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Deutschland nach der Wahl

1. Oktober 2013
Nach dem Wahlsieg von CDU/CSU in den Bundestagswahlen bewegt sich Deutschland in großen Schritten in Richtung einer Koalition der Mitte aus CDU/CSU und SPD. Es gibt drei gewichtige Gründe für diese Richtungsentscheidung: die Energiewende, die Verhandlungen zum fiskalischen Föderalismus und die Bankenpolitik erfordern eine enge Abstimmung zwischen Bundesregierung und Bundesrat, in dem neun SPD-geführte Regierungen vertreten sind. Auch anstehende Entscheidungen im Eurokrisenmanagement würden von einer breiten Parlamentsmehrheit profitieren. Die CDU/CSU wird erhebliche Konzessionen machen müssen, um die Koalition zustande zu bringen. Wir erwarten, dass dies geschieht. [mehr]

Weitere Dokumente zum Thema "Wirtschafts- und Europapolitik"

329 (261-272)
29. Oktober 2013
261
Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass in der Vor- wie auch in der Nach-Lehman-Periode sowohl eine höhere Liquidität als auch eine niedrigere Risikoaversion mit niedrigeren Zinsaufschlägen zwischen Bund und Ländern einhergehen. Hinsichtlich des Einflusses fundamentaler makroökonomischer und fiskalischer Größen auf den Zinsspread ergibt sich vor und nach dem Zusammenbruch von Lehman indes ein differenziertes Bild. Bis zur Lehman-Pleite hat weder das Verschuldungsniveau noch die relative Wirtschaftsleistung einen signifikanten Einfluss auf die Höhe des Zinsspreads. Ähnlich wie auf dem europäischen Anleihenmarkt sind jedoch seit 2008 die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sowie das Verschuldungsniveau der Länder wichtige Determinanten des Zinsspreads – trotz Haftungsverbund. [mehr]
19. September 2013
Region:
262
Ist der Europäische Binnenmarkt eine Erfolgsgeschichte? 20 Jahre nach seiner Etablierung kann man weitgehend bejahen. Die hohen und zum Teil wohl zu optimistischen Erwartungen wurden nicht alle erfüllt. Trotzdem führte der Binnenmarkt in den meisten Industriezweigen zu mehr Wettbewerb, höheren Exporten und einer größeren Attraktivität für ausländische Direktinvestitionen. Insgesamt lassen sich positive Wachstumseffekte konstatieren, wenn auch nicht in der Größenordnung wie vorhergesagt. Angesichts der strukturellen Probleme in der Eurozone und der langfristig schwindenden Bedeutung Europas für die globale Wirtschaft ist die Weiterentwicklung des Binnenmarktes ein unverzichtbarer Baustein, wenn Europa seinen Wohlstand und seinen Einfluss in der Welt aufrechterhalten will. [mehr]
23. August 2013
Region:
263
Durch die Wirtschafts- und Finanzkrise in Europa haben sich die Möglichkeiten zur Finanzierung von Infrastrukturprojekten verschlechtert. Den verschlechterten Finanzierungsbedingungen steht ein enormer Investitionsbedarf im Bereich Infrastruktur gegenüber. Mit der Project Bond Initiative (PBI) haben EU-Kommission und EIB ein Instrument entwickelt, das dazu beitragen soll, den Investitionsstau aufzulösen. Das primäre Ziel der PBI ist es, institutionelle private Investoren für die Finanzierung von Infrastrukturprojekten zu gewinnen. [mehr]
8. August 2013
264
Die Ankündigung der Fed, Anleihekäufe zukünftig einzuschränken (Tapering), hat zu neuer Volatilität an den Finanzmärkten und steigenden High-Yield-Spreads geführt – eine bedeutende Entwicklung für Private Equity, denn Kredit ist einer der wichtigsten Treiber für diese Anlageklasse. Der Anstieg mag ein kurzlebiges Phänomen sein, bis die Marktteilnehmer von der Liquiditätsschwemme entwöhnt sind. Auf mittlere Sicht sollte eine geldpolitische Normalisierung mit einem besseren Ausblick für Private Equity einhergehen. Das liegt freilich nicht daran, dass die Marktteilnehmer ein knapperes Liquiditätsangebot bejubeln würden. Vielmehr dürften sie die graduelle wirtschaftliche Erholung begrüßen, die eine Normalisierung der Geldpolitik überhaupt erst möglich macht. [mehr]
5. August 2013
Region:
265
In der aktuellen Debatte und den zahlreichen Initiativen zur besseren steuerlichen Erfassung bzw. Zusammenarbeit bei grenzüberschreitenden (Kapital-)Einkommen ist zwischen zwei Ebenen zu unterscheiden: der Bekämpfung der (illegalen) Steuerhinterziehung (vor allem von Kapitaleinkommen) sowie der legalen, (häufig) so genannten „aggressiven“ Steuerplanung durch Gewinnverlagerungen. Relativ weit fortgeschritten sind die Bemühungen, den automatischen Informationsaustausch in Steuerfragen als europäischen bzw. internationalen Standard zu etablieren. Die so genannte „aggressive“ Steuerplanung, bei der faktisch Steuerfreiheit von Gewinnen möglich ist, kann jedoch durch einen erweiterten Informationsaustausch allein nicht adressiert werden. [mehr]
2. August 2013
Region:
266
Die Aussichten für ein anspruchsvolles Abkommen über eine Handels- und Investitionspartnerschaft zwischen der EU und den USA sind heute besser denn je. Ein solches Abkommen würde Wachstum und Beschäftigung in beiden Regionen erhöhen. Die größten wirtschaftlichen Chancen liegen in der verbesserten Zusammenarbeit bei der Regulierung von Güter- und Dienstleistungsmärkten. Regierungen, Parlamente und die meisten gesellschaftlichen Interessengruppen sind auf beiden Seiten positiv gestimmt, der Widerstand gegen ein Abkommen beschränkt sich bislang auf Kritik an einigen Details. Die größten politischen Schwierigkeiten dürften in der Landwirtschaft und im Datenschutz auftreten. [mehr]
1. August 2013
267
Sieht man von den zyklischen Schwankungen ab und betrachtet das Trendwachstum der Beschäftigung in Deutschland, stellt sich die Frage, wie sich die Beschäftigung angesichts der demographischen Veränderungen in den kommenden Dekaden entwickeln wird, wenn das Durchschnittsalter der Bevölkerung weiter kräftig steigt und die geburtenstarken Jahrgänge der Baby Boomer aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden. Unseren Berechnungen zufolge wird die Bevölkerung insgesamt bis 2030 zwar nur um knapp 3% abnehmen, die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter allerdings um fast 12% sinken. [mehr]
15. Juli 2013
268
Sub-Saharan Africa (SSA) is growing fast with annual real GDP growth of over 5% in the last decade, second only to developing Asia. Medium-term growth remains robust, on the back of a recovering global economy, still high commodity prices and investment in productive capacity. SSA is at a crossroads. It has a window of opportunity to capitalise on its youth surge and resource wealth to create employment and inclusive growth. Political change and reforms are key. It will not be easy but democratisation, urbanisation and virtual connectedness bode well. Investments in infrastructure/logistics and education, economic diversification, market reforms and improved governance are critical for long-term success. [mehr]
14. Juni 2013
270
ASEAN, a bloc of 10 nations with an aggregate economic size of USD 2.3 tr, is preparing to go through profound changes. Already today, ASEAN is the 3rd pillar of growth in Asia in addition to China and India, with average GDP growth over the past 15 years at around 6% p.a. The region’s prospects will be much enhanced by an ambitious integration effort which seeks to achieve a single market and production base. The ASEAN Economic Community (AEC)'s envisaged launch at the end of 2015 will be a potential game changer for ASEAN. [mehr]
11. Juni 2013
Region:
271
Die Nutzung verschiedener Fremdkapitalinstrumente durch die Unternehmen im Euroraum entwickelt sich seit dem Höhepunkt der Finanzkrise Ende 2008 in auffällig unterschiedliche Richtungen: Einerseits ist das ausstehende Volumen klassischer Bankkredite um insgesamt rund EUR 360 Mrd. gefallen (-7,4%); andererseits wurden im gleichen Zeitraum Unternehmensanleihen (d.h. langlaufende Schuldverschreibungen) netto in praktisch identischer Höhe neu emittiert (ein Anstieg des Bestands um 63%). [mehr]
4. Juni 2013
272
Vor dem Ausbruch der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise waren die Notenbanker, wenn auch nicht die Herren des Universums, so doch zumindest der Finanzwelt. Allerdings haben sich sowohl bei der theoretischen Fundierung der Geldpolitik als auch bei ihrer Implementierung erhebliche Probleme aufgetan, die aufgrund der Vernachlässigung der Rolle des Finanzsektors und von Vermögenspreisblasen zur Entstehung der globalen Finanzkrise beigetragen haben.
Obwohl wir schon seit längerer Zeit mit unserer Schätzung für das deutsche BIP-Wachstum in 2013 den unteren Rand des Konsensus bilden, haben wir unsere Prognose leicht auf 0,1% (bislang 0,3%) gesenkt. Hauptgründe sind das mit 0,1% gegen Vorquartal schwächer als erwartet ausgefallene BIP-Wachstum im ersten Quartal und Verlaufsrevisionen für 2012, die das Startniveau für 2013 zusätzlich schwächten. Trotz der Abwärtsrevision der BIP-Prognose haben wir allerdings unsere Schätzung für den privaten Verbrauch wegen des hohen Beschäftigungsniveaus, der relativ kräftigen Lohnerhöhungen und der niedrigeren Inflation leicht auf 1% angehoben. [mehr]
33.0.0