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4. August 2021
Seit Beginn der Corona-Pandemie haben die USA konjunkturstützende Maßnahmen in Höhe von USD 5,3 Bill. bzw. 25,5% des BIP ergriffen. Dieser fiskalische Impuls könnte sogar – bei Umsetzung der noch in Planung befindlichen Konjunkturprogramme – auf über USD 9 Bill. oder 40% des BIP 2020 anwachsen. Zwar kann der Erfolg dieses großen US-Wirtschaftsexperiments noch lange nicht abschließend beurteilt werden. Dennoch zeichnet sich schon jetzt ab, dass die USA mit ihren massiven Staatsausgabenprogrammen einen neuen Trend in der Wirtschaftspolitik eingeleitet haben. Auch wenn ein entschiedenes Einschreiten der Finanzpolitik zur Krisenabwehr wohl unvermeidlich war, hat der Trend zu immer höheren öffentlichen Haushaltsdefiziten und Staatsschulden mittlerweile besorgniserregende Ausmaße angenommen. Die Rekordverschuldung konnte bislang nur dank der Niedrigzinsen und der faktischen Monetarisierung von Staatsschulden durch die Notenbanken unter Kontrolle gehalten werden. Das aktuelle Gleichgewicht aus niedrigen Zinsen und hohen Staatsschulden bleibt ein fragiles Gebilde, welches in ganz entscheidender Weise eine weiterhin niedrige Inflationsdynamik voraussetzt. Sollte die Inflation aber dauerhaft nach oben schießen und die Zentralbanken nicht entsprechend gegensteuern, könnte die Preisdynamik außer Kontrolle geraten. Sollten die Zentralbanken jedoch zu stark auf das geldpolitische Bremspedal treten, könnten steigende Risikoprämien und Anleiherenditen schlimmstenfalls eine Schuldenkrise auslösen. [mehr]
30. Juli 2021
Net migration towards Germany was much lower in 2020 than pre-COVID. The migration flows from outside of the EU were particularly hampered whereas migration within the EU fell by 'only' 5% compared to 2019. As a consequence, the new demand for housing was much lower than in previous years which helped to reduce the housing shortage. By contrast, the lack of qualified and non-qualified workers in the labour market has become more severe through the pandemic. [mehr]
29. Juli 2021
Die Inflationsrisiken in Deutschland sollten nicht länger unbeachtet bleiben. Zum Thema Inflation ist bereits viel geschrieben worden. Der Konsens lautet, dass die derzeitige Inflationsbeschleunigung ein vorübergehendes Phänomen sei, das durch Angebotsengpässe und andere Sonderfaktoren im Zusammenhang mit der Pandemie ausgelöst worden sei. Darunter falle auch die Überschussersparnis, die jetzt zur Befriedigung des Nachfragestaus verwendet werde. Derzeit glauben nur wenige Ökonomen, dass die Inflation den Zielwert der EZB von 2% längerfristig übersteigen wird. Vielleicht ist diese optimistische Auffassung zutreffend. Unseres Erachtens ist das Risiko, dass die Inflation dauerhaft überschießt und auf längere Sicht deutlich über dem jetzigen Zielwert liegt, jedoch hoch genug, um die Alarmglocke zu läuten. [mehr]
27. Juli 2021
Welchen Kurs wird die nächste Bundesregierung mit Blick auf die Finanzpolitik in der Europäischen Union (EU) verfolgen? Die Grünen fordern reformierte Schuldenregelungen und wollen den EU-Wiederaufbaufonds (NextGenerationEU, NGEU) als dauerhafte Fiskalkapazität verstetigen. In den zwei wahrscheinlichsten Koalitionsszenarien müssen sich die Grünen aber entweder mit den CDU/CSU (schwarz-grüne Koalition) oder mit der FDP (Ampel-Koalition) auf eine gemeinsame Basis verständigen. Beide Parteien treten im Wesentlichen für die bestehenden Fiskalregeln ein und betonen den einmaligen Charakter des NGEU. Deshalb sehen wir nicht, dass sich der deutsche Kurs mit Blick auf die Finanzpolitik der EU nach der Wahl wesentlich ändern wird. In der Debatte über die Reform des Stabilitäts- und Wachstumspakts im Herbst wird sich dies vermutlich zeigen. Über den unmittelbaren Fokus der Finanzmärkte hinaus skizzieren wir, welche Impulse wir von der nächsten Bundesregierung auf europäischer Ebene in den Bereichen Klima, Handel, Außenpolitik und institutionelle Reformen erwarten. Was die Umsetzung des Green Deal betrifft, rechnen wir damit, dass Deutschland als Vorreiter mit gemäßigtem Tempo bei der grünen Transformation auftreten wird. [mehr]
27. Juli 2021
The recent flood caused by heavy rain was among the most severe natural disasters hitting Germany since reunification. More than 170 people lost their lives and many private homes and public buildings, roads and municipal infrastructure were destroyed. Since the flooding occurred in regions with low industrial density, the expected negative impact on overall economic activity, in particular on industrial production, should be relatively limited. Still, the regional impact on agricultural production (such as wine-growing) might be significant. Some of the most recent polls already fully capture post-flood views. As expected, there is no big shift in voter preferences. The events will likely confirm voters' previous choices. [mehr]
22. Juli 2021
Germany has weathered the COVID-19 crisis better than most other EMU partners. With a much smaller output gap and additional headwinds from several structural trends it is more prone to experience higher inflation, in fact, it already has. Given that the ECB will aim its policy towards the EMU average inflation, German inflation could exceed the 2% mark for several years, without triggering an ECB policy response. The ECB's new strategy with the increased 2% symmetric inflation target - implying the acceptance of inflation overshoots - and its announced preparedness to wait until it is fully convinced that its policy has worked before adjusting its policy, make such a scenario even more likely. [mehr]
22. Juli 2021
Rund 220.000 Personen zogen netto im Jahr 2020 nach Deutschland. Die Lockdown-Monate verhinderten eine stärkere Zuwanderung und insbesondere der Zuzug von außerhalb der EU ist im Vergleich zum Vorjahr kräftig eingebrochen. Unsere Berechnungen legen nahe, dass die Zuwanderung auch im Jahr 2021 gegenüber 2020 nur leicht ansteigt. Da die Corona-Krise den Wohnungsneubau kaum beeinträchtigt, dürfte der geringere Zuzug den Wohnungsmangel erneut reduzieren. Für den Arbeitsmarkt könnte der verstärkte Arbeits- und Fachkräftemangel den Lohndruck über das gesamte Jahrzehnt erhöhen. [mehr]
16. Juli 2021
In den vergangenen Wochen nahm die weltweite Erholung wie erwartet Fahrt auf – dank der Impfkampagnen und weiterer Lockerungen der Corona-Einschränkungen. Seit der Mai-Ausgabe des Weltwirtschaftlichen Ausblicks haben sich jedoch die Abwärtsrisiken leicht erhöht. Gründe sind die weltweite Ausbreitung der Delta-Variante und die Reaktion auf die Entscheidung des Offenmarktausschusses. [mehr]
12. Juli 2021
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The introduction of a digital euro is drawing closer: as a digital version of cash it is primarily intended to be a means of payment rather than an instrument for investment. The ECB wants to strengthen Europe’s sovereignty in the world of payments as well as the euro’s competitive position vis-à-vis other currencies. However, this will only be achieved if the digital euro is used widely, which is not very likely. A limit is expected on how much users can hold, to prevent a massive outflow of bank deposits into digital central bank money. In this case, lending decisions and money creation would eventually shift to the ECB. Europe would face the question which type of monetary and financial system it wants. [mehr]
12. Juli 2021
All eyes are on the next government’s EU fiscal stance. The Greens are advocating looser debt rules and turning the NGEU into a permanent fiscal capacity. However, in the two most plausible coalition scenarios, the Greens have to find common ground with either the Conservatives (black-green coalition) or the Liberals (traffic light coalition). Both call for re-instating the debt rules in the post-pandemic world and emphasize the one-off nature of the NGEU. Thus, we do not expect any significant shift of Germany’s EU fiscal policy course. The odds of an election surprise contributing to a stronger EUR remain low. The autumn debate about the reform of the SGP will be the first proof of this new/old fiscal stance. Beyond the immediate focus of financial markets, we also sketch which impulses we expect from the next German government in the areas of EU climate, trade, foreign policies and institutional reform. With respect to putting the Green Deal to work, we expect Germany to role-model green transformation at measured pace. The German response to this week’s “Fit for 55” legislative proposals is likely to be mixed. [mehr]
22.2.0