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Deutsche Fassung von ˮThe digital car: More revenue, more competition, more cooperationˮ

21. Juni 2017
Die traditionelle Automobilindustrie sowie bislang branchenfremde Unternehmen arbeiten mit Hochdruck an Software-Lösungen, Fahrassistenzsystemen und anderen Technologien, die ein vernetztes, autonomes, stau- und unfallfreies Fahren ermöglichen sollen. Das „digitale Auto“ in seiner Idealform ist somit keine utopische Zukunftsvision mehr, sondern nimmt allmählich Gestalt an. Der Weg zum „digitalen Auto“ wird allerdings eher einer Evolution statt einer Revolution gleichen. Dafür sprechen Faktoren auf der Angebots- und der Nachfrageseite. Zu nennen sind die langen Entwicklungszeiten in der Branche sowie die Langlebigkeit des Produkts Auto. Ferner dürften sich die seit Jahrzehnten gewachsenen Konsumpräferenzen nur langsam ändern. Es werden noch mehrere Jahrzehnte vergehen, bis das „digitale Auto“ den Pkw-Bestand weitgehend durchdrungen hat; vor 2040 wird dies wohl nicht der Fall sein. [mehr]

Weitere Dokumente der Reihe "Deutschland-Monitor,Deutschland-Monitor Baufinanzierung,Deutschland-Monitor Unternehmensfinanzierung,Deutschland-Monitor Finanzen der privaten Haushalte"

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9. Dezember 2014
85
Die Dienstleistungsbranchen zeigten sich in Deutschland in den letzten Jahren investitionsfreudiger als die Industrie. Das reale Nettoanlagevermögen der Dienstleistungen nahm zwischen 1995 und 2012 um knapp 28% zu – bei im Zeitablauf sinkender Zuwachsrate. In der Industrie schrumpfte dagegen der Kapitalstock leicht um real 1,6%. Die aktuelle Investitionszurückhaltung in Deutschland wird von der Politik einerseits bedauert oder gar kritisiert. Andererseits ergriff sie zuletzt Maßnahmen (z.B. in der Renten- und Arbeitsmarktpolitik), die Investitionen in Deutschland eher behindern; dies passt nicht zusammen. [mehr]
4. Dezember 2014
86
Im dritten Quartal war das BIP leicht gewachsen (+ 0,1% ggü. Vorquartal), womit die deutsche Wirtschaft knapp einer technischen Rezession entging. Insgesamt hat sich die Wachstumsdynamik im zweiten Halbjahr deutlich abgeschwächt. Für 2014 erwarten wir nur noch einen Gesamtzuwachs von 1,4%. Die Bauinvestitionen (+3,4%) wachsen dabei stärker als die Gesamtwirtschaft. Der Aufwärtstrend im Wohnungsbau hat sich 2014 weiter fortgesetzt: In den ersten drei Quartalen wurden insgesamt 5,2% mehr Wohnungen genehmigt als im Vorjahreszeitraum. [mehr]
7. November 2014
87
Bausparen ist in Deutschland ein weitverbreitetes Instrument zur privaten Wohnungsfinanzierung, mit rd. 30 Mio. Verträgen besitzt im Durchschnitt mehr als jeder dritte Bundesbürger einen Bausparvertrag. Gleichzeitig befindet sich der Immobilienmarkt in Deutschland seit einigen Jahren im Aufwärtstrend: Die Zahl der Wohnungsbaugenehmigungen und –fertigstellungen wächst, und günstige Zinsen fördern das Interesse am Immobilienerwerb. Vor diesem Hintergrund legt auch das Geschäft der Bausparkassen seit 2009 wieder zu – 2013 wurden rd. 3,3 Mio. Neuverträge abgeschlossen, was einem Zuwachs von 2,1% ggü. dem Vorjahr entspricht. Parallel setzt sich der Konsolidierungsprozess im Bausparkassenmarkt fort und die Zahl der Anbieter schrumpft weiter. [mehr]
29. Oktober 2014
88
Warum reagieren die deutschen Löhne und Preise so wenig auf die extrem expansive Geldpolitik der EZB? Wichtige Gründe sind kulturelle Faktoren und sogar individuelle Charaktereigenschaften, die zu einer hohen Inflationsaversion führen und damit zum Entstehen der speziellen deutschen Institutionen beigetragen haben. Im Kern scheint die deutsche Gesellschaft mit Verteilungskonflikten und Zeitinkonsistenzproblemen besser umzugehen als viele andere Länder. Die deutschen Besonderheiten verschaffen der EZB mehr Spielraum für ihre expansive Geldpolitik, ohne damit neue Probleme in der größten EWU-Volkswirtschaft zu kreieren. Daher kann die EZB ihre Bilanz durch privates und sehr wahrscheinlich auch bald öffentliches QE – d.h. den Ankauf von Staatsanleihen – ausweiten. [mehr]
17. Oktober 2014
89
Die Industrieproduktion in Deutschland dürfte – nach schwachem Winterhalbjahr 2014/15 – im Verlauf von 2015 wieder moderat nach oben tendieren. Daraus resultiert 2014 ein Plus von real rd. 1,5% und 2015 von etwa ¾%. Damit würde sich die seit 2011 insgesamt verhaltene Dynamik der Industriekonjunktur 2015 fortsetzen. Der Anteil der Industrie an der gesamten deutschen Bruttowertschöpfung (2013: 21,8%) dürfte wie schon 2012 und 2013 sinken. Das nur moderate Wachstum der Industrie ist primär auf die aktuell gedämpfte Konjunktur sowie auf externe Schocks zurückzuführen. Die strukturellen Faktoren werden jedoch wieder wichtiger. Hier liegt das Staffelholz in den Händen der Politik. Viele der zuletzt beschlossenen Maßnahmen lassen befürchten, dass die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts künftig sinkt. [mehr]
13. Oktober 2014
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Mittelfristig müssen sich die heimischen Maschinenbauer auf vier Trends einstellen: 1.) entsteht mit den USA und (erneut) China gerade eine neue, und zwar bipolare Maschinenbauabsatzwelt, 2.) wandelt sich der Produktfokus hin zu kundenspezifischen Systemlösungen, 3.) gewinnen nicht-preisliche Wettbewerbsfaktoren an Bedeutung 4.) ist die klassische Zweiteilung in Produzentenländer mit Schwerpunkt Serienmaschinen und andere mit Fokus Spezialmaschinen nicht länger aufrechtzuerhalten. Erkennt der klassische „Zulieferer“ des Produzierenden Gewerbes die neuen Megatrends rechtzeitig, kann er – darauf aufbauend – zukunftsträchtige Anpassungs-, Überlebens- und nicht zuletzt Wachstumsstrategien entwickeln. Eine Steilvorlage für den deutschen Maschinenbau ist der Trend zu Industrie 4.0. Zur Sicherung der Technologieführerschaft gilt es jedoch, die Innovationsfähigkeit weiter zu verbessern. Die Internationalisierungsstrategie ist gleichfalls zu erweitern, im Idealfall mit dem Bau deutscher Produktionsstätten und damit deutscher Maschinen direkt vor Ort. [mehr]
25. September 2014
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Im zweiten Quartal lag das BIP-Wachstum bei -0,2% ggü. Vorquartal. Der relativ schwache Wert spiegelt zum einen die wetterbedingte Gegenbewegung bei den Bauinvestitionen wider (-4,2% ggü. Vorquartal), zum anderen die gewachsenen geopolitischen Risiken, die vor allem auf die Investitionen und den Welthandel dämpfend wirken. Vor diesem Hintergrund erwarten wir jetzt ein Gesamtwachstum von 1,5% für 2014. Trotz der Normalisierungseffekte im letzten Quartal besteht für das zweite Halbjahr bei den Bauinvestitionen weiter Potenzial für stabile Zuwächse. [mehr]
23. September 2014
92
In der Finanzindustrie werden viele web- sowie datenbasierte Finanzprodukte und -dienste weder von der eigenen Hausbank noch von einem branchenähnlichen Akteur angeboten. Besonders technologiegetriebene Internetunternehmen nutzen zunehmend die offenen Flanken, die sich vor allem im Bereich der weniger wissensintensiven und leicht zu standardisierenden Finanzdienste ergeben. Trotz wertvoller komparativer Vorteile, die traditionelle Banken zu bieten haben, müssen sie sich im digitalen Transformationsprozess einer radikalen Innovationskur unterziehen. Neue Datenanalysemethoden sollten hierbei genauso zum täglichen Einsatz kommen wie eine nahtlose Integration sämtlicher Vertriebs- und Kommunikationskanäle. Moderne Technologien und geeignete finanzspezifische Internetdienste müssen effizient und vor allem zeitnah implementiert werden können. Die Stärkung der eigenen Marke und Identität sowie die Verpflichtung zum vertrauensvollen Umgang mit Kundendaten können zudem dazu beitragen, die Zufriedenheit und Loyalität der Kunden zu erhöhen. [mehr]
31. Juli 2014
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Kommunikationsinfrastruktur wird neben den Verkehrs- und Energieinfrastrukturen im Standortwettbewerb immer wichtiger. Hierbei beunruhigt insbesondere das starke Gefälle bei Investitionen zwischen westlichen und östlichen Bundesländern sowie zwischen urbanen und ländlichen Regionen. Erschwerend kommt hinzu, dass es für Projekte auf dem Land ohne staatliche Subventionen zumeist kein Geschäftsmodell gibt. Weil für den mit enormen Investitionen verbundenen Breitbandausbau keine Standard-Blaupause existiert, braucht es für jedes einzelne Projekt mit seinen lokalen Besonderheiten eine kritische Wirtschaftlichkeitsprüfung. Auf dieser Basis sollte das hinsichtlich Technik, Finanzierung und Zeitablauf jeweils beste Ausbaumodell herausgearbeitet werden. Der Breitbandausbau in Deutschland benötigt also mehr staatliche Impulse, um private Investitionen zu ermöglichen; dies allerdings koordiniert und mit Augenmaß. [mehr]
31. Juli 2014
94
Die kürzlich in Aussicht gestellten Pläne für ein Freihandelsabkommen zwischen China und der EU stellen eine bedeutende Entwicklung dar. Schon jetzt ist China die Nummer Eins unter den Zulieferern der EU sowie ihr drittgrößter Absatzmarkt. Umgekehrt ist die EU der größte Handelspartner Chinas. Ausgehend von aktuellen Trends könnte der bilaterale Handel zwischen der EU und China innerhalb der nächsten zehn Jahre um das 1,5-fache wachsen. Nicht nur der Warenhandel, auch der Austausch von Dienstleistungen bieten Potenzial. Bei den Investitionen ist Chinas Präsenz in Europa noch in den Anfängen begriffen. Verhandlungen über ein Investitionsabkommen sowie steigendes Interesse chinesischer Investoren an europäischen Firmen versprechen aber rasante Zuwächse (wie unsere Zusammenstellung chinesischer M&A-Deals in der EU und China zeigt). Spielraum besteht auch für eine bedeutendere Rolle des chinesischen Renminbi zur Abwicklung von Handel und Investitionen. Doch Vorsicht: Handelsstreitigkeiten stellen ein Risiko für die EU-chinesischen Beziehungen dar, das wohl auch in der nahen Zukunft bestehen wird (nur in Englisch verfügbar). [mehr]
20. Juni 2014
95
Die deutsche Wirtschaft ist derzeit auf einem robusten, von der Binnenwirtschaft getragenen, Wachstumspfad. Das erste Quartal zeigte sich – bedingt durch milde Witterung – dynamischer als erwartet. Obwohl für Q2 eine leichte Gegenbewegung wahrscheinlich ist, sehen wir dank des starken Jahresstarts das BIP-Wachstum 2014 nun bei 1,8%. Die Bauinvestitionen profitierten kräftig vom milden Winter. Auch im weiteren Jahresverlauf dürfte eine steigende Wohnungsnachfrage stützend wirken. Vor diesem Hintergrund könnten 2014 Jahreszuwächse von rd. 5,5% erreicht werden. [mehr]
23. Mai 2014
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Aufgrund zahlreicher politischer Anreize, insbesondere rund um das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), versechsfachte sich der Anteil der Erneuerbaren seit 1997 sowohl am Primärenergieverbrauch als auch in der Verstromung. Die deutsche Energiewende 1.0 verursachte nicht nur enorme Kosten, sondern auch Nebeneffekte bei Strompreisen, im Erzeugungsmix sowie dem Emissionshandel. Und trotz EEG lag der Beitrag von Wind/Solar am PEV 2013 bei lediglich gut 2%. Per Saldo könnte der „Grünstromanteil“ bis 2035 ca. 60% betragen. Aber: Wie werden - angesichts der Energiewende 2.0 - die restlichen 40% erzeugt? Je nach Szenario ist Erdgas oder Kohle stärker gefordert. [mehr]
2.8.0