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Arbeitswelt der Zukunft: Ist das Homeoffice wirklich das Ei des Kolumbus?

17. September 2020
Aktuell wird vielfach gefordert, Arbeitnehmern ein Recht auf Homeoffice zu gewähren. Dies könnte implizieren, dass Arbeitgeber den Arbeitnehmern die Homeoffice-Kosten erstatten müssen. Die langfristigen Auswirkungen eines solchen Gesetzes könnten beträchtliche Nebenwirkungen insbesondere für den Immobilien- und den Arbeitsmarkt haben. Potenziell könnte die Arbeitsnachfrage sinken und die Finanzstabilität gefährdet sein. [mehr]

Weitere Dokumente zum Thema "Deutschland"

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6. November 2020
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Die Unternehmen in Deutschland und insbesondere KMUs sind mit Blick auf ihre Finanzierung widerstandsfähiger geworden, was ihnen helfen sollte, den Corona-Schock zu überstehen. Auch die Finanzierungsbedingungen sind weiterhin günstig: Banken haben die Kreditvergabestandards kaum verschärft, die Regierung hat beispiellose Kreditgarantien gewährt und die EZB kauft eifrig Unternehmensanleihen. Trotzdem werden die Unternehmensinsolvenzen infolge der schweren Rezession zunehmen. Da die Bundesregierung vorübergehend die Insolvenzantragspflicht für Unternehmen ausgesetzt hat, sind die Insolvenzzahlen bisher weiter gesunken. Aber das dürfte sich bald ändern. Steigende Kreditausfälle werden erhebliche Auswirkungen auf die deutschen Banken haben, die bereits jetzt gezeichnet sind von Jahren mit Nullzinsen und niedrigem strukturellem Wachstum. Die Kreditrisikovorsorge wird sich nun möglicherweise verdreifachen, sodass die Bankenbranche dieses Jahr wahrscheinlich einen Nettoverlust verzeichnen wird. [mehr]
6. November 2020
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Die Warnungen vor Engpässen in deutschen Krankenhäusern werden angesichts steigender COVID-19-Fallzahlen lauter. Zwar dürften auch 25.000 Neuinfektionen pro Tag zu verkraften sein. Regional könnte qualifiziertes Personal aber zum Knappheitsfaktor werden. Wie im Frühjahr sollten die Krankenhäuser in Regionen mit intensivem Infektionsgeschehen damit beginnen, freie Kapazitäten vorzuhalten und – falls notwendig – nicht notwendige OPs verschieben. Dafür bedarf es wieder einer Entschädigung durch den Staat. [mehr]
4. November 2020
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Der Blick in den Rückspiegel zeigt in Deutschland überraschende Q3 BIP-Stärke, aber Hindernisse direkt vor der Haube. Vom Lockdown im November sind direkt lediglich rund 2% der Bruttowertschöpfung betroffen. Zusammen mit indirekten Effekten dürfte dies wohl zu einer BIP-Kontraktion um rund ½% in Q4 führen, falls die Einschränkungen Ende November wieder vollständig aufgehoben werden. Das deutsche Gesundheitswesen muss sich auf Engpässe vorbereiten – und mehr Schutz der Risikogruppen schaffen. Die Zahl der freien Krankenhauskapazitäten ist als Indikator ebenso wichtig wie die Neuinfektionen. Wir schätzen, dass 400.000 akut Infizierte zu deutlichen Engpässen in den Intensivstationen führen. (Außerdem in dieser Ausgabe: Inflationsausblick 2020-22, deutscher Arbeitsmarkt, Unternehmensinsolvenzen, deutsche Autoindustrie, Baukonjunktur, deutsche Corona-Politik, offene Grenzen in der EU, EZB-Geldpolitik) [mehr]
8. Oktober 2020
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After the summer break new cases have picked up strongly in most of Germany’s neighboring countries. In many cases (France, Spain, UK, Netherlands, Poland, Czech Republic), numbers are (by far) exceeding the peaks reported in spring or are back at these levels (Belgium, Austria). Various governments have introduced new measures, such as Paris shutting down parts of the hospitality and leisure sector, and Spain ordering a partial lockdown in Madrid, albeit not as encompassing as in April. In other countries, social distancing and mask-wearing rules have been tightened or are being discussed. [mehr]
5. Oktober 2020
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Laut Statistischem Bundesamt lagen die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland in Q2 2020 6,6% höher als in Q2 2019. Im Jahr 2019 wurden nur 293.002 neue Wohnungen fertiggestellt – ein Plus von nur 2% ggü. Vorjahr. Die Erschwinglichkeit sinkt im Jahr 2020 voraussichtlich etwas, wegen seitwärts laufender Hypothekenzinsen, schwacher Einkommensentwicklung, aber vermutlich weiter steigender Hauspreise. [mehr]
2. Oktober 2020
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Die durch die Pandemie gerissenen Finanzlücken in diesem und nächsten Jahr – die sich alleine für den Bund in einer Rekordneuverschuldung von rund EUR 218 Mrd. bzw. EUR 96 Mrd. widerspiegeln –, bedeuten einen herben Rückschlag auf dem Weg zu langfristig tragbaren Staatsfinanzen. Zwar beteuerte Finanzminister Scholz in der Haushaltsdebatte diese Woche mit Blick auf die steigenden Staatsausgaben, dass ein Nicht-Handeln viel teurer wäre als ein Handeln. Für die neue Bundesregierung dürfte dies auch gelten, allerdings dann wohl mit Blick auf die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte. [mehr]
25. September 2020
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Wir haben unsere BIP-Prognose für 2020 auf -5,5% angehoben und rechnen für 2021 mit einem Wirtschaftswachstum von 4,5%. Ein wichtiger Faktor dabei: Der Aufschwung zeigte sich bereits im Verlauf des 2. Quartals – als das BIP um 9,7% schrumpfte – dynamischer als erwartet. Der Schwung konnte in den Juli mitgenommen werden. Auch wenn es im August wahrscheinlich zu einer kurzfristigen Abschwächung gekommen sein dürfte, erwarten wir nun im 3. Quartal einen Anstieg des BIP um 6,0% gegenüber dem Vorquartal. Zusammen mit einem Wachstum von 2,5% im 4. Quartal wird das zu einem jährlichen BIP-Rückgang von „nur“ 5,5% führen. Zum Vergleich: Anfang Mai, auf dem Höhepunkt der Pandemie in Europa, wurden – nicht nur von uns – noch -9% erwartet. Der höhere Übertrag aus 2020 lässt das BIP-Wachstum 2021 trotz einer im 1. Halbjahr wohl nachlassenden Dynamik auf 4,5% ansteigen. (Lesen Sie außerdem in dieser Ausgabe: deutscher Arbeitsmarkt, bilaterale Exporte, Fiskalausblick 2020-22, deutsche Industrie, Entscheidung über CDU-Vorsitz und Ausblick auf den Bundestagswahlkampf.) [mehr]
23. September 2020
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The two August mass demonstrations against the corona measures in Berlin attracted wide media attention and rattled the public. Many felt confirmed in their feeling that the corona crisis is driving society further apart. Current surveys, however, show that 80% of Germans firmly support the government and trust in government is at a record high. Rather, the protests go beyond the corona crisis, which might be a door opener for general system criticism. The causes for criticism and uncertainty are more likely ongoing long-term trends such as the loss of western supremacy, demographic change, climate change or digitalisation. [mehr]
22. September 2020
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Die Kreditvergabe an Unternehmen und Selbstständige hat im zweiten Quartal einen Dämpfer erlebt (EUR +21 Mrd., +4,7% ggü. Vj.). Die Dynamik blieb in der Industrie hoch, ging aber bei den Dienstleistern zurück. Aus kurzen wurde in lange Laufzeiten umgeschichtet. Dank staatlicher Kreditgarantien schnitten Förderbanken und Auslandsbanken am besten ab, Landesbanken und Großbanken am schwächsten. Die Zinsmarge stieg stark, Anleiheemissionen brachen alle Rekorde. Die aktuelle Rezession in Deutschland ist vom Ausmaß mit der Finanzkrise vergleichbar, das BIP dürfte 2020 um 5,5% schrumpfen. Der Einbruch in Q2 infolge des Lockdowns war der heftigste in einem Nachkriegsquartal. Bis auf die Staatsausgaben stürzten alle wesentlichen Komponenten ab – privater Konsum, Investitionen der Unternehmen, der Bau und die Nettoexporte. In der zweiten Jahreshälfte zeichnet sich immerhin eine kräftige Erholung ab. [mehr]
10. September 2020
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Die Corona-Krise dürfte das Nachfrage-Angebots-Gleichgewicht am Münchner Wohnungsmarkt nur marginal und temporär verändern. Zwar erwarten wir für das Jahr 2020 krisenbedingt ein sehr verhaltenes Einwohnerwachstum, die Gesundheitskrise dürfte aber auch Bremsspuren am Bau hinterlassen haben. Bei einer dauerhaft höheren Homeoffice-Quote dürfte ein weiterer Nachfrageschub für den Wohnungsmarkt drohen. Unserer Einschätzung nach wird sich das Ungleichgewicht erst einmal eher weiter verschärfen als entspannen. [mehr]
12. August 2020
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Die monatlichen Daten deuten auf eine kräftige Belebung der konjunkturellen Dynamik im Laufe des zweiten Quartals hin, was u.a. auf Aufholeffekte zurückzuführen ist. Nach dem beispiellosen BIP-Einbruch um 10,1% gg. Vq. in Q2 prognostizieren wir für Q3 bzw. Q4 ein Wachstum von 5% bzw. 2% (Markterwartungen: 5,2% bzw. 2,4%). Das BIP-Niveau vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie dürfte jedoch erst Mitte 2022 wieder erreicht werden. Angesichts der derzeit außergewöhnlich hohen Volatilität der monatlichen Daten und der Unsicherheit über den weiteren Verlauf der globalen Pandemie sind die Prognosen mit ungewöhnlich hoher Unsicherheit behaftet. (Lesen Sie außerdem in dieser Ausgabe: Merkels Stärke könnte eine Last für ihre potenziellen Nachfolger werden.) [mehr]
22.1.9