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ETFs – für Privatanleger (noch) ein Nischenprodukt

17. Dezember 2019
ETFs haben bei Privatanlegern an Beliebtheit gewonnen, das Anlagevolumen vervielfachte sich in den vergangenen Jahren auf etwa 35 Mrd. Angesichts von insgesamt EUR 622 Mrd. Vermögen privater Haushalte in Investmentfonds sind ETFs jedoch weiterhin ein Nischenprodukt. Ursprünglich als passives Investment eingeführt, werden ETFs zunehmend als aktive Anlage genutzt. Das anhaltende Niedrigzinsumfeld könnte ETFs neue Kundensegmente erschließen. Die Kreditvergabe an private Haushalte erreichte in Q3 2019 neue Spitzenwerte mit einem Plus von EUR 17,9 Mrd. ggü. Vq., getragen von einer Rekordzunahme bei Immobilienkrediten (EUR +16,3 Mrd.). Die Einlagen stiegen mit EUR 13,6 Mrd. so schwach wie seit sieben Quartalen nicht mehr. Möglicherweise beeinflusst die partielle Einführung von Negativzinsen die Stimmungslage der deutschen Sparer. [mehr]

Weitere Dokumente der Reihe "Deutschland-Monitor,Deutschland-Monitor Baufinanzierung,Deutschland-Monitor Unternehmensfinanzierung,Deutschland-Monitor Finanzen der privaten Haushalte"

158 (145-156)
11. Juli 2012
145
Die deutsche Energiewende zielt weit über den verordneten, beschleunigten Ausstieg aus der Kernenergieerzeugung hinaus. Sie eröffnet Kommunen und Stadtwerken neue Handlungsfelder für die Energiebereitstellung, im Wärmemarkt sowie im Verkehrssektor. Angesichts des sehr hohen Investitionsbedarfs wird deutlich, dass die begrenzten Budgets der Kommunen und Stadtwerke der wichtigste Engpass für die regional unverzichtbare Energiewende sind. Für die Mittelverwendung sollte daher entscheidend sein, welche Maßnahmen die Energiewende insgesamt am meisten forcieren. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass ökologische, ökonomische und soziale Ziele nicht per se miteinander vereinbar sind. [mehr]
1. Februar 2012
146
„Einheit in Vielfalt“ – so könnte man die Verschuldungs- bzw. Finanzierungsstruktur der Bundesländer auf den Punkt bringen, denn sowohl Ausmaß als auch Art und Fälligkeit der Verschuldung unterscheiden sich regional sehr deutlich. Haben sich die Länder in der Vergangenheit vor allem durch Ausleihungen bei Kreditinstituten finanziert, ist die Bedeutung von Kapitalmarktpapieren inzwischen stark gewachsen. Das Volumen der Länderanleihen ist beispielsweise auf zuletzt über EUR 300 Mrd. angestiegen. Von erheblicher Bedeutung ist hierbei die Solidarität im Bundesstaat, denn die Länder profitieren von der guten Bonität des Bundes, wenn sie Mittel auf dem Kapitalmarkt beschaffen. [mehr]
3. August 2011
147
Gleich in seiner dritten Sitzung Ende Mai hat der 2010 etablierte Stabilitätsrat von Bund und Ländern den vier Bundesländern Berlin, Bremen, Saarland und Schleswig-Holstein eine drohende Haushaltsnotlage attestiert. Diese müssen jetzt bis Mitte Oktober ein Sanierungsprogramm für die kommenden fünf Jahre ausarbeiten, mit dem die Haushaltsschieflage beseitigt werden soll. Was bedeutet dies für die praktische Finanzpolitik von Bund und Ländern? Und wie ist dies vor dem Hintergrund der ab 2016 bis bzw. 2020 abgeschlossenen Einführung der Schuldenbremse zu sehen? Wie ist dieser Ansatz für eine nachhaltigere Finanzplanung und mehr Koordinierung mit der EU-Ebene vergleichbar? [mehr]
6. Juli 2011
148
Die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie durchlebte in den letzten Jahrzehnten einen dramatischen Strukturwandel. Der Wettbewerbsdruck führte auf der einen Seite zu Fertigungsrückgängen im Inland und Produktionsverlagerungen ins Ausland gerade bei arbeitsintensiven Erzeugnissen. Auf der anderen Seite konzentrierten sich die Unternehmen stärker auf technisch anspruchsvolle Textilien, innovative Produkte und starke Marken und richteten sich internationaler aus. Im Bereich der technischen Textilien sind deutsche Unternehmen weltweit führend. Eine weitere Liberalisierung des Welthandels mit Textilien und Bekleidung würde die Absatzchancen deutscher Unternehmen in den globalen Wachstumsmärkten erhöhen. [mehr]
4. Mai 2011
149
Zu Unrecht steht die finanzielle Situation der Bundesländer häufig im Schatten von Bund und Kommunen. DB Research wird im Laufe des Jahres eine Reihe von Publikationen rund um das Thema Bundesländer und Bundesländerfinanzen veröffentlichen. Diese Auftaktstudie verdeutlicht das finanzpolitisch komplizierte Verhältnis zwischen Bund und Ländern und die eingeschränkte Autonomie der Länder. Weitgehend autonom entscheiden diese nur über die Kreditaufnahme, für eine Reihe von Bundesländern hat hierbei die Kapitalmarktfinanzierung beträchtlich an Bedeutung gewonnen. Der Umfang des Finanzausgleichs sowie die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts sorgen für die praktische Verankerung des Solidarprinzips, das einem Haftungsverbund mit Bail-out-Garantie gleichkommt. Mehr Länderautonomie – auch durch einen Zuschlag zur Einkommensteuer – wäre sinnvoll. Mit Schaffung von Stabilitätsrat und Schuldenbremse auf Länderebene wurde nun erstmalig ein präventives Instrument für ein rechtzeitiges Gegensteuern bei Haushaltsschieflagen geschaffen. [mehr]
15. März 2011
150
Natürlich ist es wichtig, die weitere Inflationsentwicklung – vor allem angesichts der volatilen Ölpreise – genau im Auge zu behalten, und die EZB hat hier ja auch ihre „starke Wachsamkeit“ zum Ausdruck gebracht. Dennoch ist eine Inflationsrate von 2% oder vielleicht 2 ½% in den nächsten Monaten zum großen Teil eine Normalisierung nach den rezessionsbedingt niedrigen Raten der beiden Vorjahre, die zu einem erheblichen Teil den höheren Öl- und Nahrungsmittelpreisen geschuldet ist. Unterstellt, diese normalisieren sich, prognostiziert das von uns entwickelte Inflationsmodell jedenfalls keine dramatische Inflationsentwicklung. Uns ist allerdings bewusst, dass einige der strukturellen Veränderungen der letzten Dekaden die Aussagekraft derartiger Modellprognosen beeinträchtigt haben könnten. [mehr]
4. Januar 2011
151
Unser Konjunkturausblick für 2011 ist mit einem BIP-Wachstum von 2% in Deutschland recht positiv. Überdies zeigen die beiden thematischen Artikel dieses Aktuellen Themas, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise das Wachstumspotenzial in Deutschland nicht beeinträchtigt hat. Zum einen haben sich im Vorfeld der Krise – zumindest in der Binnenwirtschaft – keine strukturellen Ungleichgewichte aufgebaut. Zum anderen haben insbesondere die Arbeitsmarktreformen und die Restrukturierungserfolge der Unternehmen in der letzten Dekade dazu geführt, dass die deutsche Wirtschaft im internationalen Vergleich exzellent dasteht. Die Anpassungsprozesse hatten allerdings eine schwache Einkommensentwicklung bei den privaten Haushalten zur Folge. Diese könnte sich nunmehr verbessern. Mittelfristig könnte der private Verbrauch um knapp 1 ½% p.a. zulegen. Dies wäre, ganz im Gegensatz zu den wesentlich höheren Konsumzuwächsen in einigen Ländern vor der Krise, eine nachhaltige Entwicklung, die nicht auf Verschuldung und Immobilienblasen basiert. [mehr]
18. März 2009
152
KMU spielen in Deutschland und den meisten beobachteten Ländern eine wichtige Rolle für die wirtschaftliche und beschäftigungspolitische Entwicklung. Dies gilt es bei der Gestaltung der Rahmenbedingungen ebenso zu berücksichtigen wie - angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise - bei der Fokussierung von „Rettungspaketen“ auf große, in der Öffentlichkeit präsentere Unternehmen. [mehr]
26. Januar 2009
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Zum ersten Mal seit fünf Jahren befindet sich Deutschland wieder in einer Rezession. Die deutsche Wirtschaftsleistung ist seit dem zweiten Quartal 2008 rückläufig. Die Finanzmarktkrise und der globale Konjunktureinbruch werden das Wachstum in 2009 deutlich belasten. Der Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts wird sich noch mindestens bis Mitte des Jahres fortsetzen. Das Wegbrechen wichtiger Absatzmärkte sowie der - wenn auch abgeschwächte - Höhenflug des Euro dürften die realen Ausfuhren erstmals seit 1993 deutlich sinken lassen. Die schrumpfende Auslandsnachfrage wird zusammen mit in vielen Bereichen rückläufigen Gewinnen zu einem Rückgang der Ausrüstungsinvestitionen um 10% führen. Trotz der Konjunkturpakete wird der private Konsum bei deutlich sinkender Erwerbstätigkeit und gleichzeitig steigender Sparquote auch in 2009 kaum zunehmen. [mehr]
18. August 2008
154
Früher galt das Bruttoinlandsprodukt als alleiniges Fortschrittsmaß, doch zunehmend gewinnen breiter angelegte Maße für Wohlergehen an Bedeutung. Die Theorien gesellschaftlichen Fortschritts verwenden vielfach ähnliche Variablen, die sich tendenziell Hand in Hand entwickeln: Lebenszufriedenheit, Freiheit, Vertrauen, Bildungsniveau, Einkommen, Beschäftigung, Effektivität des Staates, Stand der Demokratie, Korruptionsabbau, Toleranz, Engagement und Innovation. Während z.B. skandinavische Länder in vielen Bereichen führen, hat Deutschland Verbesserungspotenzial, besonders in den Bereichen Bildung, Beschäftigung, Effektivität des Staates, Korruption und Qualität der Demokratie. Um nachhaltigen Fortschritt zu erzielen, sind alle gefragt: Bund und Länder, Gemeinden, Unternehmen und Individuen. [mehr]
16. Januar 2008
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Trotz jüngster Fortschritte in der Haushaltskonsolidierung gibt es bislang in Deutschland weder bei den Staatsausgaben noch bei den Staatseinnahmen eine durchgehende Orientierung an einer höheren Qualität der öffentlichen Finanzen. Zudem ist das institutionelle Gerüst der Haushaltspolitik nicht auf dem neuesten Stand. In der vorliegenden Studie, die auch einen Gastbeitrag des Bundesministeriums der Finanzen enthält, erläutern wir Erfahrungen anderer Länder in der qualitativen Konsolidierung der öffentlichen Finanzen und diskutieren Bedingungen für den politischen Erfolg − auf Bundes- und auf Länderebene sowie EU-weit. [mehr]
14. November 2007
156
Glückliche Regionen in Deutschland weisen viele Gemeinsamkeiten auf: Nicht nur die Lebenszufriedenheit, sondern auch das Vertrauen in die Mitmenschen, Gesundheit, Arbeitslosigkeit, Geburtenrate und Einkommen sind dort durchweg günstig ausgeprägt. Dies bestätigt die DBR-Analyse auf Länderebene. Besonders gut stehen Donau-Iller, Ostwürttemberg, Osnabrück und Hamburg-Umland-Süd da. Dagegen befinden sich Ballungsräume nicht unter den ersten Plätzen. Das Ende der Rangliste belegen die ostdeutschen Regionen. Unsere Analyse legt nahe, dass Wohlergehen mit einem ganzheitlichen Ansatz regional-dezentral geprägt und gefördert werden kann. [mehr]
6.8.1