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Neueste Beiträge (deutsch)

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30. September 2019
Ein (grüner) Kursschwenk in der deutschen Fiskalpolitik? Das Klimaschutzprogramm ändert nichts an der grundsätzlichen Ausrichtung der deutschen Fiskalpolitik, da die zusätzlichen Ausgaben für den Klimaschutz größtenteils durch zusätzliche Einnahmen gegenfinanziert werden sollen. Die von dem Paket ausgehenden ökologischen Lenkungswirkungen dürften aufgrund des anfänglich recht niedrigen CO2-Preises begrenzt sein. Die mit dem Klimapaket verknüpften Erwartungen einer massiven Lockerung in der deutschen Fiskalpolitik haben sich letztlich als unrealistisch und übertrieben herausgestellt. Wir halten an unserer Einschätzung fest, dass die Regierung nur im Falle einer schweren Rezession ein antizyklisches Konjunkturpaket schnüren dürfte. Dennoch wird der deutsche Haushaltsüberschuss 2019/20 deutlich abschmelzen. (Außerdem in dieser Ausgabe: Deutscher Arbeitsmarkt, Industriekonjunktur, Automobilindustrie, EZB) [mehr]
30. September 2019
Angesichts der zunehmenden Nutzung von Online- und Mobile-Banking steht die Zukunft der Bankfilialen seit einiger Zeit auf dem Prüfstand. Neben dem allgemeinen Trend können regionale Unterschiede bei der Nachfrage nach Filialdienstleistungen einen wichtigen Einfluss auf das künftige Filialnetz haben. Strukturell weniger Kundenbesuche in bestimmten Regionen könnten den Druck erhöhen, Filialen zu schließen. In Deutschland ist die Zahl der Bankfilialen deutlich gesunken – von ungefähr 40.000 im Jahr 2007 auf etwa 28.000 im Jahr 2018. [mehr]
23. September 2019
Das Klimaschutzpaket ist ein Paradebeispiel für einen politischen Kompromiss. Es soll einen Beitrag für den Klimaschutz leisten, aber private Haushalte und Unternehmen nicht überfordern. Die Kritik am Klimaschutzpaket ist berechtigt. Letztlich ist er aber auch ein Spiegelbild der gesellschaftlichen Einstellung zum Klimaschutz: Denn eine Mehrheit ist zwar für stärkeren Klimaschutz, aber nur wenige sind auch dazu bereit, finanzielle Lasten zu tragen. [mehr]
18. September 2019
Die Kredite an Unternehmen und Selbstständige sind auch im zweiten Quartal stark gestiegen (EUR +25,5 Mrd. bzw. +5,6% ggü. Vj.). Das größte Plus entfiel auf die Großbanken. Wachstum gab es mit einer Ausnahme in sämtlichen Branchen, wobei die kräftige Zunahme der kurzfristigen Kredite in konjunktursensiblen Branchen ein Warnsignal war. Das Zinsniveau geriet erneut unter Druck, der Margenverfall kam jedoch zum Stillstand. Die Finanzierungsalternativen schnitten allesamt sehr gut ab. Die deutsche Volkswirtschaft ist in Q2 um 0,1% ggü. Vq. geschrumpft. Nach einem starken Vorquartal entwickelten sich der private Konsum und die Investitionen der Unternehmen nur moderat positiv; der Bau war sogar rückläufig. Die Vorratsveränderungen wirkten stützend, konnten den kräftigen negativen Impuls aus dem Außenhandel aber nicht auffangen. Auch in H2 und 2020 ist keine nennenswerte Konjunkturbelebung in Sicht. [mehr]
17. September 2019
Nach einem ereignisreichen Sommer haben sich die Abwärtsrisiken zweifellos erhöht und die Zentralbanken werden darauf mit weiteren Lockerungen reagieren. Wir haben unsere US-Prognosen vor allem aufgrund der handelspolitischen Unsicherheiten nach unten korrigiert. Das Verarbeitende Gewerbe schrumpft und es sind erste Belastungserscheinungen am ansonsten robusten Arbeitsmarkt zu erkennen. [mehr]
16. September 2019
Die Automobilindustrie steht vor großen Herausforderungen. Global schrumpft derzeit die Pkw-Nachfrage. Hinzu kommen die technologischen Mega-Trends, nämlich vernetztes Fahren sowie die Entwicklung alternativer Antriebstechnologien. Großen Einfluss auf die Mobilität der Zukunft wird staatliche Regulierung haben, denn die ehrgeizigen Klimaschutzziele passen nicht zum heutigen Mobilitätsverhalten der Menschen. [mehr]
16. September 2019
Infolge der steigenden Klimagefahren fokussierte sich die Debatte in den letzten Jahren weltweit immer mehr auf die fossilen Energieträger, insbesondere Kohle. Die große Ausnahme sind die USA, da die amtierende Regierung Zweifel am Anteil der Menschen am Klimawandel hat. Während in Deutschland die heimische Steinkohle im Jahr 2018 nur noch auf einen Anteil von 6% am Aufkommen kam, entstammte das Braunkohleaufkommen zu 99,9% den deutschen Fördergebieten Rheinland, Lausitz und Mitteldeutschland. Das Ende der Braunkohle in Deutschland wurde von manchen Marktbeobachtern bisher vor allem aufgrund der negativen Beschäftigungseffekte kritisch bis ablehnend gesehen. Das ist wohl der Hauptgrund, weshalb die Politik den Ausstieg nun bis zum Jahr 2038 mit sogenannten Struktur- und Wirtschaftshilfen in Höhe von bis zu EUR 40 Mrd. fördert bzw. subventioniert. [mehr]
13. September 2019
Während die Energiewende in Deutschland bisher größtenteils im Stromsektor stattfindet, rückt die Verkehrswende wegen stetig steigender CO2-Emissionen im Transportsektor immer mehr in den Fokus. Hierbei werden Forderungen wiederholt, die schon Jahrzehnte alt sind und doch nicht umgesetzt werden konnten, etwa die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene. Andere Konzepte wie die Mikro-E-Mobilität sind dagegen neu. Ihr Beitrag zur Verkehrswende ist aber gering oder gar kontraproduktiv. Eine unbequeme Wahrheit lautet letztlich, dass die langfristigen Klimaschutzziele (quasi CO2-Neutralität) – zumindest mit den heute verfügbaren Technologien – eigentlich nur durch deutlich weniger Verkehr erreicht werden könnten. Dies dürfte politisch schwer zu vermitteln sein, zählt doch individuelle Mobilität zur DNA freiheitlicher Gesellschaften. [mehr]
6.7.5