1. Research
  2. Über uns
  3. Autoren
  4. Stefan Schneider

Stefan Schneider

Bild des Analysten

Chefökonom Deutschland
Makroökonomie

Themen:
Geldpolitik, Demografie, Behavioral Economics

Adresse:
Mainzer Landstraße 11-17
60329 Frankfurt
Deutschland

Kontakt:
Deutsche Bank Research

Mehr Dokumente von Stefan Schneider

130 Dokumente
8. Dezember 2021
1
Deutschland: Scholz wird 9. Bundeskanzler. Erstmals wird das Land von einer Koalition aus drei Parteien regiert. Neben der Corona-Pandemie wollen die Koalitionäre die Herkulesaufgabe „Klimaneutralität bis spätestens 2045“ sofort in Angriff nehmen. Die dazu notwendigen Investitionen und Finanzmittel machen allerdings die Einhaltung der Schuldenbremse zur Mission impossible. Der Koalitionsvertag enthält – ähnlich wie der Film mit Tom Cruise – einige kreative Ansätze, wie die Mission nach Ansicht der Koalitionäre (zumindest formal) gelingen könnte. [mehr]
6. Dezember 2021
2
Diese Woche dürften die Märkte weiterhin im Spannungsfeld Omikron-getriebener Konjunktursorgen und zunehmender, auch von Vertretern von Notenbanken und des IWF geteilten Befürchtung, dass die Inflation wohl auch mittelfristig höher ausfallen könnte, gefangen sein. Das Wochen-Highlight dürften die US-Inflationszahlen für November sein (Freitag). Die Märkte erwarten einen Anstieg der Headline auf 6 ¾% (Okt. 6,2%). [mehr]
1. Dezember 2021
3
Die Omikron-Variante des SARS-CoV2-Virus wurde von der WHO als besorgniserregend eingestuft. Virologen halten sich bislang mit Einschätzungen noch zurück. Nach gestrigen Beratungen von Bund und Ländern soll es bereits am kommenden Donnerstag eine Ministerpräsidentenkonferenz zu weiteren Corona-Maßnahmen geben. Die designierten Regierungsparteien haben ihren Koalitionsvertrag vorgelegt. Wir erörtern wichtige Aspekte in unserem Focus Germany: Coalition treaty aims at a greener economy and more resilient society. Inflationssprung im November: Nach erster Schätzung kletterte die deutsche Inflationsrate (VPI) im Nov. auf 5,2% gg. Vj. und damit auf ein 29-Jahreshoch. Die nach EU-Vorgaben harmonisierte Rate (HVPI) sprang sogar auf 6%. Für den deutlichen Anstieg des HVPI war neben bereits vielfach erörterten Sonder- und Basiseffekten auch die Neugewichtung von Pauschalreisen maßgeblich. [mehr]
24. November 2021
4
Bei der Bekämpfung der Corona-Krise wird die Hospitalisierungsrate zum wichtigsten Indikator. Ab einer Rate von 3 tritt in den betroffenen Bundesländern die 2G-Regel in Kraft. Ab einem Wert von 6 gilt 2G+. Bei einer Hospitalisierungsrate von über 9 (aktuell drei Bundesländer) können weitere Einschränkungen auch einen regionalen Lockdown für einzelne Sektoren umfassen. Die weiterhin hohen Fallzahlen (Inzidenz heute 404,5) werden den privaten Verbrauch im Winterhalbjahr dämpfen. Derweil haben wir unsere Einschätzung zur Geldpolitik der Fed und der EZB geändert. Wir erwarten nun jeweils früher erste Zinsschritte. [mehr]
10. November 2021
5
Ein weiterer Corona-Winter. Das BIP-Wachstum hat sich in Q3 nicht weiter beschleunigt, da Lieferengpässe die Industrieproduktion zusehends dämpften. Im Winterhalbjahr werden die angebotsseitigen Engpässe weiter anhalten und erst im Jahr 2022 ganz allmählich abklingen. Angesichts des kräftigen Anstiegs der Corona-Fallzahlen dürfte sich der private Verbrauch abschwächen, nachdem er noch im Sommer die Wachstumslokomotive war. Zum Frühjahr hin könnte er jedoch wieder anziehen. Wir erwarten nun eine BIP-Stagnation im Winterhalbjahr, wenngleich die Risiken für eine Kontraktion zunehmen. Angesichts der Aufwärtskorrekturen für H1 liegt die durchschnittliche BIP-Wachstumsrate für 2021 immer noch bei 2,5% gg. Vj. Der Preisauftrieb hat die Erwartungen in vielen Bereichen weiterhin übertroffen. Trotz zunehmender Engpässe am Arbeitsmarkt hat dies jedoch (noch) nicht zu einer Lohn-Preis-Spirale geführt. Außerdem in dieser Ausgabe: Regierungsbildung in Deutschland schreitet voran. [mehr]
6. September 2021
6
With less than three weeks to go until the German federal election, we put together a succinct presentation to address the following questions:

#1: Is the SPD boom yet another spike in voter preferences – that is going to mean-revert?
#2: How do policy platforms compare and where are the parties’ red lines?
#3: Which coalition option is most likely to materialize?
#4: Is a leftish red-red-green coalition a possibility at all?
#5: Are there any procedural stumbling blocks? How long might the Merkel government act as a caretaker government?
#6: What could fiscal, climate, distribution, and housing policies look like in a new three-way coalition?
#7: What is the likely impact on Germany’s potential growth?

In addition to summarizing our election outlook, we include snapshots of recently published research on how key policy areas like climate, energy, EU, distribution, and fiscal policy might be shaped by the next government. [mehr]
30. August 2021
7
Negative Effekte der Corona-Pandemie, ambitionierte Klimapolitik, anhaltende Negativzinsen und die immensen Wertpapierkäufe der EZB rücken Verteilungsfragen zunehmend in den Fokus. Die Politik neigt zum Ad-hoc-Kurieren von Symptomen mit Blick auf das eigene Klientel, statt ursachenwirksame Maßnahmen zu ergreifen. Das schon bestehende Ausmaß an Umverteilung und langfristige Konsequenzen für Wachstum und Staatsfinanzen werden aus der Debatte ausgeklammert. Eine zielgerichtete Politik könnte dagegen Aufstiegschancen schaffen und damit die soziale Unabhängigkeit fördern. Auch die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Standorts und die politische Stabilität könnten dadurch verbessert werden. [mehr]
29. Juli 2021
8
Die Inflationsrisiken in Deutschland sollten nicht länger unbeachtet bleiben. Zum Thema Inflation ist bereits viel geschrieben worden. Der Konsens lautet, dass die derzeitige Inflationsbeschleunigung ein vorübergehendes Phänomen sei, das durch Angebotsengpässe und andere Sonderfaktoren im Zusammenhang mit der Pandemie ausgelöst worden sei. Darunter falle auch die Überschussersparnis, die jetzt zur Befriedigung des Nachfragestaus verwendet werde. Derzeit glauben nur wenige Ökonomen, dass die Inflation den Zielwert der EZB von 2% längerfristig übersteigen wird. Vielleicht ist diese optimistische Auffassung zutreffend. Unseres Erachtens ist das Risiko, dass die Inflation dauerhaft überschießt und auf längere Sicht deutlich über dem jetzigen Zielwert liegt, jedoch hoch genug, um die Alarmglocke zu läuten. [mehr]
27. Juli 2021
9
The recent flood caused by heavy rain was among the most severe natural disasters hitting Germany since reunification. More than 170 people lost their lives and many private homes and public buildings, roads and municipal infrastructure were destroyed. Since the flooding occurred in regions with low industrial density, the expected negative impact on overall economic activity, in particular on industrial production, should be relatively limited. Still, the regional impact on agricultural production (such as wine-growing) might be significant. Some of the most recent polls already fully capture post-flood views. As expected, there is no big shift in voter preferences. The events will likely confirm voters' previous choices. [mehr]
14. Juni 2021
10
Q2-BIP sollte trotz des holprigen Aprils deutlich zulegen. Die harten Daten für April waren eher schwach. Die starke Auslandsnachfrage und die geringen Bestände in den Fertigwarenlagern deuten jedoch auf einen starken Aufschwung hin, sobald die angebotsseitigen Behinderungen nachlassen. Die Konjunktur- und Einkommenserwartungen der Verbraucher verbessern sich. Zusammen mit einer erwarteten Normalisierung der Sparquote sollte dies eine starke Stütze für das Wachstum des privaten Verbrauchs darstellen. Trotz des schleppenden Starts senken wir unsere BIP-Prognose für das zweite Quartal von knapp 2% gg. Vq. nicht. Seit Jahresanfang hat die deutsche Inflationsrate kräftig angezogen. Aufgrund der nach wie vor über den Erwartungen liegenden Preisdynamik und der Aussicht auf eine deutliche(re) Konjunkturbelebung in den Sommermonaten rechnen wir nunmehr damit, dass die VPI-Inflationsrate im Jahresdurchschnitt 2021 auf rund 2,8% steigen dürfte. In einzelnen Monaten könnte die Jahresteuerungsrate sogar auf bis zu 4% klettern. [mehr]
11. Mai 2021
11
Die Voraussetzungen für eine kräftige Expansion der deutschen Wirtschaft im Sommerhalbjahr manifestieren sich: Die weltweite Nachfrage belebt sich deutlich und die Impfkampagne nimmt endlich Fahrt auf. Angesichts des schwächer als erwartet ausgefallenen Rückgangs des BIP in Q1 (-1,7%) und der Aufwärtsrevisionen für H2 2020 haben wir unsere BIP-Prognose für 2021 von 3,7% auf 4,0% angehoben. Derweil hängen die Wahlumfragen in der Schwebe. Die Nominierungen von Annalena Baerbock und Armin Laschet als Kanzlerkandidaten haben den Grünen klar zu einem Aufschwung verholfen. Der aktuelle Stimmungsumschwung in der Wählerschaft lässt eine ganze Reihe von Koalitionsoptionen zu. [mehr]
19. Februar 2021
12
Deutsches BIP: Robustes Gesamtjahr 2021, trotz Schwächeanfall in Q1. Der länger als
anfänglich erwartete Lockdown, winterbedingte Verluste in der Bauproduktion und durch die
Lieferprobleme bei Chips verursachte temporäre Produktionsstörungen in der
Automobilindustrie haben uns veranlasst, unsere BIP-Prognose für Q1 auf -2% gg. Vq.
abzusenken (von -0,5%). Wir erwarten aber weiterhin eine deutliche Erholung im
Sommerhalbjahr, die von der kräftigen globalen Nachfrage, der extrem expansiven Geld- und
Fiskalpolitik und nicht zuletzt durch die aufgestaute Konsumnachfrage der deutschen
Haushalte getrieben werden sollte. Nach dem Einbruch um 5% in 2020 dürfte das deutsche BIP
im Jahr 2021 um 4% zulegen. [mehr]
22.2.0