine Rückkehr zu früheren Höchstständen ist jedoch – auch mittelfristig – unwahrscheinlich. Die deutschen Autohersteller dagegen legen positive Ergebnisse vor und gewinnen Anteile in wichtigen Märkten. Die Diskrepanz zwischen Automobilstandort Deutschland und deutscher Automobilindustrie wird offenkundig. [mehr]
6. September 2021
Beim Thema Wohnungspolitik haben die aktuellen Wahlprogramme der Parteien wenig Schnittmengen. Union, FDP und AfD schlagen weiterhin eine eher angebots- und SPD, Grüne und Linke eine eher nachfrageorientierte Wohnungspolitik vor. Union und FDP versprechen, den Preis- und Mietdruck über zusätzliches Angebot zu beseitigen und Anreize für Renovierungen zu bieten. Wer zur Miete wohnt und nie wieder umziehen möchte, dürfte sich durch die Programme der SPD, der Linken oder der Grünen angesprochen fühlen. Für private Haushalte dürfte die Belastung durch die Grunderwerbsteuer nach der Wahl womöglich sinken, für große Investoren dürfte sie dagegen eher zulegen. Keine Partei bietet ein Gesamtkonzept. Keine Partei schätzt die Folgen ihrer Forderungen im Hinblick auf benötigte Arbeitskräfte, Finanzmittel oder Flächen ab. [mehr]
21.0.2