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Ausblick auf den deutschen Wohnungsmarkt 2021 ff.: Hauspreiszyklus könnte im Jahr 2024 enden

8. März 2021
Unsere Analysen legen nahe, dass der bundesweite Preiszyklus in dieser Dekade zu Ende gehen wird. Trotz aller Unsicherheit halten wir ein Zyklusende im Jahr 2024 für wahrscheinlich. Die Angebotsknappheit lässt in den kommenden Jahren nach, dazu trägt u.a. die geringere Zuwanderung während der Pandemie bei. Endet der Zyklus tatsächlich im Jahr 2024, dann erwarten wir aufgrund historischer Vergleichsdaten für kurze Zeit rückläufige nominale Hauspreise. Steigen die Hauspreise im Anschluss an die Korrekturphase wieder mit dem historischen Durchschnitt von rund 2,5% pro Jahr, dann können Investoren über die Dekade trotz zwischenzeitlicher Preisdelle mit einem Plus von rund 24% kalkulieren. Dieser Ausblick enthält auch einen Blick auf die elf deutschen Metropolregionen. [mehr]

Weitere Dokumente von Jochen Möbert

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20. Juli 2020
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Die deutsche Exportindustrie kämpfte die letzten Jahre mit vielen Herausforderungen. „Hausgemachte“ Probleme insbesondere im Autosektor gehörten hier ebenso dazu wie die Neuausrichtung der US-Handelspolitik. Auch die immer stärker in den Blickpunkt rückende Klimakrise implizierte massive Veränderungen. Entsprechend war die langfristige Ausrichtung vieler Sektoren des Verarbeitenden Gewerbes mit etlichen Fragezeichen versehen. Die Corona-Krise erhöht die Unsicherheit nun um ein Vielfaches. Wir denken, eine Reihe von Entwicklungen sprechen für unsere These, dass kontinentale Wertschöpfungsketten an Bedeutung gewinnen. [mehr]
16. Juli 2020
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Stuttgart baut weniger als andere Metropolen. Die Angebotsknappheit wird auch perspektivisch zumindest für einige Jahre bestehen bleiben. Positive Impulse von der Inbetriebnahme des neuen unterirdischen Hauptbahnhofs werden im aktuellen Jahrzehnt womöglich auch ausbleiben. Daher erwarten wir weitere Preissteigerungen. Die Mieten dagegen dürften nicht nur Corona-bedingt deutlich verhaltener zulegen. Die relativ hohen anfänglichen Mietrenditen dürften also weiter fallen. [mehr]
10. Juli 2020
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Im Jahr 2019 erhöhte sich in Berlin die Zahl der fertiggestellten Wohnungen auf fast 19.000 und die Zuwanderung brach temporär ein. Voraussichtlich sinkt auch im Jahr 2020 der Nachfrageüberhang aufgrund eines Corona-bedingten Rückgangs der Zuwanderung. Um die Entwicklungen bis zum Jahr 2030 abzuschätzen, analysieren wir zwei Szenarien: Ein Positivszenario mit einer dynamischen Bauaktivität und einem graduell fallenden Bevölkerungswachstum sowie ein zweites Szenario mit geringerer Bauaktivität und einem konstanten Bevölkerungswachstum. [mehr]
10. Juli 2020
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Die Arbeitslosenquoten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen standen bereits während der Finanz- und Eurokrise im Fokus. Nun hat die Corona-Krise in vielen Ländern zu massiven Verwerfungen an den Arbeitsmärkten geführt. Allerdings entwickelte sich die offizielle Jugendarbeitslosigkeit international sehr divers. In einigen Ländern ist die Arbeitslosenquote sogar kräftig gefallen. [mehr]
7. Juli 2020
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Im Jahr 2019 betrug die Nettozuwanderung nach Deutschland +327.100, ein deutlicher Rückgang gegenüber den Vorjahren. Auffallend ist vor allem der starke Rückgang der Zuwanderung aus Polen und der starke Anstieg der Zahl indischer Zuwanderer. Im Jahr 2020 dürfte die Zuwanderung Corona-bedingt einbrechen. Anschließend erwarten wir wegen des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes und womöglich auch aufgrund der sehr guten epidemiologischen Lage in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen Ländern wieder eine höhere Zuwanderung. Liegt der Nettozuwachs dann bei mehr als 300.000 Personen pro Jahr, dürfte die Bevölkerung Deutschlands bis Anfang der 2030er Jahre auf über 84 Mio. Einwohner steigen. [mehr]
2. Juli 2020
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Laut dem Statistischen Bundesamt wurden im Jahr 2019 nur 293.002 neue Wohnungen fertiggestellt. Dies war ein Plus von nur mageren 2% ggü. Vj. Wegen der seitwärts laufenden Hypothekenzinsen und vermutlich weiter steigender Hauspreise dürfte die Erschwinglichkeit im Jahr 2020 abnehmen. Nach unserer Einschätzung wird der Hauspreiszyklus wenigstens bis zum Jahr 2022 dauern. [mehr]
1. Juli 2020
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Wie tief war der Konjunkturabsturz in Q2? Hochfrequenzdaten zeigen, dass mit der Rückführung der Lockdown-Maßnahmen eine Trendwende in der Wirtschaft stattgefunden hat. Überraschend starke Einzelhandelsumsätze (Mai) haben die Chance erhöht, dass der BIP-Rückgang in Q2 „nur“ einstellig ausgefallen sein könnte. Wir halten bis zu unserem Prognose-Update Anfang August trotz gestiegener Aufwärtsrisiken an der BIP-Prognose von -9% für 2020 fest. (Lesen Sie außerdem in dieser Ausgabe: Öffentliche Finanzen, Welthandel, Reisen in Zeiten von Corona, Arbeitsmarkt, Autoindustrie, die deutsche EU-Präsidentschaft, EZB-Geldpolitik) [mehr]
8. Juni 2020
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Infolge der Corona-Krise könnten kontinentale Wertschöpfungsketten an Bedeutung gewinnen. Mit unserer Netzwerkanalyse stellen wir das globale Handelsnetz vor dem Ausbruch von COVID-19 dar. Wir konzentrieren uns dabei auf 90 Länder, zeigen das globale Handelsnetz zwischen den Ländern und die wichtigsten intrakontinentalen Handelsbeziehungen. Vor allem die Handelsbeziehungen zwischen asiatischen und amerikanischen Ländern könnten bei einer grundlegenden Umgestaltung der globalen Wertschöpfungsketten auf den Prüfstand kommen. [mehr]
25. Mai 2020
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Based on DB’s GDP forecast, due to the COVID-19 crisis annual global goods trade will shrink by 13.6% in 2020 and will recover by only 7.5% in 2021. Global goods trade is set to fall much heavier than during the GFC. The COVID-19 crisis might result in a reorganization of global value chains, at least in some sectors. For instance, there are requests to repatriate the provision of medicines and medical devices back to developed markets. However, a more balanced approach between today’s global value chains and a complete repatriation could be continental production close to developed markets. [mehr]
25. Mai 2020
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Sämtliche Exportmärkte für Deutschland sind von der Corona-Krise ernsthaft in Mitleidenschaft gezogen. Die Exporte nach Großbritannien und Italien könnten im Jahr 2020 um rund 25% gegenüber dem Vorjahr sinken. Auch die Exporte nach Frankreich, Spanien und in den Euroraum insgesamt dürften deutlich schrumpfen. Dagegen könnten die Ausfuhren nach Asien von der Corona-Krise nur in relativ geringem Umfang betroffen sein. Bei den Exporten in die USA wird für das Jahr 2020 verbreitet ein Rückgang um rund 10% erwartet. Doch diese Prognose ist unseres Erachtens mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. [mehr]
13. Mai 2020
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Schwächer als erwartete „harte Daten“ für März und geradezu erschreckende Umfrageergebnisse für April deuten darauf hin, dass die Talsohle der Konjunktur auf einem tieferen Niveau liegen könnte als bisher angenommen. Wir prognostizieren inzwischen für das zweite Quartal eine BIP-Kontraktion um 14% gg. Vq., wobei die Abwärtsrisiken weiterhin überwiegen. Im Jahr 2009 hat der private Konsum in der Rezession als wichtiger Puffer fungiert. Aufgrund der Ausgangsbeschränkungen, der sozialen Distanzierung und der voraussichtlich deutlich sinkenden Einkommenserwartungen dürfte der private Konsum im Jahr 2020 um 10% schrumpfen. Angesichts des weltweit asynchronen Verlaufs der Corona-Pandemie und der anhaltenden Einschränkungen des Welthandels wird die Erholung (die Mitte Mai einsetzen und sich dann in der zweiten Jahreshälfte verstärken sollte) wahrscheinlich nicht so dynamisch sein wie ursprünglich erhofft. Für Deutschland erwarten wir daher in diesem Jahr eine BIP-Kontraktion um 9% und 2021 wieder ein Wachstum von etwa 4%. (Außerdem in dieser Ausgabe enthalten: Öffentliche Finanzen, Verarbeitendes Gewerbe, krisenbedingter Burgfriede in der Politik geht zu Ende) [mehr]
8. Mai 2020
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Weaker-than-expected March hard data and shocking April survey data point to a lower trough in economic activity than assumed so far. We now see Q2 GDP falling by 14% qoq, with the risks still skewed to the downside. In the 2009 recession, private consumption acted as a massive shock absorber. Given the lockdown, social distancing and a likely severe hit to income expectations, we expect private consumption to fall by 10% in 2020. The asynchronous global development of the COVID-19 pandemic and lasting impediments to global trade, will make the recovery, which began in May and will become more evident in H2, less dynamic than hoped for earlier. As a result, we expect German GDP to decline by 9% this year and to expand by about 4% in 2021. [mehr]
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